Ohne James: Kolumbien scheitert an England

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Das ist bitter! Ohne den angeschlagenen James Rodríguez ist die kolumbianische Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale an England gescheitert. Aufgrund von Wadenproblemen musste der 26-jährige Bayern-Profi von der Tribüne der ausverkauften Otkrytije-Arena in Moskau verfolgen, wie seine Auswahl den Three Lions mit 4:5 nach Elfmeterschießen unterlag. Zwar konnten die *Cafeteros*die Führung der Engländer durch einen Foulelfmeter von Harry Kane in der 57. Minute noch in der Nachspielzeit durch ein Kopfballtor von Yerry Mina ausgleichen (90.+3), nach einer torlosen Verlängerung hatten die Kolumbianer bei der Entscheidung vom Punkt aber nicht mehr das Glück auf ihrer Seite. James, bei dem nach dem dritten Vorrundenspiel gegen den Senegal vor sechs Tagen ein Bluterguss in der Wade festgestellt worden war, hatte seinen Tribünenplatz in den Spielpausen immer wieder verlassen, um seinen Mannschaftskollegen unten auf dem Platz mit Tipps zur Seite zu stehen -- letztlich ohne Erfolg.

Tolisso mit guten Einsatzchancen im Viertelfinale gegen Uruguay

Am kommenden Freitag spielt Frankreich im Viertelfinale gegen Uruguay (16 Uhr) - und Corentin Tolisso hat gute Chancen, bei der Équipe Tricolore in die Startelf zu rücken. Nach der Gelbsperre von Blaise Matuidi gilt der 23-Jährige als aussichtsreicher Kandidat für die Position im zentralen Mittelfeld. Der Bayern-Profi hatte im Auftaktspiel gegen Australien von Beginn an gespielt und wurde zuletzt im Achtelfinale beim 4:3 über Argentinien eingewechselt -- nun könnte sein zweiter Startelfeinsatz bei der WM folgen. Gerüstet für solch ein wichtiges Spiel fühlt sich der Mittelfeldspieler auch dank seines Wechsels zum deutschen Rekordmeister im vergangenen Jahr: „Was ich bei Bayern erlebe, dass man sich immer hinterfragen muss, hilft mir auch bei meiner internationalen Karriere", hatte Tolisso bereits im Mai in einem Interview erklärt, das die L'Équipe nun am Dienstag veröffentlichte. „Ich sage mir, dass ich einfach besser sein muss als die anderen, mich selbst übertreffe", so Tolisso weiter.


Neuer freut sich über Löw-Verbleib

Bayern-Kapitän Manuel Neuer hat den Verbleib von Jogi Löw als Bundestrainer begrüßt. „Ich freue mich, dass wir mit Jogi Löw unseren lange Zeit erfolgreichen Weg fortsetzen können. Und ich habe das Vertrauen, dass wir gemeinsam wieder zu unserer Stärke finden", erklärte der 32-Jährige auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes. Nach dem erstmaligen Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland war über den Rücktritt von Löw spekuliert worden, am Dienstagnachmittag gab der 58-Jährige jedoch bekannt, dass er seine Tätigkeit als Bundestrainer fortsetzen wird.