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Confed Cup

Kimmich gegen Vidal – Duell um den Gruppensieg

Vor einem Jahr reiste Joshua Kimmich als Ergänzungsspieler zur Europameisterschaft, jetzt ist er in einem jungen deutschen Team eine Führungskraft beim Confederations Cup in Russland. „Joshua ist für mich eines der allergrößten Talente, dass ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe“, schwärmte Joachim Löw vom 22-Jährigen, der in allen 15 Länderspielen seit seinem EM-Debüt von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz stand - als einziger Nationalspieler. Kimmich besitze „diesen Biss und diesen Hunger, in jedem Training an die Leistungsgrenze zu gehen. Das ist schon außergewöhnlich“, betonte der Bundestrainer, „dem Jo traue ich wirklich eine Riesenkarriere zu.“

Zunächst einmal soll Kimmich der deutschen Nationalmannschaft aber am Donnerstag (20 Uhr) in der Kraftprobe gegen Chile helfen, den nächsten Schritt zum Gruppensieg zu machen. „Da dürfen wir uns nicht so viele Fehler erlauben und müssen noch mehr investieren. Vorne müssen wir effizienter werden“, mahnte der Hochgelobte vor dem Topspiel der Gruppe B in Kasan.

Aus dem 3:2-Erfolg gegen Australien zum Turnierstart hat das DFB-Team viel Selbstbewusstsein geschöpft, aber auch einige Hinweise, woran sie noch arbeiten müssen. „Chile wird ein Spiel auf einem anderen Level“, betonte Löw, „da müssen wir schon schauen, dass wir die Stabilität über 90 Minuten halten können - und nicht nur über 60.“

Vidal stolz und hungrig

Der Bundestrainer, der am Donnerstag als erster DFB-Chefcoach seinen 100. Länderspielsieg feiern könnte, lobte Chile als „eine der weltbesten Mannschaften. Sie haben eine unheimliche Wucht nach vorne. Die Spieler wechseln ständig ihre Positionen. Es ist absolut klasse, wie Chile spielt.“

Angeführt wird La Roja von einem, den Kimmich ganz besonders gut kennt: seinen Teamkollegen beim FC Bayern, Arturo Vidal. Zum Auftakt führte der Krieger sein Team zu einem 2:0-Sieg gegen Kamerun. Das 1:0 erzielte er höchstpersönlich und ist nun der torgefährlichste Mittelfeldspieler in der Geschichte der chilenischen Nationalmannschaft (23 Treffer in 91 Spielen).

„Ich habe jetzt 91 Spiele in diesem Trikot gespielt. Ich bin stolz, dieses Hemd zu tragen“, sagte Vidal, „es ist das Schönste, was der Fußball mir in meiner Karriere gegeben hat.“ Und natürlich will Vidal mit dem amtierenden Südamerikameister in Russland nach dem Titel greifen. „Unser Traum ist, den Pokal zu gewinnen. Wir wollen zeigen, dass es kein Zufall ist, dass wir zweimal die Copa America gewonnen haben“, betonte er. Für den ersten Sieg Chiles gegen Deutschland seit fast 50 Jahren (Dezember 1968) wird er wieder alles geben.

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