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„Alles okay“

Bayern geht als Spitzenreiter in die Spielpause

Fünf Siege, zwei Unentschieden, 17:7 Tore - mit dieser überaus positiven Bilanz geht der FC Bayern nach drei Englischen Wochen in die letzte Länderspielpause des Jahres. Nach zuletzt fünf Erfolgen hintereinander gab es für den Rekordmeister zum Abschluss ein 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellendritten 1899 Hoffenheim, durch das der FCB auch nach dem 10. Spieltag seine Spitzenposition vor dem punktgleichen Aufsteiger RB Leipzig (3:1 gegen Mainz) verteidigte.

Allerdings tat sich die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti gegen die Kraichgauer lange schwer. Vor allem in der ersten Halbzeit „haben wir es nicht so gut gemacht“, analysierte Ancelotti nach dem Spiel. „Wir hatten am Anfang ein paar Schwierigkeiten und konnten uns nicht so gut aus dem Pressing der Hoffenheimer befreien.“ Kerem Demirbay gelang nach 16 Minuten die überraschende Führung für die forsch auftretenden Hoffenheimer, die die Gäste lange vom eigenen Tor fern hielten.

„Wir haben bis zum 0:1 gebraucht, dann sind wir besser ins Spiel gekommen“, sagte FCB-Verteidiger Mats Hummels. Zwar erhöhte der FCB nach dem Rückstand den Druck, zwingende Torchancen konnte er sich aber nicht herausspielen. Erst ein Eigentor von Steven Zuber (34.), dessen Rettungsversuch vor dem einschussbereiten Robert Lewandowski misslang, sorgte noch vor der Halbzeitpause für den späteren Endstand.

Rummenigge schwärmt - Müller sauer

„Es war ein großartiges Spiel, ein echtes Spitzenspiel“, schwärmte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hinterher. „Man hat gesehen, dass Hoffenheim nicht zufällig auf Platz drei steht. Sie haben eine gute Mannschaft. Ich traue ihnen zu, dass sie sich im oberen Tabellendrittel auch etablieren“, fand Rummenigge anerkennende Worte für den Gegner, der „in der ersten Halbzeit Vorteile hatte“.

Im zweiten Durchgang jedoch hätten die Münchner die Partie für sich entscheiden können. Mit mehr Druck und Zug zum Tor agierte der FCB nach dem Seitenwechsel und spielte sich nun einige aussichtsreiche Möglichkeiten heraus. Dass es am Ende beim Unentschieden blieb, lag auch am fehlenden Abschlussglück. Hummels (87.) und Thomas Müller (90.) scheiterten in der Schlussphase mit ihren Schüssen jeweils am Pfosten. „Mit dem, was wir auf dem Platz gezeigt haben, bin ich zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis. Ich denke, dass wir am Ende einen Sieg verdient hatten“, meinte Ancelotti.

„Wir wollten unbedingt den Sieg. Wir haben leider heute nicht gewonnen und dementsprechend ist heute auch die Stimmung“, ärgerte sich Müller über die zwei verlorenen Punkte im Allgemeinen und seine verpasste Siegchance im Besonderen. „Es nicht so, dass man nachdenklich wird, aber jetzt gerade bin ich schon ziemlich schlecht gelaunt“, meinte Müller, der noch auf seinen ersten Saisontreffer in der Liga wartet.

Trost erhielt Müller von seinem Vorstandschef, einst selbst ein Weltklasse-Torjäger. „Ich hatte als Europas Fußballer des Jahres auch mal zehn Spiele ohne Treffer Da muss man einfach wieder arbeiten, arbeiten, arbeiten und irgendwann schießt man dann wieder drei. Das wird er demnächst haben, das kann ich ihm heute schon voraussagen“, sagte Rummenigge, der sich am Ende nicht ganz unzufrieden ins Wochenende verabschiedete: „Wir müssen auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Alles okay!“

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