



Auswärts bei Atlético
Di | 03.11.2026 | 20:02
Mit dem FC Bayern in Madrid: Eine Vater-Sohn-Reise in Rot und Weiß
FC Bayern-Fans reisen von überall an, um ihre Mannschaft bei Auswärtsspielen zu unterstützen – selbst wenn es sie Hunderte Kilometer über Autobahn oder Schienen, über Ozeane und durch Wüsten führt. Um diejenigen kennenzulernen, die keinerlei Aufwand und Kosten scheuen, um ihren FC Bayern auch außerhalb der Allianz Arena zu erleben, wollen wir sie noch besser kennenlernen: unsere Auswärtsfans mit ihren besonderen Geschichten, ihrer Liebe und ihrer Leidenschaft für den FC Bayern.
Auf den steinernen Stufen der Catedral de Santa Maria la Real, mit Blick auf den Palacio Real, den prächtigen Königspalast in Madrid, genießen drei Bayernfans die warme Sonne Madrids. Der Spätherbsttag ist warm in Spaniens Hauptstadt, um 21 Uhr trifft hier der Tabellenzweite der LaLiga, Atlético Madrid, auf den Bundesliga-Tabellenführer, den FC Bayern. Vor dem Abend im Estadio Metropolitano bleibt Zeit für Gespräche, ein paar Fotos der prächtigen Bauwerke - und viel Vorfreude auf den Kracher in der Champions League.
Martin Winter ist 39 Jahre alt und kommt aus Weiden in der Oberpfalz. Er steckt in einem roten Bayerntrikot. Gemeinsam mit seinem Vater Rudi, der sich einen Bayernschal umgeschwungen hat und in einer dicken, knallroten Bayern-Daunenjacke steckt, ist er Teil einer 18-köpfigen Fan-Gruppe, die das Glück hat, Tickets für die Partie bekommen zu haben. Die Reise nach Madrid begann für Vater und Sohn früh: Von Weiden ging es im Morgengrauen nach Prag zum Flughafen, nach der Landung in Madrid am Spieltag ins Hotel und dann gleich in die Innenstadt. „Was tut man nicht alles, um den FC Bayern zu sehen“, sagt Rudi und grinst.

Ein Europapokalabend, den niemand so schnell vergessen wird
Ein Europapokalabend, den niemand so schnell vergessen wird

Rudi Winter wird in diesem Jahr noch 73 Jahre alt und war bereits in Barcelna, Istanbul oder Rom mit dem FC Bayern unterwegs. Viele Fahrten hat er gemeinsam mit dem Fanclub erlebt, schon einmal war er in diesem Jahr in Madrid – allerdings vergangene Saison, beim glorreichen Triumph bei Atléticos Stadtrivalen Real Madrid. Nun teilt er erstmals eine solche Auswärtstour mit seinem Sohn. Was sie verbindet, ist neben der Familie natürlich die Freude an gemeinsamen Spielen und an der besonderen Atmosphäre unterwegs.
Die Begeisterung für den FC Bayern ist bei beiden aus unterschiedlichen Gründen gewachsen. Martin war Fußballer und ist mit dem Rekordmeister aufgewachsen. Rudi erinnert sich an Spieler wie Thomas Müller, Franz Beckenbauer und Paul Breitner sowie an die Zeit im Olympiastadion. Der heutige Fußballabend setzt diese gemeinsame Geschichte fort – diesmal in Madrid. Für die drei Fans, auch ein Freund aus dem Fanclub hat sich der spontanen Stadttour angeschlossen, zählt an diesem Tag nicht nur das Spiel, sondern auch die gemeinsame Reise. Der FC Bayern verbindet Generationen – und schafft Erinnerungen, die bleiben.
Papa und ich, wir sind heute das erste Mal gemeinsam im Ausland beim FC Bayern dabei. Das ist schon etwas ganz Besonderes, eine Erinnerung, die uns ewig bleibt.
Martin
Bei der Frage nach dem weiteren Weg der Mannschaft bleibt Rudi vorsichtig. Verletzungen, Gegner und Tagesform spielen eine Rolle. Klar ist für ihn aber auch: Der FC Bayern ist immer vorne dabei. Und ein Wunsch bleibt bestehen: Vielleicht noch einmal mit dem FC Bayern gemeinsam nach Madrid reisen in dieser Saison – am 5. Juni 2027. Dann steigt in der spanischen Hauptstadt das Finale der Champions League.
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