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Erinnerungs- und Antidiskriminierungsarbeit

Zweite organisierte Gedenkstättenfahrt mit Bayern-Fans nach Auschwitz

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„Wir sehen die jüngsten Rassismus-Vorfälle mit Sorge. Der FC Bayern hat für Rassismus nur eines übrig – die rote Karte!“, sagte Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München eV am 15. November 2019 in der Münchner Olympiahalle.

Für den Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG gehört die klare Positionierung gegen jede Form des Rassismus und der Diskriminierung zu den zentralen Aufgaben der Fan-Arbeit des FC Bayern München und des gesamten deutschen Profi-Fußballs. Unter dem Motto „Nie Wieder“ erinnert die Fußball-Bundesliga jeweils um den 27. Januar herum – der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau jährt sich in wenigen Wochen zum 75. Mal – an die Opfer des Nationalsozialismus.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge beim Besuch des „Los Angeles Museum of the Holocaust“ im Juli 2019

Erst im Herbst vergangenen Jahres nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des sozialpädagogischen Fanprojekts München und der Direktion Fan- und Fanclubbetreuung des FC Bayern München an einer, von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisierten Fortbildung mit dem Titel „Historisch-politische Bildung in der Fanarbeit“ in Terezín teil, dem ehemaligen Ghetto Theresienstadt. „Nie Wieder“ steht heute für eine Grundhaltung aller Menschen, sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen.

Zwei Jahre nach der ersten Gedenkstättenfahrt von Anhängern des FC Bayern nach Auschwitz hat sich nun eine zweite Gruppe Bayern-Fans im Rahmen des Kooperationsprojektes „Erinnerung vereint“ (http://www.erinnerung-vereint.de/) auf die Reise gemacht. Koordiniert wird die Aktion auch dieses Mal vom Fanprojekts München, finanzielle Hilfe kommt vom Förderprogramm PFiFF der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Namenhafte Münchner Institutionen wie das NS-Dokumentationszentrum, die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, das Jüdische Museum am Sankt-Jakobs-Platz und die FC Bayern Erlebniswelt haben das Erinnerungsprojekt, das in seiner Fortsetzung unter dem inhaltlichen Motto „Gegen Ausgrenzung – im Zeichen der Zeit“ steht, wieder unterstützt und die Vor- und Nachbereitung in Form von Studientagen und Workshops übernommen.

Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fanprojekts München, des FC Bayern München (Fan- und Fanclubbetreuung) und des NS-Dokumentationszentrums (zur fachwissenschaftlichen Begleitung) sind 15 Bayern-Fans seit Freitag auf den Weg nach Oświęcim. Das Programm der fünftägigen Gedenkstättenfahrt beinhaltet die Stationen Kraków (mit den ehemaligen jüdischen Stadtvierteln Kazimierz und dem Ghetto Podgorze), das jüdische Zentrum von Oświęcim, die Gedenkstätte Auschwitz I Stammlager und das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz II Birkenau.

Raimond Aumann
„Der FC Bayern tritt konsequent gegen das Vergessen der Verbrechen im Nationalsozialismus ein und verurteilt jeden tagesaktuellen Rassismus.“

Auch Raimond Aumann, Direktor Fan- und Fanclubbetreuung, nimmt wie bereits 2018 an der Gedenkstättenfahrt teil. Er wird in Auschwitz im Namen des FC Bayern München einen Kranz an der „Todeswand“ (im Hof zwischen Block 10 und 11) niederlegen.

„Der FC Bayern tritt konsequent gegen das Vergessen der Verbrechen im Nationalsozialismus ein und verurteilt jeden tagesaktuellen Rassismus“, sagt Aumann. „Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, die Erinnerungs- und Antidiskriminierungsarbeit aktiv fortzusetzen und im Rahmen eines zweiten Gedenkstättenprojekts mit Bayern-Fans an den Ort zurückzukehren, an dem mehr als eine Million Menschen von den Nazis ermordet wurden.“

Am kommenden Dienstag wird die Gruppe nach München zurückkehren.

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