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Social Media, Vorbildfunktion und mehr

Alphonso Davies im Interview: „Ich möchte eine Inspiration sein“

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Alphonso Davies spricht im Interview über seine Videoclips in den sozialen Netzwerken, seine Vorbildrolle und seine Bayerisch-Kenntnisse. Das ausführliche Gespräch lest Ihr in unserem Mitgliedermagazin „51“.   

Das Interview mit Alphonso Davies

Alphonso, in deinen Beiträgen auf Social Media sieht man unschwer, dass du ein Typ bist, der immer versucht, das Beste aus jeder Situation zu machen. Woher kommt das?
Davies: „Ich denke, das steckt in meiner ganzen Familie. Wir haben schwere Zeiten durchgemacht, als ich noch ganz klein war, und ich bin meinen Eltern so unendlich dankbar: Ihr Weg begann im Bürgerkrieg in Liberia, über Ghana kamen wir nach Kanada. Ich kann jeden einzelnen Tag meines Lebens genießen, aber ich weiß, dass das Leben auch andere Seiten hat. Umso mehr versuche ich, den Menschen zu vermitteln, wie wichtig es ist, Freude zu empfinden. Ich versuche das auf dem Fußballplatz und unter anderem in dem einen oder anderen Videoclip.“

Um im Leistungssport seinen Weg zu machen, reicht es nicht, gut drauf und unbekümmert zu sein. Es gibt hinter all diesen Videos noch eine fokussierte, seriöse, ehrgeizige Seite von dir.
„Mit dem ersten Schritt auf das Trainingsgelände an der Säbener Straße oder in die Allianz Arena schalte ich um. Ich bin mir bewusst, dass viele Leute auf uns Spieler schauen, auch auf mich. Ich weiß, wann ich ernsthaft meinen Zielen nachgehen muss und wann es Zeit ist, einmal etwas locker zu lassen. Es war immer mein Traum, bei einem Klub wie dem FC Bayern Fußball zu spielen, gegen die Besten der Welt. Da werde ich keinen Tag nachlassen. Niemals.“

Bist du dir bewusst, dass du ein Vorbild für viele Kinder auf der ganzen Welt bist, denen es nicht so gut geht?
„Ich möchte eine Inspiration für viele, viele Kinder sein. Wir kamen als Flüchtlinge aus Afrika nach Kanada und haben uns alles erarbeitet. Ich denke, mein Leben kann den Leuten zeigen, dass vieles möglich ist, wenn man sich treu bleibt und sich nicht vom richtigen Weg abbringen lässt. Wenn Kinder auf der ganzen Welt mich spielen sehen und meine Geschichte dahinter hören, ist es eine schöne Vorstellung, dass sie daraus eine Motivation ziehen und den Mut entwickeln, auch an ihren eigenen Träumen zu arbeiten.“

Der FC Bayern hat eine ganz spezielle DNA – spürst du das?
„Ja, ich weiß: Mia san mia. Das habe ich hier in den ersten Wochen sofort gelernt. Und es stimmt, was man so hört, schon bevor man hier ankommt: Der FC Bayern hat etwas sehr Familiäres. Es ist ein sehr guter Verein, gerade für junge Spieler. Man wird super aufgenommen, alle kümmern sich unglaublich warmherzig um dich – und gleichzeitig wirst du auf dem Platz in jedem einzelnen Training immer zu Höchstleistungen gepusht. Mia san mia ist etwas, das ich in mein Herz aufgenommen habe. Weil ich mich damit voll identifiziere. Das steckt jetzt fest in mir drin.“

Wie steht es um dein Bayerisch – dein Spitzname Phonzy ist schon mal typisch bayerisch.
(lacht) „Ja, das hat mir Alfons Schuhbeck erzählt. Lustiger Typ. Er sagte mir, dass er genauso heißt. Und dass ich also für immer bei Bayern bleiben soll. Auf Bayerisch kann ich sagen: I bin da Phonzy.“

Bringst du auch deiner Freundin Jordyn Bayerisch bei? Sie ist selbst Fußballerin, bei Paris St.-Germain – wäre es ein Traum, wenn sie der FC Bayern auch verpflichten würde?
(lacht) „Oh ja, das wäre natürlich ein Traum. Ich muss mal Karl-Heinz Rummenigge fragen, ob das geht. In meinen Augen wäre das eine sehr gute Idee. Aber sie ist sehr glücklich in Paris, das passt also auch.“

Fotocredit: Fritz Beck / FC Bayern Magazin 51.

Neben dem kompletten Interview mit Alphonso Davies findet ihr im aktuellen „51“ auch ein Interview mit dem künftigen Sportvorstand Hasan Salihamidžić, einen Besuch bei Paulo Sérgio, Infos zum Meister-Turnier der Basketballer und vieles mehr:

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