

Mit dem Spiel gegen die U19 des FC Bayern ist die sechste Auflage des FC Bayern World Squad offiziell zu Ende gegangen. Vier ereignisreiche Wochen liegen hinter der Class of ’26 – inklusive eines Aufenthalts auf Jeju und in Seoul. In dieser Zeit sammelten die Spieler nicht nur wertvolle Erfahrungen auf dem Platz, sondern tauchten auch in die Kultur Südkoreas ein und wuchsen mit ihren internationalen Teamkollegen zusammen. Für Byeong-Chan Park war der World Squad bereits vertraut, denn schon 2025 gehörte er zum Kader. Wie er als Kapitän der Mannschaft auf die vergangenen Wochen zurückblickt, erzählt er im Interview.
Das Interview mit Byeong-Chan Park
Byeong-Chan, die Saison des World Squad 2026 ist offiziell vorbei. Wie würdest du die Wochen in Südkorea und München zusammenfassen – auf und neben dem Platz?
„Auf dem Platz hat das Team wirklich versucht, als Einheit aufzutreten und zusammenzuspielen. Abseits des Platzes haben wir, glaube ich, eine sehr entspannte Zeit miteinander verbracht und uns gut verstanden.“
Der World Squad hat zwei Wochen in Südkorea, deinem Heimatland, verbracht. Wie war es für dich, deine gewohnte Umgebung durch die Augen deiner internationalen Teamkollegen zu sehen? Hat das deine Sicht auf dein Heimatland verändert?
„Es hat mich persönlich sehr stolz gemacht zu sehen, wie sehr sich meine Mitspieler gefreut haben, als sie nach Korea kamen, koreanisches Essen probierten und Sightseeing machten. Das hat in mir ein großes Gefühl von Stolz auf mein Heimatland geweckt.“

Nach Südkorea habt ihr eure Reise in München fortgesetzt. Wie würdest du diese Zeit für dich und die Mannschaft beschreiben? Was hat dich in Deutschland am meisten begeistert?
„Es war eine großartige Erfahrung, auf dem Trainingsgelände der ersten Mannschaft des FC Bayern München zu trainieren und am Campus das Spiel gegen die U19 zu bestreiten. Besonders beeindruckend war es für mich, Serge Gnabry zu treffen, der uns beim Training besucht und sich Zeit für uns genommen hat.“

Es liegen nun zwei Saisons mit dem World Squad hinter dir. Wie lassen sich diese beiden Jahre miteinander vergleichen? Was hat sich vertraut angefühlt, und was war im zweiten Jahr ganz anders?
„Die Trainer, die Unterbringung im Internationalen Jugendhaus und die Trainingsplätze an der Säbener Straße fühlten sich bereits vertraut an. Was dieses Mal anders war als beim World Squad 2025, waren die Auswärtsspiele, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Letztes Jahr haben wir nur in München gespielt, aber dieses Mal sind wir auch nach Augsburg und Berlin gereist – das war eine tolle Erfahrung.“
Hast du im Vergleich zum letzten Jahr Veränderungen in deiner Mentalität oder deiner Rolle bemerkt? In welcher Hinsicht bist du gewachsen?
„Da ich in diesem Jahr die Rolle des Kapitäns übernehmen durfte, habe ich versucht, mit noch mehr Verantwortung zu spielen und meine Mitspieler anzuführen. Ich denke, dass ich mich im Vergleich zum letzten Jahr vor allem in der Defensive verbessert habe. Auch die Anzahl meiner Ballgewinne ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.“
Ihr habt in diesem Jahr gegen die U19 des FC Bayern verloren. Wie habt ihr diese Niederlage verarbeitet, und was habt ihr aus dem Spiel gelernt?
„Obwohl wir das Spiel gegen die U19 verloren haben, hat das Team sein Bestes gegeben und meiner Meinung nach eine wirklich gute Leistung gezeigt. Ich glaube, dass wir durch diese Niederlage noch ein Stück weiter wachsen konnten, da wir im Spiel viele verschiedene Situationen erlebt haben – von der Führung über ein langes Unentschieden bis hin zum späten Siegtor der Gegner. Wir konnten alle eine Menge daraus lernen.“

Wie würdest du als Kapitän den Charakter und den Teamgeist der Class of ’26 beschreiben? Was hat diese Gruppe im Vergleich zu anderen Teams, in denen du zuvor gespielt hast, besonders gemacht?
„Ich hatte das Gefühl, dass unser Zusammenhalt dieses Mal noch enger war. Wir haben wirklich als Team zusammengehalten und agiert. Dass sich die Spieler auf dem Platz gegenseitig geholfen und füreinander abgesichert haben, war wohl das prägendste Merkmal unseres Teams in diesen vier Wochen.“
Jetzt sind alle Spieler wieder auf dem Weg in ihre Heimatländer. Was wirst du an diesem Team und dieser Saison am meisten vermissen und welche Erfahrungen nimmst du für deine weitere Karriere mit?
„Was ich auf jeden Fall vermissen werde, sind die gemeinsame Trainingseinheiten und die Spiele mit meinen Jungs. Es war eine ganz besondere Erfahrung, mit Freunden aus verschiedenen Ländern zu spielen, so etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage. Gleichzeitig habe ich durch diesen World Squad meine eigenen Schwächen und die Bedeutung von Kommunikation erkannt. Zurück in Korea, muss ich hart daran arbeiten, diese Defizite auszugleichen.“
Der FC Bayern World Squad 2026 war für die Class of ’26 eine intensive und vielseitige Erfahrung: Innerhalb von vier Wochen standen sechs Spiele in zwei Ländern, neue Einblicke in andere Kulturen und das Zusammenwachsen einer internationalen Gruppe auf und neben dem Platz auf dem Programm. Die Spieler nehmen unterschiedliche Lehren mit – von sportlicher Weiterentwicklung über Führungsverantwortung bis hin zur Bedeutung von Kommunikation im Team. Auch wenn die Saison nun zu Ende ist, bleiben den Spielern zahlreiche besondere Erinnerungen, die sie auf ihrem weiteren Karriereweg begleiten werden.
Einen Einblick in die gesamte Reise der FC Bayern World Squad Class of ’26 gibt es im Liveticker sowie auf dem Instagram Account @fcbayernpathway.
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