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18. Generalversammlung

ECA-Mitglieder diskutieren über die Zukunft der europäischen Klubwettbewerbe

Vertreter von 155 Mitgliedsvereinen nahmen an der 18. Generalversammlung der European Club Association (ECA) in Athen teil.

UEFA-Klubwettbewerbe

Die Generalversammlung bot die Gelegenheit, um die im Herbst 2016 verabschiedete Reform der UEFA-Klubwettbewerbe für den Zyklus 2018 bis 2021 zu bewerten und zu reflektieren sowie die Gespräche und Koordinierungsprozesse für den nachfolgenden Zyklus 2021-24 aufzunehmen.

Giorgio Marchetti, stellvertretender Generalsekretär der UEFA, nutzte die Gelegenheit, um eine präzise, faktenbasierte Analyse des sportlichen und wirtschaftlichen Wertes des neuen Wettbewerbsformats für 2018-21 zu präsentieren. Er hob dabei hervor, dass beide Klubwettbewerbe, die UEFA Champions League und die Europa League, auch weiterhin für Vereine aller Verbände offen bleiben werden, was einen wesentlichen Bestandteil für die Einigkeit im europäischen Vereinsfußball darstellt.

Ziel des neuen Formates ist es, die Notwendigkeit für einen gesteigerten sportlichen Wert zu schaffen, um die Interessen des Wettbewerbs gleichermaßen für Fans und Medien aufrecht zu erhalten. Giorgio Marchetti unterstrich dabei, dass die Champions League ihren Status als bester Klubwettbewerb der Welt beibehalten muss. Zugleich benötige der gesamte europäische Vereinsfußball Einigkeit, Stabilität und Solidarität. Zu guter Letzt wurde herausgestellt, dass solidarische Zahlungen von der Spitze bis zur Basis niemals größer waren als durch die neue Reform: Seit dem Zyklus 2012-15 sind die ausgeschütteten Preisgelder in der Europa League um 264 Prozent angewachsen, die Solidaritäts-Zahlungen für die teilnehmenden Klubs in den Qualifikationsrunden sind um 224 Prozent gestiegen.

Bezug nehmend auf den Zyklus 2021-24 hat der Abstimmungsprozess zwischen allen beteiligten Klubs begonnen. Die anwesenden ECA-Mitglieder hatten dabei in Breakout Sessions die Gelegenheit zur offenen Diskussion und zum Meinungsaustauch. Die Gespräche werden in den kommenden Monaten von allen Beteiligten fortgesetzt.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der ECA, sagte zu den beiden Punkten:

„Die Reform der UEFA-Klubwettbewerbe ist ohne Zweifel eine sehr gute Nachricht für alle Vereine in Europa. Jeder im europäischen Klubfußball, und das sage ich mit voller Überzeugung, wird von dieser Reform profitieren. Es ist eine faire, qualitative und seriöse Entscheidung die für unsere Solidarität im europäischen Klubfußball steht. Die Reform wird die Champions League noch emotionaler und stärker machen als bisher. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch für die Periode von 2021 bis 2024 eine gute Lösung finden werden, die unsere Einigkeit weiter untermauert.“

FIFA-Stakeholder-Kommission

Die ECA-Mitglieder waren erfreut, Zvonimir Boban, stellvertretender FIFA-Generalsekretär, als Teilnehmer der Generalversammlung zu begrüßen. Boban informierte die anwesenden Mitglieder über die kürzlich zum ersten Mal abgehaltene Sitzung der neu eingeführten FIFA-Stakeholder-Kommission. Er unterstrich die Wichtigkeit der Nähe zwischen der FIFA und der Interessensgemeinschaft des Fußballs für einen direkten und offenen Austausch aller Angelegenheiten das professionelle Spiel betreffend.

Zvonimir Boban sagte:

„Ich war sehr froh darüber, heute vor den ECA-Mitgliedern zu sprechen. Es ist für die FIFA unerlässlich, direkt und offen mit den sich immer weiterentwickelnden Klubs zusammenzuarbeiten. Die Vereine sind die Key-Player im professionellen Spiel und müssen gehört werden. Dem tragen wir durch die neue FIFA-Stakeholder-Kommission Rechnung. Sie bietet die großartige Plattform, Ideen und Gedanken auszutauschen, um den Fußball im Ganzen und die Entscheidungen der FIFA zu verbessern.“

Auf ihrer ersten Versammlung der FIFA-Stakeholder-Kommission, in der auch einige ECA-Mitglieder vertreten sind, wurde über die Zukunft des internationalen Spielkalenders gesprochen. Es wurde von allen Vertretern der Interessensgemeinschaft verstanden, dass es an der Zeit ist, den derzeitigen Status Quo zu überprüfen und anzupassen mit dem Ziel, einen harmonischeren und ausgeglichenen internationalen Spielkalender zu entwerfen, der letzten Endes die Belastung für die Spieler verringert.

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