

Es ist seit dieser Saison eine Tradition am FC Bayern Campus geworden: Sobald ein Talent aus der eigenen Akademie sein Pflichtspiel-Profidebüt für den FC Bayern feiert, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nachwuchsabteilung zu einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück eingeladen - als Dankeschön und Anerkennung für all diejenigen, die den Weg des jungen Spielers begleitet haben. In den vergangenen Wochen kam man mit der Weißwurstlieferung an den Campus kaum hinterher…
Debüts in Rekordzeit
Mit den Worten „da sind wir wieder – schneller als gedacht“, begrüßte Nachwuchs-Chef Jochen Sauer am Donnerstagvormittag die Belegschaft in der Campus-Mensa. „Wir wollten uns eigentlich zusammensetzen, um das Profi-Debüt von Maycon Cardozo zu feiern. In der Zwischenzeit hatten wir aber schon drei weitere Einstände mit Deniz Ofli, Filip Pavić und zuletzt Erblin Osmani.“ Insgesamt neun Debüts sind es seit dem ersten Spiel von Lennart Karl bei der Klub-WM im vergangenen Sommer. Es folgten Wisdom Mike (26. September gegen Bremen) sowie David Santos Daiber und Cassiano Kiala (beide 21. Dezember gegen Heidenheim) noch vor der Winterpause. Der erste Debütant im neuen Jahr war Felipe Chávez (11. Januar gegen Wolfsburg.), ehe Ofli, Pavić (beide 18. März in der Champions League gegen Bergamo) und zuletzt der erst 16-jährige Osmani (21. März gegen Berlin) erstmal in der Allianz Arena aufliefen – so viele gab es in einer Spielzeit beim FC Bayern noch nie.
„Wir haben jetzt schon die meisten Debüts pro Saison von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs geschafft und die insgesamt meisten Spielminuten mit dem jüngsten Durchschnittsalter der jeweiligen Spieler erzielt“, zählte Direktor Nachwuchsentwicklung Sauer auf. Kein anderer Club in den europäischen Topligen habe so vielen Talenten im Alter bis 18 in der Saison 2025/26 das Vertrauen geschenkt: „Nochmal herzlichen Dank an alle, dass ihr jedes einzelne Debüt möglich gemacht habt.“
„Wollen einen nachhaltigen Erfolg“

Auf den Erfolgen ausruhen ist aber keine Option. Wie schon zuvor Profi-Chefcoach Vincent Kompany („Diese Jungs haben etwas geschafft, aber sie müssen noch alles erreichen“) verwies auch Sauer darauf, dass so ein Debüt für jeden Einzelnen nur ein erster kleiner Schritt auf dem Weg zum Profifußballer ist. „Die Jungs glauben vielleicht, dass sie jetzt alle irgendwann Spielminuten bei den Profis bekommen. Deswegen bitte ich euch, dass wir sie gemeinsam bei Bedarf auch wieder auf den Boden zurückholen und sie ermuntern, weiter täglich und in jeder Trainingseinheit alles zu geben. Wir wollen einen nachhaltigen Erfolg mit dem einen oder anderen Spieler, der dann auch das 50., das 100. und mehr Spiele bei unseren Profis macht.“ Aleksandar Pavlović, Josip Stanišić und Jamal Musiala lassen grüßen.
Santos Daiber hatte zuletzt nicht nur wegen seines Debüts im Team von Kompany Grund zur Freude. Der 19-jährige defensive Mittelfeldspieler unterschrieb unlängst seinen ersten Profivertrag beim FC Bayern - bis 2030. Mit Noel Aseko Nkili kehrt im Sommer ein weiteres hochtalentiertes Eigengewächs von einer anderthalbjährigen Leihe bei Zweitliga-Aufstiegsaspirant Hannover 96 an die Säbener Straße zurück.
Weitere Weißwurstfrühstücke sind derzeit aber nicht geplant. Sauer erklärte vielmehr, dass man die Dankeschön-Geste für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch etwas größer aufzuziehen plant. „Wir machen uns gerade intensive Gedanken, ob und wann wir im Sommer am Campus ein Grillfest durchführen, um unsere Rekord-Saison gebührend zu feiern.“ Ob Brat- oder Weißwurst: Das nächste Event kommt ganz bestimmt.
Das geschah in dieser Woche am FC Bayern Campus:

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