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Gegen das Vergessen

!Nie wieder - 15. Erinnerungstag im deutschen Fußball

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„!Nie wieder“ – unter diesem Motto steht der Erinnerungstag im deutschen Fußball, der auch in diesem Jahr rund um den 27. Januar, dem Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau 1945, begangen wird. Der deutsche Fußball nimmt sich diesen Tag zum Anlass, um der Gräueltaten der Nationalsozialsten zu gedenken und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Wie schon in den vergangenen Jahren wird sich der FC Bayern auch heuer wieder am „Erinnerungstag gegen das Verbrechen im Nationalsozialismus sowie gegen aktuellen Rassismus und jegliche Art der Diskriminierung im Deutschen Fußball“ beteiligen. So werden am Samstag in der Münchner Innenstadt an geschichtsträchtigen Orten zwischen 13 und 16 Uhr Erinnerungsinseln platziert, an denen Mitglieder der FC Bayern-Familie lebten und wirkten, bis es 1933 zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kam. Dadurch soll bei Fans und Passanten das Bewusstsein für das Gedenken geschärft werden.

Die Erinnerungsinseln stehen in der Maximilianstraße (Kammerspiele), Theatinerstraße 35, am Stiglmaierplatz (Löwenbräukeller) und in der Bayerstraße 27. Unter ihnen ist das ehemalige Hotel Stadt Wien sowie die Arbeitsstätte von FC Bayern-Ehrenpräsident Kurt Landauer. Am Sonntag werden die Erinnerungsinseln im Vorfeld des Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart von 13 bis 15 Uhr auf der Esplanade vor der Allianz Arena für alle Stadionbesucher zu sehen sein.

Der FC Bayern München unterstützt die Initiative „!Nie wieder“ seit 2013. Nach der Sonderausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden“, der Konzeption der Wanderausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“, der Gedenkveranstaltung rund um Walther Bensemann und der letztjährigen Lesung aus einem Briefwechsel zwischen Kurt Landauer und seiner späteren Frau Maria ist die diesjährige Aktion ein nächster wichtiger Mosaikstein der Erinnerungskultur.

Der gesamte deutsche Fußball setzt sich am 26. und 27. Januar gegen das Vergessen ein, damit Menschen in Deutschland „!Nie wieder“ wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden.