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Im Portrait

Das ist Bayerns Gruppengegner Roter Stern Belgrad

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Endlich geht sie wieder los, die Champions League! Der FC Bayern empfängt im ersten Königsklassen-Spiel der neuen Saison am Mittwochabend den serbischen Meister Roter Stern Belgrad. Fünf Mal standen sich die beiden Teams bereits gegenüber und die Bilanz in diesen Duellen könnte mit je zwei Siegen und einem Unentschieden nicht ausgeglichener sein. Das letzte Aufeinandertreffen fand 2007 am ersten Spieltag des damaligen UEFA Cups, dem Vorgänger der heutigen Europa League, statt. Die Partie in Belgrad (in der Gruppenphase des UEFA Cup gab es gegen jeden Gegner nur ein Spiel) entschieden die Münchner mit 3:2 (1:1) für sich. Doppelter Torschütze damals war der heutige Bayern-U17-Trainer und Weltmeister Miroslav Klose. fcbayern.com stellt den nächsten Gegner der Münchner vor.

Historie

Rekordmeister, Rekordpokalsieger, Europapokalsieger – Roter Stern Belgrad hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1945 sowohl national als auch international zum erfolgreichsten serbischen Klub entwickelt. Seit 1946 spielt der Fudbalski klub Crvena zvezda, wie der Verein offiziell in der Landesprache heißt, stets in der höchsten Spielklasse und ist mit 30 Meistertiteln und 24 Pokalsiegen die unangefochtene Nummer eins vor dem großen Rivalen Partizan Belgrad (27/16). Der bislang größte Erfolg war der Gewinn des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1991. Auf dem Weg zum Titel trafen die Osteuropäer im Halbfinale auf den FC Bayern. Nach dem 2:1-Hinspielsieg in München zog Belgrad durch ein 2:2-Unentschieden im Rückspiel ins Endspiel ein. Aufgrund der politischen Historie spielten die Belgrader zwischen 1945 und 1991 in der ersten jugoslawischen Liga und anschließend bis zur Saison 2006/07 und der Auflösung des Staatenbundes Serbien und Montenegro in der ersten Liga der BR Jugoslawien. Seit 2007 tritt Roter Stern nun in der Super liga, der ersten Liga Serbiens, an.

Champions-League-Bilanz

Nachdem Belgrad im Europapokal der Landesmeister Stammgast war, qualifizierten sich die Osteuropäer in der vergangenen Saison erstmals für die Gruppenphase der Champions League. Trotz eines 2:0-Achtungserfolges im Heimspiel gegen den späteren Titelträger FC Liverpool und eines 0:0 vor eigenem Publikum gegen den SSC Neapel reichte es nur zum vierten Platz. In der ewigen Tabelle der Königsklasse rangiert Roter Stern Belgrad mit vier Zählern aus sechs Spielen auf Platz 126. Schließt man jedoch die Punkte aus dem Landesmeister-Pokal mit ein, finden sie sich auf Platz 26 wieder.

Stadion

Seine Heimspiele trägt Roter Stern im Stadion Rajko Mitić aus. Namengesber und Vereinslegende Mitić bestritt von 1945 bis 1958 insgesamt 572 Spiele (262 Tore) für den Klub und gilt bis heute als einer der größten Spieler und Trainer im jugoslawischen und serbischen Fußball. Mit 60.000 Plätzen ist das Stadion das größte Serbiens. Es wurde im Jahr 1964 fertiggestellt und hatte bis Anfang der 90er-Jahre eine Kapazität von über 100.000 Zuschauern. Wegen dieses enormen Fassungsvermögens trägt es in Anlehnung an den WM-Final-Spielort von 2014 in Rio de Janeiro den Beinamen Marakana.

Trainer

Seit Juli 2017 leitet der Serbe Vladan Milojević (49), der zuvor bei Panionios Athen in Griechenland unter Vertrag stand, die sportlichen Geschicke des Vereins. Milojević stellt sein Team bevorzugt in einer 4-2-3-1-Formation auf.

Schlüsselspieler

Insgesamt hat Roter Stern zehn A-Nationalspieler im Kader. International erfahrenster und bekanntester Spieler ist aber sicherlich Kapitän Marko Marin (30). Der 16-malige deutsche Nationalspieler trägt den roten Stern seit Sommer 2018 auf der Brust. In 40 Partien erzielte der ehemalige Bremer und Gladbacher acht Treffer (17 Assists). „Es ist schön, mal wieder in einem deutschen Stadion zu spielen, dann noch gegen Bayern. Ich freue mich auch auf meine ehmaligen Nationalmannschafts-Kollegen Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Thomas Müller“, freut sich Marin bereits auf seine Rückkehr in sein Heimatland.

Aktuelle sportliche Situation

Roter Stern, der serbische Meister der vergangenen beiden Jahre, verwies letzte Saison FK Radnički Niš und FK Partizan Belgrad mit zwölf bzw. 18 Punkten Vorsprung auf die Plätze zwei und drei. Aktuell findet sich Crvena zvezda nach sechs Siegen aus den ersten sechs Spielen mit einem Zähler Rückstand zur Tabellenspitze auf Platz drei wieder, hat jedoch zwei Partien weniger absolviert. Am vergangenen Wochenende wurde FK Inđija mit 2:1 besiegt, beide Treffer erzielte Toptorjäger Milan Pavkov. In der Qualifikation für die Champions League bezwangen die Serben in der ersten Runde Sūduva Marijampolė aus Litauen, in der zweiten Runde den finnischen Vertreter HJK Helsinki, in Runde drei den dänischen Meister FC Kopenhagen und in den Play-offs den amtierenden Meister aus der Schweiz BSC Young Boys. Mit dem Erfolg gegen die Eidgenossen sicherte sich Roter Stern Belgrad zum zweiten Mal in Folge die Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase.

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