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Das nennt man wohl perfekte Arbeitsteilung. Nur durch ein Foulspiel war Thomas Müller in jener 24. Minute zu bremsen, und weil Hamburgs Mergim Mavraj im Strafraum foulte, gab es Elfmeter. Ein Fall für Lewandowski, der auch seinen sechsten Bundesliga-Elfer für den FC Bayern verwandelte – und später noch zwei weitere Treffer nachlegen sollte.
„Ich freue mich, dass er drei Tore gemacht hat“, war Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge voll des Lobes über den Neuner des FC Bayern, der sich an der Spitze der Torjägerwertung wie im Vorjahr ein heißes Rennen mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang liefert. „Das wird sehr interessant“, so Rummenigge, der „großes Vertrauen“ zu Lewandowski hat. Für den Polen selbst spielt die Torschützenliste „im Moment keine große Rolle“, wie er bescheiden anmerkte, „für mich ist am wichtigsten, was ich und die Mannschaft auf dem Platz machen.“
Rummenigge sieht neben Lewandowskis Treffsicherheit weitere Stärken, die den Polen unverzichtbar für den FC Bayern machen. „Dass er ein klasse Stürmer ist, sieht man im Wochenrhythmus“, zollte der frühere Weltklasseangreifer seinem Nachfolger Tribut. „Was für uns neben seinen Treffern und seinen guten Leistungen wichtig ist: dass er nie verletzt ist.“ Dann stellte der Vorstandschef den 28-Jährigen auf eine Stufe mit dem Bomber der Nation: „Robert gehört in die Kategorie Gerd Müller!“
„Thomas ist unheimlich wichtig“
Die Gleichstellung mit der Münchner 365-Tore-Legende schmeichelte Lewandowski, auch wenn solche Vergleiche schwierig seien. „Ich schreibe meine Geschichte. Es freut mich, wenn es heißt, ich stehe auf der gleichen Stufe wie Gerd Müller oder andere große Stürmer des FC Bayern. Aber ich will etwas Neues zeigen, was andere noch nicht gemacht haben“, sagte Lewandowski. Glaubt man Philipp Lahm, dann gelingt das dem Polen auch immer wieder: „Er ist ein Vollblutstürmer. Im Sechzehner ist er unglaublich stark. Das zeigt er jetzt auch.“
Lewandowski indes nahm das Lob gerne an, verteilte jedoch auch Komplimente – etwa an Sturmpartner Thomas Müller. „Er hat drei super Vorlagen gegeben. Dass er im Moment kein Tor schießt, spielt keine Rolle. Er spielt wahnsinnig gut“, freute er sich über Müllers starke Vorstellung. „Thomas Müller war der beste Spieler auf dem Platz, auch wenn er kein Tor erzielt hat. Müller war der Schlüssel zu diesem Sieg“, lobte derweil Carlo Ancelotti. Und Robben weiß: „Er zieht Räume für Lewy, für mich. Er ist unheimlich wichtig.“
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