Bayern haken Remis schnell ab

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Die Allianz Arena ist sein liebstes Jagdrevier, das hat Robert Lewandowski in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt. In den ersten elf Bundesliga-Heimspielen dieser Spielzeit konnte sich der Pole jeweils mindestens einmal in die Torschützenliste eintragen und egalisierte damit einen uralten Rekord von Jupp Heynckes, dem selbiges 1972/73 für Borussia Mönchengladbach gelang.

Am Samstag gegen Hertha BSC hätte der zwölfte Streich und somit der alleinige Rekord folgen sollen. Es war das 250. Bundesligaspiel des Angreifers und schien somit wie gemalt für eine neue Bestleistung. Doch Lewandowski blieb beim 0:0 ebenso wie seinen Teamkollegen das Abschlussglück verwehrt.

Starke Berliner Defensive

Die Bayern versuchten wirklich alles, um Lücken in der gut verteidigenden Berliner Hintermannschaft zu finden. Und es ging gut los, als Lewandowski bereits in der 5. Minute am langen Pfosten zum Kopfball kam, der stark aufgelegte Rune Jarstein im Tor der Hertha jedoch parieren konnte. Der Schlussmann gab in der Folge immer wieder den Spielverderber.

Denn der Toptorjäger ließ nicht locker. Er ackerte viel und feuerte die Kugel insgesamt zehn Mal auf den Kasten der Berliner. Der 29-Jährige gab mit Abstand die meisten Torschüsse der Partie ab und gehörte zu den aktivsten Münchnern. „Er hat heute sehr engagiert gespielt, sehr laufstark. Er hat sich einige Chancen erarbeitet", lobte ihn Jupp Heynckes. „Es ist sehr schade, dass er nicht getroffen hat. Ich hätte dem Lewy das gegönnt", so der Trainer weiter, der trotz des torlosen Remis nicht unzufrieden war mit seiner Elf.

„Das ist Ok"

„Meine Mannschaft hat heute trotz des torlosen Unentschiedens eine gute Einstellung zum Spiel gefunden. Wir waren sehr engagiert und hatten vor allem in der ersten Halbzeit hochkarätige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Wir können mit dem Punkt leben, ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben viele Chancen vergeben, das ist ungewöhnlich, aber solche Tage gibt es", fasste der 72-Jährige die Partie zusammen.

Die beste Chance neben Lewandowski hatte wohl Franck Ribéry, als er nach einem tollen Angriff der Bayern und gutem Zuspiel von Arjen Robben alleine vor dem Torhüter im Strafraum auftauchte, dann aber verzog (36.). „Der Ball wollte heute nicht rein. Das ist ok", gab Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Meinung aller Bayern wieder.

„Das 0:0 nehmen wir alle hin, das ist in Ordnung so. Wir können das so akzeptieren", lautete das Resümee von Mats Hummels. Trotz des Punktverlustes wird der Vorsprung an der Tabellenspitze nach dem Wochenende weiter mindestens 17 Zähler betragen und auch Lewandowski wird sich nicht zu lange ärgern. „Ich glaube nicht, dass wir ihn aufbauen müssen", meinte Niklas Süle, „er wird in den nächsten Wochen noch mehr brennen, Tore zu machen. Das tut uns als Team auch gut." Die nächste Chance hat der Angreifer dann kommenden Sonntag in Freiburg. In fremden Gefilden kann es der Torjäger nämlich auch.


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