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Wechsel zu ManUnited

Rummenigge: 'Wir haben Bastians Wunsch entsprochen'

Bastian Schweinsteiger verlässt den FC Bayern. Nach 17 Jahren und 20 Titeln bat der FCB-Vizekapitän den deutschen Rekordmeister um die Freigabe für einen Wechsel zu Manchester United. „Wir haben diesem Wunsch entsprochen und uns mit Manchester auf einen Transfer verständigt“, berichtete Karl-Heinz Rummenigge am Samstag, „ich mache keinen Hehl daraus, dass da viel Wehmut mitklingt. Ich bedauere das. Wir haben versucht, ihn zu überzeugen, bei Bayern München zu bleiben. Aber ich habe auch Verständnis dafür, dass ein Spieler am Ende seiner Karriere noch eine neue Erfahrung sammeln will.“

Nach genau 500 Pflichtspielen im FCB-Trikot, acht Deutschen Meisterschaften, sieben DFB-Pokalsiegen sowie je einem Triumph bei der FIFA-Klub-WM und in der Champions League nimmt Schweinsteiger somit Abschied. „Er ist jetzt schon eine Ikone, eine Legende“, sagte Matthias Sammer über den 30 Jahre alten Weltmeister, der von den Fans als „Fußballgott“ verehrt wird.

„Er hat sich diesen Status verdient“, meinte Rummenigge, „er war 17 Jahre bei uns. Er hat alle Stationen durchlaufen. Er hat Großartiges geleistet. Er hat alles gewonnen. Er hat so viel für den Verein geleistet.“ Die Bitte eines solch verdienten Spielers abzulehen, wäre „ein bisschen hartherzig“ gewesen. Der FC Bayern verliere „eine Identifikationsfigur“ und „einen wunderbaren Menschen. Wir haben uns in großer Freundschaft verabschiedet.“

'Ehrliches' Gespräch

Am Freitag war Schweinsteiger aus dem Urlaub zurückgekehrt und hatte sich wie vor Wochen vereinbart mit Rummenigge getroffen. „Es war ein sehr seriöses und ausführliches Gespräch, in dem wir uns sehr ehrlich unterhalten haben“, erzählte der FCB-Vorstandschef, „er hat mir mitgeteilt, dass er sich in seinem Urlaub Gedanken gemacht hat. Er möchte zum Ende seiner Karriere noch etwas Neues machen. Er hat mich gebeten, seinem Wunsch zu entsprechen und eine Einigung mit Manchester United zu erzielen. Das war keine einfache Entscheidung, die wir in fünf Minuten beschlossen haben.“

Doch Schweinsteigers Wunsch sei „nachvollziehbar“, fand Rummenigge, der selbst gegen Ende seiner Karriere eine neue Herausforderung bei Inter Mailand gesucht hatte. Rummenigge erinnerte auch an Franz Beckenbauer oder Günter Netzer, die ebenfalls im fortgeschrittenen Fußballalter den Verein gewechselt hatten. „Als ich damals zu Inter gegangen bin, war das etwas Motivierendes. Es wird für Bastian eine interessante neue Aufgabe sein, die ihm neuen Antrieb geben wird. Es ist eine Entscheidung, die ihn in seinem Leben gut tun wird. Ich bin überzeugt, er wird dort gut spielen. Auch die Nationalmannschaft wird davon profitieren.“

'Die Tür steht offen'

Die Einigung mit Manchester United war dann „nicht sehr kompliziert. Wir haben eine sehr faire, seriöse Lösung gefunden“, berichtete Rummenigge. Jetzt könne man Schweinsteiger „nur alles Gute wünschen“. Holger Badstuber fügte hinzu: „Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit, dass er mit seiner Entscheidung glücklich ist und dass er Erfolge einfährt. Er wird sehr vermisst werden.“ Franck Ribéry war „sehr, sehr traurig. Ich glaube, ganz Bayern ist traurig. Er hat alles mit uns gewonnen. Er ist ein richtig guter Freund von mir. Aber so ist Fußball. Ich kann ihm nur viel Glück wünschen.“

Mindestens einmal wird Schweinsteiger aber noch auf den Rasen der Allianz Arena zurückkehren. Der FC Bayern hat ihm ein Abschiedsspiel zugesichert, wenn er irgendwann seine Karriere beendet. „Dann werden wir uns auch darüber unterhalten, ob es eine Zukunft, eine zweite Karriere für ihn beim FC Bayern geben wird. Die Tür steht ihm immer offen“, sagte Rummenigge. Also dann: Mach’s guad, Basti! Und: Bis bald!

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