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So | 01.11.2026 | 14:00
Atlético Madrid zwischen Titelrennen in LaLiga und Formsuche in Europa
Ein Team, zwei Gesichter! Wenn der FC Bayern am Dienstag, 3. November, um 21 Uhr im Metropolitano antritt, trifft er auf den Tabellenzweiten der LaLiga. Mit 28 Zählern aus elf Partien ist das Team von Trainer Diego Simeone der ärgste Verfolger von Spitzenreiter FC Barcelona (30 Punkte). In der Champions League hingegen stehen Los Rojiblancos mit vier Punkten nur auf Platz 16. Doch anders als die Münchner, die sich mit einem 2:2-Unentschieden im Topspiel gegen Borussia Dortmund abfinden mussten, tankte Atlético beim 2:0-Auswärtssieg bei UD Levante am vergangenen Wochenende Selbstvertrauen.
Neun Spiele ohne Niederlage

Atlético Madrid ist derzeit eine der formstärksten Mannschaften Europas: Die Madrilenen kommen mit einer starken Serie in die Partie gegen den FC Bayern. Seit dem 1:2 in Liverpool am 9. September ist Atlético in allen Wettbewerben ungeschlagen. Acht Siegen und einem Remis (1:1 in Stuttgart) stehen 18:3 Tore gegenüber. Den Auftakt der Serie machte ein 3:0 bei Real Sociedad, es folgten ein 4:0 gegen Osasuna und der Höhepunkt am 20. September: Ein 2:1-Heimsieg gegen Stadtrivale Real Madrid.
Danach gewannen die Colchoneros auch bei Alavés, gegen Manchester United und bei Espanyol, ehe Stuttgart den Lauf in der Champions League stoppte, aber nicht beendete. Auf das 1:0 gegen Deportivo La Coruña folgte zuletzt der Auswärtssieg bei Levante. Für Trainer Diego Simeone war es ein historischer Samstag: Mit seinem 344. LaLiga-Sieg glich er den Rekord des legendären Luis Aragonés aus, kein anderer Trainer hat in der Geschichte des Wettbewerbs mehr Siege gefeiert. Erreicht hat der Argentinier diese Marke nach 565 Ligaspielen und damit 192 Partien schneller als Aragonés.
Beeindruckende Defensive
Der Block steht und er steht zuverlässig. In den vergangenen neun Pflichtspielen kassierte Atlético nur drei Gegentore, sechsmal blieb Jan Oblak ohne Gegentreffer. In den letzten fünf Partien ließ die Simeone-Elf sogar nur Jamie Lewelings Treffer in Stuttgart zu. In LaLiga mussten die Madrilenen lediglich acht Gegentore hinnehmen und stellen damit die beste Defensive. Dahinter steckt mehr als bloßes Mauern: Die Viererkette um Marcos Llorente, Marc Pubill, Dávid Hancko und Alejandro Grimaldo steht kompakt, davor arbeitet das Mittelfeld konsequent gegen den Ball. Und hinten ist mit Oblak ein erfahrener Rückhalt im Tor, der im Zweifel zur Stelle ist. Das zeigte sich zuletzt auch in Stuttgart, wo er früh mit starken Paraden glänzte und Atlético in Unterzahl tief verteidigend den Punkt rettete.
Holpriger Start in der Königsklasse

Während die Rojiblancos in der heimischen Liga Tabellenführer Barcelona dicht auf den Fersen sind, tun sie sich in der Champions League bislang schwer. Aus drei Spielen holte Atlético nur vier Punkte und liegt damit auf Platz 16. Auf das 1:2 zum Auftakt in Liverpool folgte am zweiten Spieltag ein 2:0 gegen Manchester United, den einzigen Sieg bislang. In Stuttgart setzte es zuletzt ein 1:1, bei dem Atlético vor der Pause unterlegen war und nach Hjulmands Roter Karte fast eine halbe Stunde in Unterzahl überstehen musste. „Wir kamen nicht so gut ins Spiel herein, mussten zunächst viel reagieren. Meine Mannschaft hat über den Kampf in die Partie gefunden, hat den Ausgleich gegen eine starke Stuttgarter Mannschaft erzielt. Die letzten 30 Minuten waren ein Kraftakt. Respekt an meine Mannschaft für diese Willensleistung“, sagte Coach Simeone.
Die Simeone-Handschrift

Was Atlético Madrid ausmacht, lässt sich in einen Satz fassen: Diese Mannschaft weiß genau, wer sie ist. Seit rund fünfzehn Jahren prägt Simeone den Club und diese Kontinuität sieht man auf dem Platz. Das Fundament bildet die Defensive: Zwei enge Ketten, kurze Wege, kaum Platz zwischen den Linien, dazu ein Kollektiv, das jeden Zweikampf annimmt und auch lange Phasen ohne Ball aushält. Taktisch bleibt Simeone seiner Linie treu: Kompakter Block in einer 4-4-2-Grundordnung, die auch in ein 5-3-2 kippen kann, ohne die Grundprinzipien zu verlieren. Dazu kommt ein schnelles Umschalten nach Ballgewinnen. Besonders gefährlich ist Atlético über die linke Seite mit Álex Baena, der mit wettbewerbsübergreifend fünf Treffern der erfolgreichste Torschütze ist und den offensivstarken, aus der Bundesliga bekannten Außenverteidiger Alejandro Grimaldo (vier Tore).
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