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WM-Qualifikation

Coman fast durch, Robben muss bangen

Freude bei Kingsley Coman, Katerstimmung hingegen bei Arjen Robben. Während Coman und Vize-Europameister Frankreich die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland fast sicher haben, müssen Robben und die niederländische Nationalelf weiter bangen. Im direkten Duell der beiden Bayern-Profis kassierte die Elftal am Donnerstagabend in Paris eine deutliche 0:4 (0:1)-Pleite und liegt mit 10 Punkten in der Gruppe A nur auf Rang vier hinter Frankreich (16), Schweden (13) und Bulgarien (12).

Antoine Griezmann (14.) sorgte für die Führung der überlegenen Equipe Tricolore, die nach der Gelb-Roten Karte gegen Kevin Strootman (62.) eine halbe Stunde lang in Überzahl agierte. Thomas Lemar (73./88.) und Kylian Mbappé (90.+1) erhöhten für die Gastgeber, bei denen Coman einer der Aktivposten war und in der Schlussphase ausgewechselt wurde. Corentin Tolisso hingegen gehörte nicht zum Kader. Robben führte die Niederlande als Kapitän an und hatte kurz vor dem Ende Pech mit einem Lattentreffer.

Der WM-Dritte von 2014 muss nun die verbleibenden drei Partien allesamt gewinnen, um die kleine Chance auf den zweiten Tabellenplatz zu wahren, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Bereits am Sonntag empfängt Oranje den Tabellennachbarn Bulgarien zum möglicherweise vorentscheidenden Duell, Frankreich empfängt Schlusslicht Luxemburg und könnte mit einem Sieg vorzeitig das WM-Ticket lösen.

Eigentor von Vidal, Kolumbien nur Remis

Bitter verlief der Abend auch für Arturo Vidal und Chile. Vor eigenem Publikum musste sich der Copa America-Gewinner Paraguay überraschend klar mit 0:3 (0:1) geschlagen geben und erlitt damit einen herben Rückschlag im Kampf um die WM-Teilnahme. Ein Eigentor von Vidal (25.) leitete die Heimniederlage ein, Victor Caceres (55.) und Richard Ortiz (90.+1) besorgten in der zweiten Halbzeit den Endstand. Ohne den rekonvaleszenten James Rodríguez kam Kolumbien in der Südamerika-Qualifikation nicht über ein torloses Remis beim abgeschlagenen Tabellenletzten Venezuela hinaus.

Damit spitzt sich der Kampf um die ersten vier Plätze weiter zu. Souveräner Spitzenreiter bleibt Rekordweltmeister Brasilien (36 Punkte). Mit Kolumbien (25), Uruguay (24), Chile, Argentinien (je 23), Peru, Paraguay (je 21) und Ecuador (20) haben aber noch sieben Teams Chancen auf die direkte Qualifikation. Die ersten Vier qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Russland, der Fünftplatzierte muss in die Playoffs gegen den Ozeanien-Vertreter.

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