Illustration von Paul Breitner
© David Diehl

Interview zum 75. Geburtstag

Paul Breitner: Der freie Denker

Paul Breitner sagt, es gäbe ihn heute nicht mehr – er wäre einer wie alle anderen. Zum 75. Geburtstag hat das Mitgliedermagazin „51“ mit ihm über seinen Karriereweg, Aufzeichnungen für die Urenkel und das wichtigste Wort seines Lebens gesprochen.

Das Interview mit Paul Breitner

Revoluzzer, Rebell, Quergeist – Herr Breitner, Sie haben in Ihrem Leben viele Etiketten bekommen. Womit können Sie gar nichts anfangen?
„Das Wort Quergeist habe ich nie gemocht. Jemand, der anders denkt, weil er glaubt, dass das für ihn richtig ist, ist kein Quergeist. Sondern der ist Individualist, der hat eine Haltung. Ich wollte für mich mein Leben anders gestalten, als andere neben mir es gemacht haben. Ich habe immer gesagt: Jeder nach seiner Fasson – aber bitte ich nach meiner.“

Wann hat das angefangen?
„Ich habe mir eingebildet, sehr früh erwachsen zu sein. Also habe ich versucht, soweit es ging, über mich selbst zu bestimmen. Ich bin morgens um sechs aus dem Haus, sechs Kilometer mit dem Radl zum Bahnhof, bei jedem Wind und Wetter, mittags um halb zwei war ich wieder zu Hause. Meine Eltern waren beide berufstätig, und ich hatte einen Zettel, was ich alles erledigen sollte. Einkaufen, ein bisschen staubsaugen. Und das habe ich gemacht.“

Sie haben also früh Verantwortung übernommen.
„Wir haben in der siebten Klasse vom Gymnasium Traunstein einen Brief mitbekommen wegen eines Elternsprechtags. Wir sitzen abends beim Essen, ich sage zu meinen Eltern: ‚Übrigens, hier ist ein Schreiben an euch.‘ Mein Vater schaut meine Mutter an: ‚Wie machen wir das, wer geht da hin?‘ Dann habe ich gesagt: ‚Stopp. Niemand geht hin. Ich bin hier jeden Nachmittag auf mich allein gestellt – und ich habe keine Probleme durchzukommen. Ihr könnt mir vertrauen.‘“

Wie haben Ihre Eltern reagiert?
„Sie waren fast ein bisschen geschockt über die Deutlichkeit. Dass ich gesagt habe: Ihr nicht mehr, ich entscheide für mich selbst.“

Das galt auch für den Fußball. Sie haben schon als Jugendlicher allein trainiert. Hat Ihnen das Spaß gemacht?
„Nein, ich bin kein Spaßmensch. Spaß kann ich haben, wenn mir einer einen Witz erzählt. Aber ansonsten ist für mich Freude das Entscheidende. Ich habe viermal die Woche allein trainiert, nur mittwochs war Mannschaftstraining. Dienstags habe ich in einer Turnhalle Bälle an die Wand gespielt, die war mein perfekter Partner. Die Wand verzeiht dir keinen Fehler. So wie du den Ball an die Wand spielst, so kommt er zurück.“

Und was haben die anderen dazu gesagt?
„Das war mir schon damals wurscht.“

1970 kommen Sie zum FC Bayern, in eine Kabine voller starker Charaktere: Beckenbauer, Maier, Trainer Lattek, dazu Manager Schwan. Wie haben Sie sich da eingeordnet?
„Ich habe immer nur Probleme gehabt, wenn mir jemand blöd kam. Wenn jemand etwas von mir wollte, das für mich nicht logisch war, habe ich gefragt: ‚Warum soll ich das 
machen?‘ Und wenn du das vier-, fünfmal machst, dann merken deine Gegenüber, dass sie nicht jeden Mist mit dir machen können – dann überlegen sie sich’s.“

Woher haben Sie das?
„Ich bin in erster Linie bei Tante und Onkel aufgewachsen, mein Vater war Pendler, meine Mutter hat in der Spinnerei Kolbermoor Schicht gearbeitet. Meine Tante war im Krieg jahrelang Krankenschwester, eine ganz starke, warmherzige Frau, bei der jeder, den ich mit nach Hause gebracht habe, das Gleiche zu essen bekommen hat – und wenn es nur eine Scheibe Butterbrot war, weil es nicht mehr gab. Von ihr kam das immer: ‚Paule, lass dir nichts gefallen. Frag nach. Und dann entscheide.‘ Die hat aus mir den Menschen gemacht, der ich dann geworden bin.“

Gibt es dafür eine Szene aus der ersten Zeit bei Bayern?
„Wir waren damals dauernd unterwegs. Irgendwann sagt mir einer der Älteren: ‚Pass auf, der Schwan wird dir bald zeigen, dass er hier das Sagen hat.‘ Robert Schwan war ansonsten ein guter Typ, hatte eine Vorstellung davon, wie man den Verein nach vorne bringt. Aber er war es eben gewohnt, die Kleinen von oben herab zu behandeln und zu zeigen: Ich bin der Chef. Wir sind für ein Spiel in Nizza, da geht in meinem Zimmer früh morgens das Telefon. Ich nehme den Hörer ab, Schwan im Befehlston: ‚Paul, steh auf! Jetzt gehst du raus und kümmerst dich um die dreckigen Trainingssachen und um die Schuhe!‘ Dann habe ich das Licht angemacht – es war 6:15 Uhr. Ich habe ihn durch den Hörer angebrüllt, was ich in dem Moment von ihm halte, und er soll gefälligst diesen Dreck allein machen und uns Spieler schlafen lassen. Und wenn es noch mal passiert, dann kann er mich erleben. Und lege auf.“

Kein Nachspiel?
„Doch, aber ein spätes. 1977 bei einem Geburtstag von Wilhelm Neudecker – da hatten wir uns zwei Jahre nicht gesehen, ich war ja in Madrid. Wir treffen uns beim ‚Käfer‘, und ich bleibe stehen. Denke mir: Jetzt bin ich gespannt. Er kommt auf mich zu, umarmt mich und sagt: ‚Paul, es freut mich wahnsinnig, dass ich dich mal wieder sehe. Und vor allen Dingen: Du bist einer der ganz wenigen, vor denen ich jemals Respekt gehabt habe. Ich wusste: Aus dem wird was. Und Paul, ab sofort bin ich der Robert.‘“

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Zu dieser Zeit spielten Sie sechs Jahre lang nicht in der Nationalmannschaft. War das Haltung – oder Trotz?
„Ich war kein trotziges Kind, sondern ein Kind, das immer gezeigt hat: nicht mit mir. Und diese ganze dumme Geschichte, wir hätten unseren Rücktritt erklärt wegen des Theaters mit unseren Frauen beim WM-Bankett, die war konstruiert. Der wirkliche Grund kam später. Als ich in Madrid war, haben Günter Netzer und ich im Frühjahr 1975 noch zwei Länderspiele gemacht. Danach haben wir gesagt: Das macht keinen Sinn mehr. Wir haben mit Real sonntags gespielt und sind erst montags zur Nationalmannschaft gekommen, um am Mittwoch ein Länderspiel zu bestreiten. Aber wir hatten mittlerweile aus Madrid eine ganz andere Idee, wie Fußball läuft. Wir tun dieser Mannschaft keinen Gefallen, wir bringen uns und alle anderen durcheinander, weil das halb gar ist. Also treten wir zurück.“

1998 wären Sie fast Bundestrainer geworden. Gescheitert an einem einzigen Satz in einem Interview. Haben Sie nie gedacht: Hätte ich das doch zurückgenommen?
„Es gibt für mich kein Hätte, Täte, Wäre. Ich war an dem Abend, als Berti Vogts auf Malta zurücktrat, live bei Sat.1. Und habe gesagt: ‚Für den DFB ist das eine riesige Chance, Tabula rasa zu machen, Zöpfe abzuschneiden, weg von diesem Hipp-hipp-hurra und ‚Elf Freunde müsst ihr sein‘. Und dass Franz Beckenbauer sofort ins Präsidium muss, weil der deutsche Fußball so schlecht dasteht, dass wir jemanden für die Imagekorrektur brauchen. Konkreter bin ich gar nicht geworden. Am selben Abend ruft DFB-Präsident Egidius Braun bei mir zu Hause an, wir hatten ein gutes Verhältnis, und will mich überreden. Ich habe gesagt: ‚Herr Braun, das ist eine super Idee, aber Sie werden mich nicht durchbringen, zu viele im Präsidium und im Vorstand sind gegen mich.‘ Er wollte mich am nächsten Tag präsentieren. ‚Sie werden mich morgen anrufen müssen‘, habe ich ihm prophezeit, ‚und sagen: Es geht nicht.‘ Angerufen hat er dann mittags, es tue ihm wahnsinnig leid, aber es gehe wirklich nicht.“

Sie hätten den Job wirklich gewollt?
„Sofort. Für neun Monate, zwölf Monate, ohne Vertrag. Er hatte ja selbst gesagt, er braucht einen Konkursverwalter des deutschen Fußballs. Das wäre keine Lebensaufgabe gewesen. Ich hätte das gemacht, was sie auch heute wieder bräuchten: eine völlig neue Ausrichtung in der Ausbildung, im Training unserer Kinder und Jugendlichen.“

Was läuft da falsch?
„Wir haben nach 1974 begonnen, in der Bundesliga plötzlich dreimal am Tag zu trainieren. Da gab es im Ruhrgebiet Trainer, die haben ihre Mannschaft um sechs Uhr morgens um eine Zeche laufen lassen, um zu zeigen: Wir Fußballer arbeiten auch. Da haben anscheinend ein paar gesagt: ‚Wir haben genügend Kraft für 90 Minuten – wenn wir jetzt Kraft für drei Stunden haben, dann kann uns niemand mehr was.‘ Damals begann für mich der qualitative Abstieg des deutschen Fußballs. Und heute sind wir in einer ähnlichen Situation, seit acht Jahren. Wir haben uns wieder zu sturen Aufgaben-Erfüllern auf dem Platz trainieren lassen. Du machst das, du machst das, du machst das. Ohne Freiheit.“

Woran sehen Sie das?
„Ein Beispiel: Bei uns draußen in einem Nachbarort spielt eine E- oder F-Jugend. Es nieselt, hat vielleicht 14 Grad. Zuerst gibt es nach zehn Minuten eine Trinkpause, weil es die auch manchmal bei den Profis gibt. Und dann heißt es auf dem Kleinfeld: verschieben, verschieben, verschieben. Der Linke durfte in dem Moment, wo einer auf ihn zukam, nicht dribbeln, sondern musste in die Mitte spielen. Und wenn den in der Mitte einer angegriffen hat, hat der zum Torwart zurückgespielt. So wie wir es in der Bundesliga sehen. Das ist das Geschwür: dass bei den Kleinen wieder zu viel von den Großen übernommen wird. Verdammt noch mal, die sollen sich entwickeln wie außerhalb des Fußballs auch – entsprechend ihrem Talent, entsprechend ihrer körperlichen Möglichkeiten.“

Paul Breitner jubelt mit einer FC Bayern-Fahne
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Zum 75. Geburtstag: Best-of Paul Breitner
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Diesen Vorwurf gab es schon früher.
„Mit zwölf habe ich mit dem ESV Freilassing im Endspiel um den oberbayerischen Schülerpokal gespielt. Wir haben den FC Bayern 3:1 geschlagen, ich habe alle drei Tore gemacht. Nach dem Spiel gingen die Bayern-Offiziellen zu meinem Vater und wollten ihn überzeugen, dass ich nach München gehe, die ganze Familie, er hätte eine neue Stelle vermittelt bekommen. Dann hat mein Vater gesagt: ‚Was soll der bei euch? Ein Allerweltsfußballer werden wie die, die ihr schon habt, die alle das Gleiche machen?‘“

Es wäre bequem zu sagen: Die Spieler sind alle angepasst, wir brauchen wieder Typen mit Charakter.
„Vor allen Dingen ist es falsch. Weil wir Fußballer nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft sind. Es ist die Zeit, in der wir leben: Das Sicherheitsdenken und die Angst abzustürzen sind größer als je zuvor. Ich wäre heute logischerweise einer wie alle anderen. Auf dem Platz sowieso, weil dir jeder Trainer jeden Pass vorgibt. Aber auch in dem, was ich tue und was ich sage. Mir wäre ständig bewusst, dass hinter jedem Baum 
jemand mit der Handykamera steht. Die Spieler, die wir heute haben, die sind da hineingewachsen.“

Sie waren einer der Ersten, die offen gesagt haben: Ich spiele auch fürs Geld. Heute gehen Spieler für Hunderte Millionen nach Saudi-Arabien. Wo hört die Freiheit auf und wo fängt das Sich-Verkaufen an?
„Da ist das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt. Der Spieler verlangt nichts Idiotisches – er verlangt, was der Markt hergibt. Niemand fragt, was ein George Clooney oder eine Lady Gaga im Verhältnis zu ihren Vorgängern verdienen. Und wir Fußballer sind die besten Entertainer weltweit. Gehst du nach Afrika oder Südamerika: Kirche, Arbeit, Fußball. In Europa ist Fußball der Mittelpunkt jeder Gesellschaft, mittlerweile auch auf der Arabischen Halbinsel. Und da ist es nicht das Verkaufen, es ist das Einkaufen. So wie Katar und Saudi-Arabien sich die WM erkauft haben, so erkaufen sie sich große Namen. Du bist in einem Alter, in dem du eigentlich aufhören würdest, hast keine sportlichen Ziele mehr, die du alibimäßig demonstrieren musst. Bei Ronaldo hat man gesehen, dass die Summen gar nicht umsetzbar sind auf das, was er heute noch bringt. Er bietet punktuelle Shows, mehr ist es nicht. Ich habe das anders gelöst und mit 31 Schluss gemacht. Ich hätte locker noch vier, fünf Jahre spielen können, und kaum ein 
Zuschauer hätte gemerkt, dass ich im ersten Jahr nur noch 90 Prozent bringe, dann 85. Aber der Zuschauer bezahlt dafür, dass ich zu 100 Prozent leistungsfähig bin. Partner des Zuschauers zu sein – das war mein oberstes Kriterium.“

Auf dem Platz und als Experte der Unbequeme, bei den Maltesern und bei der Tafel die Begegnung auf Augenhöhe. Ist das ein Widerspruch – oder kommt beides aus derselben Wurzel?
„Aus der gleichen Wurzel. Daraus, dass ich in den 1950er Jahren in Kolbermoor noch Nachkriegsarmut erlebt habe. Ich zähle nicht zu denen, die etwas machen, um etwas zurückzugeben. Diesen Spruch kann ich nicht haben, denn es gibt nichts, was ich zurückgeben müsste – ich habe alles selber geschaffen. Aber ich gebe von dem, was ich mehr habe als andere: Zeit. Das ist das Wichtigste, was alle geben, die sich sozial engagieren. Und dann, wenn sie dazu fähig sind, Empathie. Ein Gefühl zu haben für die Situation des Einzelnen.“

Porträtfoto von Paul Breitner
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Ich bin mit mir im Reinen, ja. Und zwar deswegen: Wenn ich irgendwann mal mit mir nicht im Reinen gewesen wäre, hätte ich das sofort geändert. Da bin ich stur, konsequent. Ich kann nicht haben, dass ich mich anlüge.

Paul Breitner

Jetzt werden Sie 75. Ihr Leben lang haben Sie sich gerieben – an Funktionären, an Medien, an Erwartungen. Woran reibt sich ein Mensch, wenn der Widerstand weg ist? Beweisen müssen Sie ja niemandem mehr etwas.
„Schon lange nicht mehr. Und ich habe mir auch die Freiheit genommen, das zu leben, was ich anderen immer sage. Das wichtigste Wort in meinem Leben war: Nein. Dein Leben steuerst du nicht, indem du immer Ja sagst. Du musst in entscheidenden Situationen ehrlich sein, so ehrlich zu dir, dass es auch mal wehtut. Wenn ich das nicht gekonnt hätte, würden wir hier nicht sitzen. Ich weiß, dass ich nicht immer leicht zu nehmen war, wenn ich mir eingebildet habe, es bedarf jetzt einer gewissen Härte.“

Sie haben fast alles infrage gestellt. Eine Entscheidung nie: Sie sind seit über 55 Jahren mit Ihrer Frau verheiratet.
„Schlicht und ergreifend, weil sich da vor 60 Jahren zwei seelengleiche Menschen getroffen haben. Und weil sie das lebt, was ich auch lebe. Es gibt so Glücksmomente. Mein Vater hat gesagt: ‚Wenn du zehn bist, dann pendle ich nicht mehr, dann hole ich euch zu mir nach Freilassing, und du gehst in Traunstein aufs humanistische Gymnasium – da lernt man Latein, und mit Latein kann man alles werden.‘ Jahre später habe ich zu ihm immer wieder gesagt: ‚Gell, Papa, mit Latein kann man alles werden, sogar ein depperter Fußballer.‘ Aber ich liebe Latein bis heute, ich liebe Altgriechisch. Ich habe in meinem Leben einige Lebensautobahnen erlebt. Die von Kolbermoor nach Freilassing war die breiteste. Die hat mich zu meiner Frau gebracht.“

Sie haben Ihre Erinnerungen aufgeschrieben, für die Familie. Was macht das mit einem, sein eigenes Leben so lange von allen Seiten zu betrachten?
„Es war mir ein Bedürfnis, mein Leben meinen Kindern, meinen Enkeln, irgendwann den Urenkeln mitzugeben. Das kam durch eine Erfahrung in der Familie: Der Vater meiner Frau war Volksschauspieler und Musiker, Jahrgang 1902. Der hat unseren Töchtern in den 70er Jahren immer wieder Geschichten erzählt, und wir fanden das so schön, dass wir irgendwann ein Tonband gekauft haben, mit Mikrofon, und er hat alles auf Band gesprochen. Daraus hat meine Frau irgendwann gesagt: ‚Schreib doch du auch. Du erzählst hier deine Geschichten, du erzählst da – erzähl doch mal die, die nur die Familie etwas angehen.‘ Ich habe Ende der 90er-Jahre begonnen. Ein paar Seiten; dann ein, zwei Jahre nichts. Ich war für den FC Bayern jahrelang in der Welt unterwegs – da hatte ich im Flugzeug viel Zeit dafür. Zweieinhalb Jahrzehnte hat sich das gezogen. Aber umso mehr Schichten kommen dabei heraus.“

Sind Sie mit dem Mann im Reinen, der da die Hauptrolle spielt?
„Ich bin mit mir im Reinen, ja. Und zwar deswegen: Wenn ich irgendwann mal mit mir nicht im Reinen gewesen wäre, hätte ich das sofort geändert. Da bin ich stur, konsequent. Ich kann nicht haben, dass ich mich anlüge. Ein bisschen was vormachen kann ich mir ab und zu – aber nicht bei den ganz wichtigen Dingen.“

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