Kimmich freut sich auf „kurzes Durchatmen“

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Nachdem Phillip Lahm seine Schuhe im Sommer 2017 an den Nagel hängte und damit die Stelle als Außenverteidiger frei wurde, wurde Joshua Kimmich schnell als Favorit für diesen Posten gehandelt. Und der Confed-Cup-Sieger übertraf in der soeben abgeschlossenen Spielzeit beinahe alle Erwartungen. Der 23-Jährige bearbeitete die rechte Außenbahn wie sein Vorgänger in seinen besten Zeiten und spielte sich so schnell in die Herzen der Fans.

In 47 von 53 Pflichtspielen stand Kimmich auf dem Rasen und überzeugte nicht nur mit starker Defensivarbeit. 15 Treffer bereitete der gebürtige Rottweiler wettbewerbsübergreifend vor -- in den fünf Europäischen Top-Ligen gelangen keinem Verteidiger mehr Assists. Der letzte, der ähnlich viele Tore auflegte, war Lahm (17 in 2012/13). Zählt man die sechs selbst erzielten Treffer noch dazu, kommt Kimmich in der vergangenen Spielzeit auf starke 21 Torbeteiligungen.

Auf dem Weg zum Führungsspieler

Darüber hinaus machte Kimmich auch Abseits des Platzes einen großen Schritt in seiner Entwicklung. Egal wie das Ergebnis lautete, der Defensivspezialist stellte sich den Fragen der Journalisten. So wurde Kimmich immer mehr zum Führungsspieler, was eine Szene im Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid verdeutlichte. Als die Bayern direkt nach Wiederanpfiff das 1:2 durch Karim Benzema hinnehmen mussten, war der deutsche Nationalspieler der erste, der seine Mitspieler wieder aufbaute und sie nach vorne trieb. Sein erstes Champions-League-Finale blieb ihm leider dennoch verwehrt.

Genauso wie sein zweiter Triumph im DFB-Pokal - und so verließ Kimmich das Berliner Olympiastadion am Samstagabend mit starrem Blick und großer Wut im Bauch. Die 1:2-Niederlage gegen Frankfurt war für ihn der unpassende Abschluss einer Saison, in der sich der 23-Jährige als nahezu unverzichtbares Element im Spiel des FC Bayern etabliert hatte und die ihre Krönung mit seinem dritten Meistertitel fand. Jetzt heißt es für ihn „kurz durchatmen und den Kopf frei bekommen", denn Kimmich hat auch in der neuen Saison wieder große Ziele.


Themen dieses Artikels

Diesen Artikel teilen