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Friedl feiert Gänsehaut-Debüt

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Die meisten Bayern werden den 2:1-Sieg gegen RSC Anderlecht schnell abhaken, Marco Friedl sicher nicht. Denn für den Österreicher war es nicht nur das erste Champions-League-Spiel seiner Karriere, es war sein erstes Pflichtspiel als Profi überhaupt. „Es war wunderschön, mit der Mannschaft rauszugehen und die Hymne zu hören", strahlte der 19-Jährige hinterher und verriet, dass er sich sein Trikot als Erinnerungsstück eingepackt hat. „Das werde ich im Leben nie vergessen."

„Bei der Hymne hatte ich Gänsehaut", fuhr der Außenverteidiger fort. Da David Alaba sowie Rafinha angeschlagen ausfielen und Juan Bernat nach seinem langen Ausfall noch dosiert eingesetzt wird, ergab sich die Chance für Friedl. Dennoch kam die Nominierung für ihn überraschend.

Lob von allen Seiten

Nach dem Abschlusstraining fragte ihn Heynckes, ob er sich einen Einsatz zutrauen würde. „Auf jeden Fall", so die selbstbewusste Antwort des Youngsters. In der Nacht träumte der U21-Nationalspieler dann schon von der Königsklasse, die am nächsten Tag Realität wurde. Und Friedl machte seine Sache gut, obwohl er im Vorfeld laut eigener Aussage schon große Nervosität verspürt hatte.

„Ich habe die ganze Zeit an das Spiel gedacht", erklärte er. Von seinen Kollegen bekam er für sein Debüt aber viel Lob. „Ich finde, dass er ein gutes Spiel gemacht hat, er war in den Zweikämpfen hart drin, er hat viele Zweikämpfe gewonnen", meinte Sebastian Rudy. „Er war aggressiv und auch defensiv sehr stark. Das hat mir gut gefallen", stimmte Robert Lewandowski zu.

Friedl selbst hatte ebenfalls wenig zu bemängeln. „Ich bin im Großen und Ganzen mit meiner Leistung zufrieden. Die Verantwortlichen haben mir auch gesagt, dass meine Leistung gut war und sie zufrieden mit mir sind". So konnte der Linksfuß seine Profi-Karriere mit einem Sieg starten und Lewandowski ist sich sicher, es wird nicht der letzte Auftritt gewesen sein: „Er ist bereit, um bei Bayern um einen Platz zu kämpfen."


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