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Da schau her

Paul Breitner und der „Pott“

Mein Baby! Mein Pokal! In der Kabine des Frankfurter Waldstadions geht Paul Breitner am 1. Mai 1982 auf Kuschelkurs mit dem Pott. Liebevoll herzt er den DFB-Pokal, der nach elf Jahren endlich wieder in den Armen des FC Bayern liegt. Als Kapitän wurde Breitner die goldene Trophäe zuvor überreicht, nachdem sich die Münchner im Endspiel gegen den 1. FC Nürnberg nach 0:2-Pausenrückstand noch mit 4:2 durchgesetzt hatten.

Breitner steuerte den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 – ein Foulelfmeter – bei. Mann des Spiels war aber ein anderer: Dieter Hoeneß. Der Bayern-Stürmer erlitt bei einem Kopfballduell schon in der 15. Spielminute eine blutende Risswunde auf der Stirn, kämpfte sich mit Gleichgewichtsstörungen und blutgetränktem Turban in die Halbzeit, wurde dort genäht, spielte weiter mit blutigem Turban, bereitete per Kopf das 1:2 durch Karl-Heinz Rummenigge vor - und traf in der 89. Minute zum 4:2-Endstand. Ein Kopfball natürlich.

Die Vorlage zu diesem denkwürdigen Schlusspunkt einer denkwürdigen Partie kam von Paul Breitner. In der Kabine genießt der damals 30-Jährige still den Triumph. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Es ist der letzte Titel seiner großen Karriere.

In der Rubrik „Da schau her“ stellt fcbayern.com in regelmäßigen Abständen Fundstücke aus dem Fotoarchiv vor. Freuen Sie sich auf besondere Schnappschüsse.

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