

Der FC Bayern hat den ehemaligen Nationalspieler und ausgewiesenen Führungsspieler Lars Bender als neuen U17-Cheftrainer verpflichtet. Der 37-Jährige steht wie kaum ein anderer für Mentalität, Zuverlässigkeit und Teamgeist. Geprägt von Trainer-Legende Jupp Heynckes setzt er als Coach auf Klarheit und Empathie. Bodenständig, heimatverbunden und lieber analog als digital - einer, der vor Spielen gern Metallica hörte, um den Puls hochzufahren. Gemeinsam mit Zwillingsbruder Sven verlief seine Laufbahn lange im Gleichschritt, sowohl auf als auch neben dem Platz. fcbayern.com stellt Euch den am 27. April 1989 in Rosenheim geborenen Bender genauer vor.
Aus Brannenburg zum Nationalspieler
Lars Benders Fußballgeschichte beginnt in der oberbayerischen Provinz: Beim TSV Brannenburg lernte er das Kicken, bevor es den ehrgeizigen Teenager 2002 zur SpVgg Unterhaching zog. Zwei Jahre später folgte der nächste Schritt, der Wechsel zum TSV 1860 München, wo er nach diversen Jugendteams auf der Profibühne ankam. In der Saison 2006/07 debütierte der defensive Mittelfeldspieler für die Löwen in der 2. Bundesliga, als er für den ehemaligen FCB-U17, U19- sowie Amateure-Trainer Danny Schwarz aufs Feld kam. Nach drei Jahren bei 1860 wagte Bender 2009 den Sprung zu Bayer 04 Leverkusen. Mit dem Kreuz auf der Brust entwickelte sich der Mentalitätsspieler zum Führungsspieler und Kapitän, absolvierte 342 Pflichtspiele, erzielte 27 Tore, bereitete 36 weitere Treffer vor - und kassierte als Defensivspieler in all den Jahren nur eine einzige Gelb-Rote Karte. Zudem lief der 37-Jährige in seiner aktiven Zeit 19-mal für die deutsche Nationalmannschaft auf.

Einer, mit dem seine Karriere lange im Gleichschritt verlief, ist Zwillingsbruder Sven - vom gemeinsamen Start in Brannenburg über Unterhaching und 1860 bis zum gemeinsam verkündeten Karriereende. Auch der Einstieg ins Traineramt erfolgte zunächst parallel, ehe sich ihre Wege trennten.
Start der Trainerlaufbahn
Im Jahr 2022 wechselte Bender schließlich die Perspektive, vom Spielfeld an die Seitenlinie. Den Einstieg in seine Trainerlaufbahn fand er als Co-Trainer der deutschen U15-Nationalmannschaft, bevor er im Anschluss auch für die DFB-U16 und DFB-U17 tätig war und noch einmal zur U16 zurückkehrte. Nach der Zeit beim DFB ging er für ein halbes Jahr als U17-Trainer zur SpVgg Unterhaching zurück - dorthin, wo einst auch seine eigene Spielerkarriere Fahrt aufgenommen hatte. Seit Januar 2025 betreute der 37-Jährige den SV Wacker Burghausen und schloss die aktuelle Regionalliga Bayern-Spielzeit auf Tabellenplatz neun ab.
Leader auf dem Platz, Leitfigur an der Seitenlinie

Lars Bender hat im Fußball fast alles erlebt: 256 Partien in der ersten Bundesliga, Mannschaftskapitän, 19-facher Nationalspieler, das entscheidende Tor zum Erreichen des EM-Viertelfinals (2012), Silber bei den Olympischen Spielen (2016) und den Titel als U19-Europameister (2008). Der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold (2006) stand wie kaum ein anderer für Mentalität, Führungsstärke, Zuverlässigkeit und absoluten Teamgeist. Champions-League-Erfahrungen prägten ihn - vom Debüt an der Stamford Bridge bis zur Lehrstunde im Camp Nou. „Ich brauche das Spiel, ich brauche den Platz und ich brauche den Ball in meiner Nähe“, sagte der Filmfan einst über seine Rückkehr an die Seitenlinie. Geprägt von Trainervorbildern wie Jupp Heynckes und Peter Bosz geht es ihm „um die Liebe, die Freude, die man da empfindet und das möchte ich sichtbar machen“. Die Werte, die ihn als Spieler ausgezeichnet haben, sollen heute das Fundament seines Trainerdaseins: ein Team formen, Verantwortung übernehmen und den Spielern das Gefühl geben, dass sie sich auf ihn verlassen können. Als Mensch gilt er als bodenständig und heimatverbunden, überpünktlich und nahbar - ein analoger Typ, der den direkten Austausch über Social Media stellt. Herzlich willkommen beim FC Bayern, Lars!
Das ist die Trainerbesetzung in der U17 & U19 für die kommende Spielzeit:

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