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Meilensteine aus 120 Jahren

Deutsche Meisterschaft 1932: Zum ersten Mal die Nummer eins

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120 Jahre FC Bayern – das sind 120 Jahre voller Triumphe, Emotionen und Leidenschaft. Anlässlich des 120. Vereinsjubiläums am 27. Februar blickt fcbayern.com auf bedeutende sportliche Momente in der Geschichte des deutschen Rekordmeisters zurück.

Nach der Gründung des FC Bayern am 27. Februar 1900 dauerte es nicht lange, bis sich erste sportliche Erfolge einstellten. Schnell avancierten die Roten zur Nummer eins in der Stadt. 1910 und 1911 konnte jeweils der Titel des Ostkreismeisters eingefahren werden, wodurch sich die Mannschaft für die Endrunde zur süddeutschen Meisterschaft qualifizierte. Dort belegten die Münchner, die in Max Gablonsky auch ihren ersten Nationalspieler stellten, am Ende beide Male den zweiten Platz hinter dem Karlsruher FV.

Auf dem Weg zur ersten Deutschen Meisterschaft: Ossi Rohr verwandelt im Endspiel in Nürnberg den Handelfmeter zur 1:0-Führung.

Nachdem der Sport im Allgemeinen während des Ersten Weltkrieges zeitweise zum Erliegen kam, war der regelmäßige Ligabetrieb in Süddeutschland ab der Saison 1919/20 wieder gewährleistet. Mit 700 Mitgliedern war der FC Bayern bereits der größte Fußballverein Münchens, folgerichtig ließen die ersten großen Titel nicht lange auf sich warten: 1926 gewannen die Bayern die Süddeutsche Meisterschaft, zwei Jahre später wiederholten sie diesen Triumph und erreichten erstmals das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft - bis dahin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Als süddeutscher Vizemeister für Endrunde qualifiziert

Der ganz große Wurf sollte dann aber vier Jahre später gelingen. Trotz einer 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt im erstmals ausgetragenen Finale um die Süddeutsche Meisterschaft qualifizierte sich der FC Bayern für die Endrunde um den deutschen Titel, an der insgesamt 16 Mannschaften teilnahmen. Nach einem 4:2-Erfolg im Achtelfinale gegen Minerva 1893 Berlin besiegten die Münchner in der nächsten Runde den PSV Chemnitz knapp mit 3:2 und zogen ins Halbfinale ein.

Das Objekt der Begierde: Von 1903 bis 1944 wurde die Victoria als Trophäe für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft vergeben - 1932 ging diese erstmals nach München.  

In der Vorschlussrunde setzte sich die Mannschaft des damaligen Trainers Richard Kohn gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 durch. Oskar „Ossi“ Rohr und Hans Welker erzielten die beiden Treffer gegen den fünfmaligen Titelträger aus Franken und machten die erste Final-Teilnahme der Bayern perfekt. Dort kam es am 12. Juni 1932 in Nürnberg zur Neuauflage des sechs Wochen zuvor verlorenen Endspiels um die Süddeutsche Meisterschaft gegen die Frankfurter Eintracht.

Final-Revanche gegen Frankfurt

Tausende Bayern-Fans pilgerten ins Städtische Stadion, viele davon legten die über 160 Kilometer von München nach Nürnberg mit dem Fahrrad zurück. Vor 55.000 Zuschauern gingen die Münchner bei hochsommerlichen Temperaturen in der 36. Minute durch einen verwandelten Handelfmeter von Ossi Rohr in Führung. Als die Frankfurter in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich drängten, sorgte Franz Krumm (75.) mit dem 2:0 für die Entscheidung. 32 Jahre nach der Vereinsgründung war der FC Bayern zum ersten Mal Deutscher Meister.

Siegerkorso: Nach dem Titelgewinn im Finale gegen Frankfurt wurde die siegreiche Bayern-Elf auf Pferdekutschen durch die Landeshauptstadt zur Meisterfeier gebracht.

Triumphaler Empfang in München

Die Victoria, die begehrte Meistertrophäe, ging damit erstmals an einen Verein aus München, die Rückkehr der Siegermannschaft in die bayrische Landeshauptstadt wurde zum Triumphzug. Auf Pferdekutschen wurde das Team um Kapitän Conny Heidkamp durch die Stadt zur Siegesfeier in der Innenstadt gebracht, hunderte Anhänger bereiteten dem neuen Deutschen Meister einen begeisternden Empfang. Es war der Auftakt zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte.

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