„Profi-Fußball ist keine One-Man-Show“

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Für Hansi Flick steht am Mittwoch das erste Spiel als Trainer des FC Bayern an. In der Champions League empfängt der deutsche Rekordmeister Olympiakos Piräus zum vierten Spieltag der Vorrundengruppe B. Einen Tag zuvor stand der 54-Jährige den Fragen der Journalisten auf der Pressekonferenz an der Säbener Straße Rede und Antwort.

Hansi Flick über...

... seine neue Rolle als Trainer: „Am Sonntagabend ging alles sehr schnell. Ich saß mit meiner Frau beim Abendessen, als der Anruf von Hasan Salihamidžić kam. Danach bin ich an die Säbener Straße gefahren und mir wurde die Situation erklärt. Für mich war klar, dass ich für die Trainerposition zur Verfügung stehe -- auch aus Loyalität zum Verein."

... Niko und Robert Kovač: „Ich habe Niko und Robert in den vergangenen Monaten sehr zu schätzen gelernt. Deshalb war die Situation nicht so einfach. Niko ist immer ehrlich und geradeaus. Er hat sich heute stilvoll verabschiedet, dabei mussten viele schlucken."

... die Vorbereitung auf Piräus: „Unser Blick geht nach vorne, wir müssen uns auf das konzentrieren, was kommt. Ich freue mich auf das Spiel gegen Piräus. Die Mannschaft ist jetzt mit in der Verantwortung. Ich will am Mittwoch eine Mannschaft haben, die auch für Samstag schon eingespielt ist. Javi Martínez wird in der Innenverteidigung spielen. Und auch Thomas Müller wird spielen."

... seinen Co-Trainer Hermann Gerland: „Ich bin froh, dass Hermann direkt bereit war, einzuspringen. Er ist erfahren, kennt die Mannschaft und die Spieler schätzen seine Art."

... das erste Training: „Wir haben heute ein tolles Training gemacht, ich bin total angetan. Die Jungs waren sehr aktiv. Wir haben kurz aber knackig trainiert, auch im taktischen Bereich."

... mögliche Veränderungen: „Wir werden die ein oder andere Veränderung vornehmen. Die Gegentore, die wir bekommen haben, waren nicht Bayern-like. Mir ist es wichtig, dass die Mannschaft aktiv ist. Wir müssen nach vorne verteidigen und auch versuchen, den Ball so schnell wie möglich wieder zu erobern. Das sind die Punkte, die wir angehen wollen."

... seine Arbeit: „Es ist meine Aufgabe, mit allen zu sprechen. Sie darauf hinzuweisen, was in ihnen steckt und ihnen zu sagen, was ich von ihnen erwarte. Profi-Fußball ist aber keine One-Man-Show, wir haben viele Experten im Team, die man alle einbeziehen kann. Ich bin ein Teamplayer und habe einen guten Draht zu den Spielern. Ich will sie motivieren."

... Thomas Müller: „Ich schätze Thomas als Spieler und Mensch, ich kenne ihn schon etwas länger. Thomas ist für den Verein wichtig. Er hat hier alles gewonnen, was man gewinnen kann. Er ist eine wichtige Identifikationsfigur für Bayern München. Auf dem Platz ist er sehr intelligent, er kann mitreißen und führen."