Neuer: „Das Schönste, was uns jetzt passieren kann“

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Die deutsche Nationalmannschaft will das erste Länderspiel nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft dazu nutzen, ihre im Sommer schwer enttäuschten Fans wieder zu begeistern. Die Partie am Donnerstag in der ausverkauften Münchner Allianz Arena gegen den neuen Weltmeister Frankreich sei „das Schönste, was uns jetzt passieren kann", sagte Kapitän Manuel Neuer vor dem Start in die neue Nations League. „Wir wollen es mit Spaß und Freude angehen und wieder guten und erfolgreichen Fußball spielen", versprach der Torhüter.

Neuers Mannschaftskollege Thomas Müller deutete nach den ersten Trainingseindrücken eine modifizierte Spielweise unter Bundestrainer Joachim Löw an. „Die Verteidigung des Tores wird wieder mehr eine Rolle spielen", sagte der Angreifer am Dienstag im DFB-Teamhotel. Ziel sei ein energiereicheres Spiel, „das für den Zuschauer wieder nach Powerfußball aussieht". Bundestrainer Löw kann nach jetzigem Stand auf alle 22 Akteure im Kader zurückgreifen.

Ein Wiedersehen wird es für Neuer, Müller und Co. mit ihrem Mitspieler Corentin Tolisso geben. „Es ist das erste Spiel für uns mit unserem zweiten Stern auf der Brust. Das wird ganz besonders sein. Auch für mich persönlich, weil es gegen viele meiner Mitspieler beim FC Bayern geht, weil es in meinem Stadion, der Allianz-Arena stattfindet. Ich werde es genießen", sagte Tolisso dem Fachmagazin kicker.

Tolisso freut sich auf „Heimspiel"

Der Mittelfeldspieler des deutschen Rekordmeisters erwartet eine extrem entschlossene deutsche Mannschaft. „Natürlich, Deutschland hat eine schlechte WM gespielt, aber natürlich hat das Team eine große Qualität und es brennt auf Wiedergutmachung. Und was gibt es Besseres, als das gegen den amtierenden Weltmeister zu tun?", so der 24-Jährige „Aber wir wollen uns als würdiger Weltmeister präsentieren und dieses Spiel gewinnen."

Die Franzosen müssen auf Torhüter und Kapitän Hugo Lloris verzichten, auch die etatmäßige Nummer zwei Steve Mandanda von Olympique Marseille fehlt wegen einer Verletzung im Kader. Alphonse Areola von Paris Saint-Germain wird damit am Donnerstag das Tor des Weltmeisters hüten, wie Trainer Didier Deschamps im Trainingszentrum in Clairefontaine ankündigte.

Drittes Team in der Deutschland-Gruppe sind die Niederlande. Der Gruppenerste kämpft im Juni 2019 bei einem Mini-Turnier mit vier Teams um den Nations-League-Titel. Der Letzte der Gruppe steigt in die zweite Division des neuen Wettbewerbs ab.