Walter Mennekes

Walter Mennekes: „FC Bayern forever, das ist bei mir eingebrannt“

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Seit 30 Jahren Mitglied, seit 2016 2. Vizepräsident: Walter Mennekes feiert am 13. Dezember 2022 seinen 75. Geburtstag. Auch Breitensport gehört zur DNA des Clubs, erklärt der Jubilar im Gespräch, und beim Thema Kinderschutz muss man jedes einzelne Wort dick unterstreichen, weil es wichtig ist. 

Das Interview mit Walter Mennekes

Herr Mennekes, Ihr erster Kontakt zum FC Bayern entstand, als Sie Frau Rummenigge und ihren Kindern bei der WM in Mexiko 1986 spontan Getränke gegen die Hitze spendierten – wie sehr hat das Ihr Leben verändert? 
„Die Freundschaft zur Familie Rummenigge nach diesem Erlebnis im chaotischen Stadiontrubel von Guadalajara hat unser eigenes Familienleben sehr verändert und geprägt. Wenn ich allein an unsere gemeinsamen Urlaube denke: Sie mit fünf Kindern, wir mit drei, oft war noch Michael Rummenigge mit drei dabei – wenn man mit 20 Personen am Strand oder im Lokal aufkreuzt, geht immer die Post ab. Über diese Verbindung wurde mein Kontakt zum FC Bayern immer intensiver – für mich wie ein Traum!“

Was bedeutet der FC Bayern für Sie?
„Ich fand den FC Bayern schon immer großartig. München ist seit jeher eine wichtige Anlaufstation in meinem Leben, für meine ganze Familie: Meine Frau sagt immer, dass ich gerne die ganze Welt bereisen darf – aber wenn es nach München geht, will sie dabei sein (lacht). Meine nun über 30 Jahre andauernde Mitgliedschaft hat das dritte ‚F‘ in meinem Leben aufblühen lassen: ‚F‘ wie Familie, ‚F‘ wie Firma und nun ‚F‘ wie Fußball im Zeichen des FC Bayern. Ohne diesen Verein würde mir ein wesentliches Glückshormon fehlen. FC Bayern forever, das ist bei mir eingebrannt.“

Sie sind als 2. Vizepräsident für die Abteilungen verantwortlich – was liegt Ihnen besonders am Herzen?
„Auch der Jugend- und der Breitensport im FC Bayern München eV gehören zur DNA des Clubs. 2.000 Mitglieder sind in sieben Abteilungen aktiv, insbesondere im Jugendbereich und an über 100 Schulen. Wir prägen das sportliche Image von München, sind ein integraler Bestandteil der Stadt und haben hier als Verein eine Verantwortung, den Sport zu fördern. Das sehe ich als eine wichtige Verpflichtung.“

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Im Herbst waren Sie in der Allianz Arena dabei, als Mitglieder für langjährige Vereinstreue geehrt wurden – warum ist dieser Club so speziell?
„Coronabedingt mussten wir einige Zeit auf persönliche Ehrungen verzichten, das hat uns allen wehgetan. Daher war es wichtig, diese nun in einem schönen Rahmen der Wertschätzung durchzuführen. Wir bekommen viele Briefe, in denen es heißt, wir sind mehr als nur ein Club, weil wir so was nicht nur sagen, sondern auch so handeln. Fast 300.000 Mitglieder können sich nicht irren.“

Sie setzen sich sehr für Themen wie den Kinderschutz ein. Warum ist die Initiative „Rote Linie“ so wichtig?
„Wo Menschen – gerade in einem Sportverein – gemeinsam etwas erreichen wollen, entsteht Nähe. Das ist gewollt und wichtig. Umso mehr müssen wir alle darauf achten, dass das weder körperlich noch verbal missbraucht wird. Daher haben wir ein System des Hinschauens und Hinhörens geschaffen. Der FC Bayern steht für eine Null-Toleranz-Linie, geht präventiv und offensiv vor: Niemand will, dass man sich hinterher Vorwürfe machen muss. Bei diesem Thema sollte man jedes einzelne Wort dick unterstreichen, weil es so wichtig ist.“ 

Was macht den FC Bayern zu einer Familie?
„Drei gleichgewichtige Gründe machen uns zu einer anerkannten Familie: Wir sind sportlich erfolgreich, wirtschaftlich stabil und sozial spürbar nach innen und außen vorbildlich engagiert. Ich sage bewusst gleichgewichtig, weil wir natürlich lieber gewinnen als verlieren und die Finanzen immer im Blick haben. Aber wie der FC Bayern seiner gesellschaftlichen Verantwortung seit Jahrzehnten gerecht wird, verdient in meinen Augen eigentlich einen weiteren Stern auf dem Trikot. Diesen Club machen auch der FC Bayern Hilfe eV und Initiativen wie „Rot gegen Rassismus“ aus, nicht nur tolle Spieler wie Manuel Neuer oder Thomas Müller. Wir wollen hier ein Vorbild sein, auch für andere Clubs. Jedes unserer Mitglieder ist ein Botschafter für Engagement.“

Fotocredit: Constantin Mirbach

Das ausführliche Interview gibt es in der aktuellen Ausgabe des FC Bayern Mitgliedermagazins „51". 


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