

Mit einem breiten Grinsen stieg der Neuzugang des FC Bayern am frühen Mittwochvormittag aus dem Flugzeug. Ismael Saibari war in die bayerische Landeshauptstadt gekommen, um sich das erste Mal seinen neuen Arbeitsplatz anzuschauen: die Säbener Straße. Vor über zwei Wochen hatte der Marokkaner, der mit seinem Land bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bis ins Viertelfinale kam, bereits seinen Vertrag beim FC Bayern im US-Büro in New York unterschrieben, da die Nordafrikaner nicht unweit der Metropole ihr WM-Quartier bezogen hatten. Nun schlug Saibari zum ersten Mal in München auf.
„Ich freue mich vor allem auf die Allianz Arena, dort habe ich noch nie gespielt. Das erste Mal dort wird bestimmt besonders“, hatte der 25-Jährige bei seiner Unterschrift in New York gesagt (zum Video). In das Wohnzimmer des FC Bayern ging es am Mittwoch bei seinem Kurzbesuch zwar noch nicht, dafür schaute sich Saibari mit seiner Familie ausführlich das Trainingszentrum des amtierenden Doublesiegers an und lernte bereits Teile des Staffs kennen.
Drei Tore bei der Weltmeisterschaft
Bei der WM in Nordamerika hatte Saibari mit starken Leistungen geglänzt, unter anderem erzielte der flexible Offensivspieler als Mittelstürmer in der marokkanischen Elf jeweils ein Tor in jedem der drei Gruppenspiele gegen Brasilien, Schottland und Haiti. Außerdem zeichnete er auch für den entscheidenden Elfmeter im Elfmeterschießen gegen die Niederlande im Sechzehntelfinale (4:3 n.E.) verantwortlich. Nach dem 3:0 gegen Co-Gastgeber Kanada in Achtelfinale musste Saibari gegen Frankreich (0:2) im Viertelfinale aber angeschlagen passen. Die Münchner hatten den ehemaligen Spieler der PSV Eindhoven schon länger auf dem Zettel. „Entscheidend war, dass wir uns früh bei ihm positioniert haben, weil wir von Ismaels Fähigkeiten wussten und ihm von Beginn an eine konkrete Perspektive bei uns aufzeigen konnten“, erklärte Sportvorstand Max Eberl.
Wenn Bayern-Coach Vincent Kompany sein Team ab der kommenden Woche wieder zum Training an der Säbener Straße bittet, wird Saibari noch kein Teil der Trainingsgruppe sein. Der in Spanien geborene und in Belgien aufgewachsene Neuzugang genießt nun seinen wohlverdienten Urlaub und wird zu einem späteren Zeitpunkt nach München zurückkehren. Dann wird sein Abenteuer FC Bayern so richtig beginnen.
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