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„Können besser spielen“

Mit „Wille und Charakter“ zur Herbstmeisterschaft

Es dampfte. Bei Temperaturen von -7 Grad wurde die Anstrengung der Akteure auf dem Spielfeld in kleinen Dampfwölkchen sichtbar. „Es war ein zähes Stück heute, ein harter Kampf“, sagte Thomas Müller nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim SC Freiburg am Freitagabend, den Robert Lewandowski durch einen Treffer in der Nachspielzeit sicherte. „Wenn man so spät das 2:1 macht, ist das natürlich auch glücklich“, meinte Philipp Lahm, für den „außer Frage“ steht, „dass wir besser spielen können. Aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben.“

Erstes Punktspiel des neuen Jahres, erster Dreier also für die Bayern, die dadurch ihre Tabellenführung in der Bundesliga behaupteten und die verspätete Herbstmeisterschaft perfekt machten. Insgesamt ist es der 22. Halbzeit-Titel für den Rekordmeister, zudem der sechste in Folge. Das war für die Münchner allerdings kein großes Thema in Freiburg. Statistisch ist dieser inoffizielle Titel aber ein gutes Omen: Nach 18 der bisher 21 Herbstmeisterschaften (85,7 Prozent) holte der FCB am Saisonende auch die Meisterschale.

„Dann muss man andere Qualitäten zeigen“

Die Münchner wissen aber, dass der anvisierte Titel kein Selbstläufer ist, erst recht nach der knappen Partie in Freiburg. „Das Spiel war von Anfang an schwierig. Wir sind auf einen Gegner getroffen, der defensiv richtig gut war und mit einer hohen Intensität gespielt hat“, sagte Carlo Ancelotti, der zudem im Spiel der eigenen Mannschaft Luft nach oben sah: „Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, können wir nicht zufrieden sein, aber mit dem Ergebnis.“

Der FCB-Chefcoach lobte besonders „Wille und der Charakter“ seiner Spieler. „Deshalb haben wir das Spiel am Ende doch noch gewonnen. Natürlich können wir besser spielen. Aber manchmal geht das nicht. Dann muss man andere Qualitäten zeigen. Manchmal muss man kämpfen und zurückkommen - und das haben wir gemacht.“

„Das erste Spiel nach der Winterpause ist nie einfach“, meinte Arjen Robben, „man muss erst wieder reinkommen. Über die Spiele müssen wir jetzt unseren Rhythmus finden und uns steigern. Das versuchen wir, so schnell wie möglich zu machen.“ Nächsten Samstag wird in Bremen weitergedampft.

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