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Am 27. Januar

!Nie wieder - 14. Erinnerungstag im deutschen Fußball

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„!Nie wieder“ – unter diesem Motto steht der Erinnerungstag im deutschen Fußball, der alljährlich rund um den 27. Januar, den Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau 1945, begangen wird. Der deutsche Fußball nimmt sich diesen Tag zum Anlass, um der Gräueltaten der Nationalsozialsten zu gedenken.

Auch jüdische Mitglieder in Fußballvereinen wurden damals verfolgt, diskriminiert und ermordet. So forderten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Süddeutsche Fußballverband die Vereine auf, ihre kommunistischen und jüdischen Mitglieder auszuschließen. Stellvertretend für jene Verfolgten stehen Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern von 1913 bis 1914, von 1919 bis 1933 sowie von 1947 bis 1951, und der vielfache deutsche Nationalspieler Julius Hirsch, der für den Karlsruher FV und die SpVgg Fürth spielte und 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Sie legten die Mitgliedschaft in ihren Klubs von sich aus nieder, um dem Ausschluss zuvorzukommen. Viele taten es ihnen gleich und wollten so unter anderem auch ihren Klub schützen.

Nach der nationalsozialistischen Diktatur arbeitete der deutsche Fußball seine Vergangenheit Schritt für Schritt auf und wandte sich den Opfern, ihren Familien und Hinterbliebenen zu. Dazu wurden zahlreiche Veranstaltungen und Projekte ins Leben gerufen. In von DFB und DFL unterstützten Fanprojekten öffnen sich zudem bundesweit Jugendliche und Verantwortliche für die Geschichte des deutschen Fußballs zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie sprechen mit Zeitzeugen, besuchen Gedenkstätten und nehmen teil, wenn ihr Klub sogenannte Stolpersteine zur Erinnerung an die Verfolgung der Juden verlegt. Der Julius Hirsch Preis ehrt alljährlich ihr Engagement, das auch aufmerksamkeitsstarke Choreografien in den Stadien umfasst.

Der gesamte deutsche Fußball setzt sich gegen das Vergessen ein, damit Menschen in Deutschland „!Nie wieder“ wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden.

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