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Im Portrait

PSG - mehr als Mbappé, Cavani und Neymar

Im zweiten Gruppenspiel der neuen Champions-League-Saison tritt der FC Bayern am Mittwochabend bei Paris Saint-Germain an. Sechs Mal standen sich die beiden Teams zuvor schon gegenüber, allesamt in der Königsklasse. Das letzte Duell gab es in der Gruppenphase der Saison 2000/01. Auf dem Weg zum späteren Titelgewinn unterlag der FCB in Paris mit 0:1 und gewann das Rückspiel in München mit 2:0. fcbayern.com stellt den nächsten Gegner der Münchner vor.

Historie:
Im August 1970 ging der Verein aus dem bereits im Jahr 1904 gegründeten Klub Stade saint-germanois aus dem Pariser Vorort Saint-Germain-en-Laye hervor und schaffte gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die erste Liga. Nur ein Jahr später erfolgte jedoch der Zwangsabstieg in die dritte Liga, da PSG gegen Auflagen des französischen Fußballverbandes FFF verstoßen hatte. 1973 gelang der direkte Wiederaufstieg in die Division 2, ein Jahr später war PSG wieder erstklassig und gehört seither ununterbrochen der Ligue 1 an.

Die ersten Titelgewinne gelangen PSG in den frühen 80er Jahren. 1982 und 1983 holten die Hauptstädter jeweils den französischen Pokal, 1985/86 folgte die erste Meisterschaft. In den 90er Jahren gewann PSG weitere drei Pokaltitel, eine Meisterschaft (1994) und als bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte den Europapokal der Pokalsieger 1996. Mit dem Gewinn des UI-Cups 2001 gelang der bislang letzte internationale Erfolg.

Auch national stagnierte Paris nach der Jahrtausendwende. Zwar gelangen 2004, 2006 und 2010 noch weitere Pokalsiege, in der Meisterschaft hatte PSG aber lange das Nachsehen und entging 2008 sogar nur knapp dem Abstieg. Nach der Übernahme des Vereins durch die katarische Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI) im Jahr 2011 ging es jedoch steil bergauf: 2011/12 wurde PSG zunächst Vizemeister, ehe im darauffolgenden Jahr unter Carlo Ancelotti der dritte Meistertitel gewonnen wurde. Es folgten drei weitere Meisterschaften in Folge, und auch der Coupe de France ging zwischen 2015 und 2017 drei Mai hintereinander an PSG.

CL-Bilanz:
In der ewigen Tabelle der Königsklasse rangiert Paris Saint-Germain mit 150 Punkten aus 83 Spielen auf Platz 14 (ohne Landesmeister-Pokal). Insgesamt tritt PSG in dieser Saison zum zehnten Mal in der Champions League an und möchte nach den großen Investitionen der vergangenen Transferperiode nun endlich den großen Coup landen. Der bislang größte Erfolg datiert aus der Saison 1994/95, als Paris im Halbfinale am AC Mailand scheiterte. In den letzten fünf Spielzeiten kamen die Franzosen nie über das Viertelfinale hinaus. Denkwürdig war das Achtelfinal-Aus im Vorjahr gegen den FC Barcelona: Nach einer 4:0-Führung aus dem Hinspiel verlor PSG das Rückspiel bei den Katalanen mit 1:6.

Stadion:
Seine Heimspiele trägt PSG im Prinzenparkstadion aus, das bis 1998 auch die Heimstätte der Équipe Tricolore war. Die Arena fasst 49.000 Zuschauer, bei internationalen Begegnungen liegt die Kapazität bei knapp über 46.000 Zuschauern. Und im heimischen Parc des Princes ist PSG eine Macht, verlor nur eines der letzten 43 Europapokal-Heimspiele und erzielte in 25 der letzten 26 CL-Partien immer mindestens einen Treffer.

Trainer:
Trainiert wird Paris Saint-Germain seit der vergangenen Saison von Unai Emery. Der Spanier löste Erfolgscoach Laurent Blanc ab, unter dem PSG in drei Jahren drei Meisterschaften und zwei Pokalsiege feierte. Aber auch Emery weiß, wie man Titel gewinnt: Mit dem FC Sevilla triumphierte der 45-Jährige drei Mal in Folge in der Europa League (2014-2016). In seiner ersten Saison in Paris wurde Emery zwar ebenfalls Pokalsieger, in der Ligue 1 musste sich PSG aber mit der Vize-Meisterschaft hinter dem AS Monaco begnügen. Das soll sich in der laufenden Saison wieder ändern.

Schlüsselspieler:
Der Kader von PSG ist gespickt mit internationalen Top-Stars, allen voran der 222-Millionen-Euro-Neuzugang Neymar Jr. und der nicht minder kostspielige Jungstar Kylian Mbappé, der vom AS Monaco an die Seine kam. Ob Torjäger Edinson Cavani, Selecao-Kapitän Thiago Silva, dessen Landsleute Dani Alves und Lucas, die Argentinier Angel die Maria und Javier Pastore, die Italiener Thiago Motta und Marco Verrati oder die deutschen Nationalspieler Kevin Trapp und Julian Draxler – die Namen im Aufgebot der Franzosen, die bevorzugt im 4-3-3-System auflaufen, können sich sehen lassen.

Aktuelle sportliche Situation:
Nachdem PSG in der Vorsaison nur die Vize-Meisterschaft hinter Monaco blieb, startete das Team furios in die neue Saison. Zum Auftakt gelangen sechs Siege in Folge mit 21:3 Toren, am letzten Wochenende gab es mit dem 0:0 in Montpellier den ersten kleinen Dämpfer. Dennoch führt Paris die Tabelle der Ligue 1 mit einem Punkt vor Monaco an, alles andere als der Titelgewinn in Frankreich wäre in dieser Saison wohl eine Enttäuschung. Und auch in der Champions League startete PSG mit einem beeindruckenden 5:0 bei Celtic Glasgow – mit vier Treffern von „MCN“, wie das neue Sturmtrio der Franzosen genannt wird.

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