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Comeback nach 200 Tagen

Badstuber: 'Es war ein unglaublicher Empfang'

Vier schöne Tore hat der FC Bayern gegen den VfB Stuttgart geschossen. Doch der emotionalste, ja, der bewegendste Moment dieses strahlenden Samstagnachmittags gehörte Holger Badstuber, der nach exakt 200 Tagen Verletzungspause endlich sein langersehntes Comeback feierte.

„Es war ein unglaublicher Empfang. Da steigen viele Dinge in einem auf“, war der Innenverteidiger sichtlich berührt von der Gänsehautatmosphäre, die in der Allianz Arena herrschte. „Das ging unter die Haut.“ 59 Minuten waren gespielt, als sich das FCB-Eigengewächs an der Seitenlinie für seinen großen Auftritt bereit machte – und die Fans jubelten ihrem Holger begeistert zu.

„Was unsere Fans mit Holger gemacht haben, war sehr emotional“, war auch Pep Guardiola beeindruckt von der Stimmung im Wohnzimmer des FC Bayern, für die er sich gleich mehrfach beim Publikum bedankte. Einen „Gänsehautmoment“ machte auch Kapitän Philipp Lahm aus, und Arjen Robben sagte: „Er hat eine sehr schwierige Leidenszeit hinter sich. Das war heute die Belohnung. Er hat sich zurückgekämpft.“

'Warum soll ich Zweifel haben?'

„Es war sein erstes Spiel. Er braucht natürlich mehr Zeit, um sein hohes Niveau zu erreichen“, weiß Guardiola, der seinen Abwehrspieler schon vor dem Stuttgart-Spiel überschwänglich gelobt hatte. „Er ist vielleicht der beste Spieler im Aufbau, den ich in meinem Leben gesehen habe.“ Badstuber selbst freut sich über das Lob, schätzt seine momentane Verfassung jedoch realistisch ein: „Ich bin voll belastbar und habe ein gutes Gefühl. Aber ich weiß, dass noch einiges fehlt.“

In der anstehenden Länderspielpause wird Badstuber weiter an seiner Fitness feilen. „Er spielt am Montag im Paulaner Cup“, kündigte Guardiola bereits an, dass Badstuber Spielpraxis bekommt. Wie es sich anfühlt, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen? Von Furcht jedenfalls keine Spur! „Ich habe keine Angst. Wenn ich rausgehe, spiele ich Fußball und versuche, alles zu geben – für die Mannschaft. Warum soll ich Zweifel haben?“ Badstuber weiß: „Ich kriege viel Vertrauen geschenkt.“ Vom Trainer. Den Kollegen. Und natürlich von den Fans.

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