präsentiert von
Menü
Leverkusen vor dem Pokal-Duell

„Wir werden Bayern einen großen Kampf bieten“

Increase font size Schriftgröße

Letztes Wochenende 4:1 gegen Frankfurt, zuvor 4:1 gegen Leipzig – und jetzt die Bayern! Rechtzeitig zum DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern präsentiert sich Bayer 04 Leverkusen in Topform und will vor eigenem Publikum dem bereits feststehenden Deutschen Meister ein Bein stellen. „Die Bayern sind sicher gewarnt. Wir strahlen im Moment großes Selbstvertrauen aus“, meinte Torwart Bernd Leno vor dem Duell am Dienstag (20:45 Uhr, live im Ticker und im Webradio).

In der Bundesliga mussten sich die Rheinländer diese Saison gegen den FCB zweimal mit 1:3 geschlagen geben. „Aber wir haben auch zweimal beachtliche Leistungen geboten“, betonte Julian Brandt, „ich komme ja aus Bremen, und da sagt man: Dreimal ist Bremer Glück.“ Trainer Heiko Herrlich fügt hinzu, dass sich seine Mannschaft weiterentwickelt habe: „Wir sind einen kleinen Schritt weiter im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen. Außerdem ist das ein anderer Wettbewerb, aber es muss natürlich alles passen, um ins Finale einzuziehen.“

Für die Leverkusener genießt der DFB-Pokal eine besondere Wertschätzung. Vor 25 Jahren (1993) holten sie dort ihre letzte Trophäe, seitdem stand Bayer noch zweimal im Finale von Berlin – und genau dort will die Werkself wieder hin. Sportlich gesehen gehe es am Dienstagabend „um Leben und Sterben“, formulierte es Herrlich, „und wir würden gerne noch ein paar Wochen weiterleben und zum Endspiel fahren.“

„Wünsche Jupp alles Gute, aber...“

Für dieses Ziel kann der Leverkusener Chefcoach wahrscheinlich auch auf Innenverteidiger Jonathan Tah zurückgreifen. „Ich habe die Hoffnung, dass er zur Verfügung stehen kann“, sagte Herrlich. Tah hatte am Samstag wegen muskulärer Probleme kurzfristig auf einen Einsatz gegen Frankfurt verzichten müssen. Bayer fehlen somit wohl nur die Langzeitverletzten Joel Pohjanpalo und Wendell.

„Wir werden Bayern einen großen Kampf bieten“, kündigte Bayer-Sportchef Rudi Völler an. Rücksicht auf die Verbundenheit mit Jupp Heynckes, der von 2009 bis 2011 zwei erfolgreiche Jahre in Leverkusen hatte, werde man nicht nehmen, schmunzelte Herrlich: „Ich wünsche Jupp Heynckes alles Gute, aber wir werden keine Rücksicht nehmen. Wenn der FC Bayern Meisterschaft und Champions League gewinnt, dann ist es ja auch okay.“

Weitere Inhalte