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Aleksandar Pavlović im Zweikampf während des Gastspiels des FC Bayern in der Bundesliga bei RB Leipzig
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Gegnercheck: Das braucht es gegen RB Leipzig für den Halbfinaleinzug

Bereits zum dritten Mal treffen der FC Bayern und RB Leipzig am kommenden Mittwoch (20:45 Uhr) in dieser Saison aufeinander. Im DFB-Pokal-Viertelfinale geht es für die Münchner in der heimischen Allianz Arena darum, erstmals seit sechs Jahren wieder in die Runde der letzten vier Teams einzuziehen. Die beiden bisherigen Duell mit den Sachsen in der laufenden Spielzeit konnten die Bayern deutlich gewinnen (6:0 und 5:1). Doch insbesondere die erste Hälfte im Bundesliga-Spiel in Leipzig vor drei Wochen hat gezeigt, dass RB ein äußerst gefährlicher Gegner sein kann. Vor dem K.o.-Duell wirft fcbayern.com einen genauen Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse aus den Ligaspielen und die aktuelle Formkurve der Roten Bullen.

Eine Halbzeit als Warnung

Rômulo Cardoso im Duell mit Manuel Neuer während des Gastspiels des FC Bayern in der Bundesliga bei RB Leipzig
Im Bundesliga-Spiel in Leipzig Mitte Januar war RB in der ersten Halbzeit überlegen und hatte einige gute Chancen. | © Imago

Dass am Ende dieses Bundesliga-Topspiels Mitte Januar bei RB Leipzig ein 5:1 für die Bayern stand, hatte nach den ersten 45 Minuten niemand kommen sehen. Die Sachsen hatten die Münchner in der ersten Hälfte dominiert und hochverdient mit 1:0 geführt. „Sie haben uns in der ersten Halbzeit richtig Probleme gemacht, sie waren klar besser“, gab auch Vincent Kompany zu. Der eine Treffer von Stürmer Rômulo war aus Sicht der Münchner fast schon schmeichelhaft. Insgesamt fünf Großchancen hatten die Leipziger verzeichnet, nie hatten die Bayern unter Vincent Kompany in einer ersten Halbzeit so viele Expected-Goals zugelassen (2,03). „Sie waren stark über die Flügel, das hat den Unterschied gemacht“, erklärte der FCB-Coach.

Offensivpower über die Außen

In eben jenem Spiel über die Außen liegt die große Stärke von RB. Im taktisch variabel ausgelegten 4-3-3-System sorgen die beiden Außenverteidiger - auf links Kapitän und Nationalspieler David Raum, auf rechts Ridle Baku oder nach überstandenem Achillessehnenriss Benjamin Henrichs – für ordentlich Offensivpower. Die jungen, hochveranlagten Flügelstürmer Antonio Nusa und Yan Diomande sorgen neben enormer Dribbelstärke und hohem Tempo für die notwendige Portion Unberechenbarkeit. In Rômulo haben die Leipziger einen kopfballstarken Stürmer mit hoher Durchschlagskraft im Zentrum.

David Raum, Yan Diomande und Antonio Nusa bejubeln ein Tor von RB Leipzig
Die Außenbahnen von RB Leipzig sind hochkarätig besetzt und sorgen immer wieder für Torgefahr. | © Imago

Vincent Kompany betonte mit Blick auf die erste Hälfte in Leipzig zudem: „Im Mittelfeld haben sie viele Bälle gewonnen.“ Damit hob der FCB-Trainer einen weiteren wichtigen Faktor im RB-Spiel hervor. Das Mittelfeld-Zentrum, bestehend aus Nicolas Seiwald, der zuletzt auch in der Innenverteidigung ausgeholfen hat. Xaver Schlager und Christoph Baumgartner ist einerseits enorm zweikampfstark, andereseits aber auch sehr kreativ und torgefährlich. Der österreichische Spielmacher Baumgartner war in dieser Spielzeit wettbewerbsübergreifend in 23 Spielen bereits an 19 Treffern direkt beteiligt (zwölf Tore, sieben Vorlagen). „In der ersten Hälfte in Leipzig haben wir gezeigt, dass wir eine Chance haben, dass wir auch die bessere Mannschaft sein können“, betonte Baumgartner mit Blick auf das Pokalspiel am Mittwoch. Die Innenverteidigung der Leipziger um Willi Orban und Castello Lukeba, der zuletzt wegen einer Kapselverletzung im Knie fehlte, und der erfahrene Torhüter Péter Gulácsi sorgen für defensive Stabilität.

Mit Mentalität und Qualität

Serge Gnabry bejubelt den 1:1-Ausgleich während des Gastspiels des FC Bayern in der Bundesliga bei RB Leipzig
In der zweiten Halbzeit in Leipzig zeigten die Bayern eine herausragende Leistung, insbesondere in Sachen Mentalität. | © Getty Images

Dass die Bayern die Stärken der Leipziger einerseits mit ihrer Qualität, andererseits aber auch mit ihrer Mentalität übertrumpfen können, zeigten sie in der zweiten Halbzeit des Bundesliga-Spiels im Januar. Zunächst konnte der FCB den Spielstand zu seinen Gunsten drehen und in einer turbulenten Schlussphase dann sogar noch einen 5:1-Kantersieg herausschießen. „Was die Jungs da gebracht haben, war unglaublich. Wir sind in der zweiten Halbzeit sechs Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Es war nicht perfekt, aber es war pure, alte Schule: Mentalität, Laufen, Kämpfen, Grätschen, ach vorne gehen“, lobte Kompany sein Team. Mit genau diesen Aspekten wollen die Bayern den Leipzigern auch am Mittwoch gegenübertreten und über ihre unbändige Mentalität von der ersten Minute an ihre Qualitäten zum Tragen bringen lassen.

Christoph Baumgartner und Brajan Gruda bejubeln ein Tor von RB Leipzig in Köln
Am Sonntag gelang RB Leipzig durch zwei Tore von Christoph Baumgartner (links) ein 2:1-Erfolg beim 1. FC Köln. Neuzugang Brajan Gruda (rechts) feierte sein Debüt für RB. | © Imago

Seit der letztlich deutlichen 1:5-Niederlage gegen die Bayern geht es bei Leipzig auf und ab. Auf einen 3:0-Auswärtssieg beim 1. FC Heidenheim folgte ein 1:1 beim FC St. Pauli und eine 1:2-Heimniederlage gegen Mainz 05. Am vergangenen Wochenende gelang dem Team von Trainer Ole Werner beim 1. FC Köln ein hart erarbeiteter 2:1-Sieg, der Selbstvertrauen für das Pokalspiel gegen den FCB geben soll. „Wir müssen voll dagegenhalten, werden nichts geschenkt bekommen. Wir haben Bock drauf und müssen mutig sein. Dann können wir das Spiel gewinnen“, sagte Christoph Baumgartner. Neuzugang Brajan Gruda, der am Sonntag in Köln sein Debüt feierte, meinte: „Gegen Bayern wird es ein hartes Spiel. Das ist momentan eine der besten Mannschaft der Welt – wenn nicht die beste. Wir sind aber auch eine gute Truppe und freuen uns auf das Spiel. Wir werden dagegenhalten und versuchen, eine Runde weiterzukommen.“

Die Fans dürfen sich in jedem Fall auf ein packendes Spiel zwischen zwei hochmotivierten Teams mit großer Qualität freuen. Am Ende will sich der FC Bayern mit aller Macht durchsetzen, damit der Traum vom Pokalfinale in Berlin weiterlebt.

Die Fakten zur Partie gegen Leipzig:

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