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Vorsprung ausgebaut, aber:

Bayern wollen „besser spielen und hart arbeiten“

Zwei Siege, ein Remis, die Tabellenführung mit dem Punkt gegen Schalke auf vier Zähler ausgebaut – die Bilanz der Bayern nach der Winterpause kann sich sehen lassen. Die Allianz Arena verließen Philipp Lahm & Co. nach dem 1:1 (1:1) gegen die Knappen jedoch mit gemischten Gefühlen. „Es ist nicht so dramatisch aktuell: Wir haben aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt“, rechnete Lahm vor, der nach 77 Minuten eingewechselt wurde und so zu seinem 500. Pflichtspiel für die Profis des FC Bayern kam. „Aber dass wir besser Fußball spielen wollen, ist klar.“

Dabei hatte der Nachmittag verheißungsvoll begonnen für die Münchner, die gleich mit ihrer ersten starken Aktion in Führung gegangen waren. Arturo Vidal hatte den lauernden Robert Lewandowski bedient, der mit einem gefühlvollen Heber sein 15. Saisontor erzielte – die Bayern waren schon nach neun Minuten auf einem guten Weg in Richtung neuntem Pflichtspiel-Sieg in Folge. Kurz darauf aber musste Manuel Neuer nach einem Naldo-Freistoß (13.) den Ball aus dem Netz holen, der Endstand war früh fixiert.

„Das erste Tor machen wir super, aber wir haben zu viele Chancen zugelassen und standen oft zu weit auseinander in den einzelnen Reihen“, merkte der Welttorhüter an. „Dinge, die uns immer ausgezeichnet haben wie ein schnelles und sicheres Passspiel, die klappen derzeit nicht, wie wir uns das vorstellen.“ So kamen die Bayern kurz vor Schluss zwar noch zu Gelegenheiten, etwa als Javi Martínez (86.) das Leder knapp am Tor vorbeigeschossen hatte, die späte Wende wie in Freiburg wollte diesmal aber nicht gelingen. „Man kann nicht immer so viel Glück haben“, wusste Neuer.

„Es kann bei jedem Spiel eng werden“

Auf das nötige Quäntchen Glück wollen sich die Bayern ohnehin nicht verlassen müssen. „Aktuell ist überhaupt nichts passiert“, so Lahm, „aber die Mannschaft muss sich bewusst sein, dass man so, wie wir die letzten dreimal agiert haben, es in den nächsten Wochen nicht gehen kann.“ Die nächsten drei Gegner heißen Wolfsburg, Ingolstadt und Arsenal, und „es kann bei jedem Spiel eng werden, egal, welchen Gegner man nimmt“, ist der Kapitän sicher. Lahm bleibt aber optimistisch: „Wir hatten in der Hinrunde auch eine Phase, in der es nicht so gut lief, und da sind wir auch rausgekommen.“ Dafür müsse man auch diesmal „hart arbeiten“, wie Neuer meinte.

Ihre Qualitäten wollen die Münchner bereits am kommenden Dienstagabend (20:45 Uhr) wieder auf den Platz bringen, wenn das Achtelfinale im DFB-Pokal auf dem Programm steht. Vielleicht knüpfen die Bayern ja an das Bundesliga-Spiel vom 10. Dezember an, wo sie gegen den VfL Wolfsburg mit 5:0 die Oberhand behalten hatten. Lewandowski traf damals doppelt, gerade 57 Tage ist das her. Ob der Pole auch diesmal wieder trifft, ist ihm indes nicht ganz so wichtig, solange der Rekordpokalsieger das Spiel gewinnt. Entscheidend für Lewandowski ist: „Wir wollen in die nächste Runde!“

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