Mitglieder diskutierten mit Uli Hoeneß und Walter Mennekes

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Zum zweiten Mal in dieser Saison lud das Präsidium des FC Bayern München eV Mitglieder zum Gedankenaustausch in die Allianz Arena ein. Vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 konnten am Sonntag zehn Mitglieder samt Begleitungen in der Presenterbox 6 ihre Themen vorbringen, zwei Stunden lang wurde eifrig diskutiert. Neben Präsident Uli Hoeneß und dem 2. Vizepräsidenten Walter Mennekes nahmen auch Jochen Sauer (Leiter FC Bayern Campus), Stefan Mennerich (Direktor Medien, Digital und Kommunikation), Dr. Michael Gerlinger (Direktor Recht, Personal und Institutionelle Beziehungen) und Benjamin Folkmann (Clubsekretär FC Bayern München eV) an der Gesprächsrunde teil und standen dem Präsidium als Experten ihrer jeweiligen Fachbereiche zur Seite.

Die Themenauswahl reichte vom Musikprogramm bei Heimspielen in der Allianz Arena über digitale Kommunikation mit Mitgliedern und Fans, die mediale Außenwirkung von Spielern und Klub bis zum bevorstehenden Generationenwechsel beim FC Bayern und dem Schwarzmarkt-Handel von Eintrittskarten auf Online-Plattformen. Gerade das Thema „Schwarzmarkt" sorgte für Staunen bei den Teilnehmern der Gesprächsrunde, als Dr. Gerlinger beeindruckende Zahlen präsentierte. So verfolgte man im Jahr 2018 rund 20.700 Fälle bei eBay und nahm Vertragsstrafen in Höhe von 65.700 Euro ein -- was komplett als Spende an den FC Bayern Hilfe eV übergeben werden konnte.

Auch Campus-Leiter Jochen Sauer gewährte spannende Einblicke in die tägliche Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern an der Ingolstädter Straße. Rund 220 Spieler sind derzeit in zehn Teams von der U9 bis zur U19 im Münchner Norden aktiv, 38 Talente wohnen in der Akademie des FC Bayern, davon stammen neun aus dem Ausland. 120 Spieler wohnen im Großraum München, 60 Spieler aus dem Freistaat Bayern werden täglich mit Shuttlebussen zum FC Bayern Campus und wieder nach Hause gebracht. „Wir haben uns ein Limit von einer maximalen Fahrzeit von 70 bis 80 Minuten einfache Strecke gesetzt", erklärte Sauer die Shuttle-Touren. „Alles, was weiter von München entfernt liegt, ist für die Jungs nicht zumutbar. Dann holen wir sie lieber ganz in unsere Akademie."

Emotional wurde es schließlich noch beim Thema „Fan-Nachwuchs". Mitglied Peter Hesz aus München bedauerte, dass es heute für Jugendmannschaften nicht mehr möglich sei, gemeinsam zu Heimspielen des FC Bayern zu gehen, wie es noch zu Olympiastadion-Zeiten problemlos möglich war. „Wir haben früher im Olympiastadion zu jedem Spiel 1.500 Karten an Jugendmannschaften verschenkt, das ist heute so nicht mehr möglich", erklärte Hoeneß. Dennoch will sich der Präsident dafür einsetzen, dass Jugendliche in Zukunft wieder einfacher an Karten kommen. „Der FC Bayern soll familiär bleiben, der Nachwuchs ist uns daher ganz wichtig."

Eine ausführliche Zusammenfassung mit allen Themen des Präsidiumsgesprächs lesen Sie in der Mai-Ausgabe des Mitgliedermagazins „51".


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