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1:2 in Gladbach

Nur Schweinsteiger trifft im Borussen-Park

Für Marcell Jansen gab es vor der Partie Blumen, für den FC Bayern dagegen die erste Testspielniederlage in der laufenden Saisonvorbereitung. Drei Tage vor dem Ligapokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen unterlag der Rekordmeister in Jansens Abschiedsspiel bei Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (1:1).

Vor 45.351 Zuschauern im Gladbacher Borussia-Park erzielten Sascha Rösler (6. Minute) und Eugen Polanski (53./Foulelfmeter) die Treffer für den Zweitligisten, Bastian Schweinsteiger (29.) gelang lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich. „Wir waren darauf vorbereitet, dass wir hier gefordert werden“, meinte Trainer Ottmar Hitzfeld nach der Partie und ergänzte: „Wir müssen noch einiges machen, um in eine tolle Verfassung zu kommen.“

FCB ohne zahlreiche Stammspieler

Beim offiziellen Saisoneröffnungsspiel der Borussen verzichtete Hitzfeld auf die angeschlagenen Mark van Bommel, Franck Ribéry und José Sosa, Luca Toni musste wegen seiner Knieverletzung ohnehin passen. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagte Manager Uli Hoeneß kurz vor dem Anpfiff im Hinblick auf das Ligapokalspiel am Samstag.

Auch andere Stammkräfte wie Philipp Lahm, Zé Roberto oder Martin Demichelis wurden zunächst geschont, dafür standen Mats Hummels, Stefano Celozzi und Sandro Wagner in der Startelf. Auch Bastian Schweinsteiger spielte von Beginn an im zentralen Mittelfeld an der Seite von Andreas Ottl und gehörte zu den auffälligsten Spielern der Münchner.

Hummels an die Latte

Die zahlreichen Umstellungen waren dem Spiel der Bayern zu Beginn deutlich anzumerken. Zu passiv agierte der FCB in der Anfangsphase, die Gladbach waren agiler und suchten immer wieder mit schnellen Spielzügen den Weg nach vorne. Dennoch hatten die Münchner die erste Chance des Spiels, als Hummels (5.) nach einem Schweinsteiger-Freistoß mit einem Kopfballaufsetzer aus fünf Metern nur die Querlatte traf.

Im direkten Gegenzug traf Rösler mit einer beherzten Direktabnahme aus 22 Metern zur früher Gladbacher Führung. Auch danach blieben die Gastgeber die gefährlichere Elf. Zunächst prüfte Neuville (14.) mit einem Kopfball FCB-Kapitän Kahn, dann zielte Lamidi (24.) aus 18 Metern zu hoch und schließlich schob Rafale nach feinem Zuspiel des starken Rösler den Ball aus elf Metern am Tor vorbei.

Schweinsteiger per Freistoß

Auf der Gegenseite wurde es zumeist dann gefährlich, wenn Schweinsteiger die Standardsituationen ausführte. So wie in der 17. Minute, als Klose nach Ecke des 22-Jährigen aus kurzer Distanz über das Tor schoss. In der 29. Minute machte es „Schweini“ dann selbst - und wie! Nach einem Foul an Wagner zirkelte der Nationalspieler den nachfolgenden Freistoß aus 18 Metern zum 1:1-Ausgleich gefühlvoll ins Tor.

Der FCB fand nun besser ins Spiel und kam folgerichtig auch zu mehr Torchancen. Erst scheiterte Schweinsteiger mit einem Fernschuss an Gladbachs Torhüter Heimeroth, dann schoss Ottl aus 20 Metern über das Tor (beide 36.). Doch auch die Gladbacher hatten vor der Pause noch zwei gute Möglichkeiten durch Rösler (39.) und Neuville (44.), ließen diese jedoch ebenfalls ungenutzt.

Polanski vom Punkt

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs, beide Teams hatten mehrfach ausgewechselt, war wie ein Abbild der ersten Halbzeit. Wieder hatten die Bayern durch Hummels (47.) die erste Torchance, doch der 18-Jährige scheiterte aus halbrechter Position am ehemaligen Bayern-Torwart und Neu-Gladbacher Uwe Gospodarek.

Das Tor hingegen schossen die Borussen. Martin Demichelis brachte Rösler im Strafraum zu Fall und der eingewechselte Polanski verwandelte den fälligen Foulelfmeter zur 2:1-Führung (52.). Nur zwei Minuten später hatte Wagner die große Chance zum Ausgleich, doch der Youngster vergab aus kurzer Distanz vor dem leeren Tor. Weitere zwei Minuten später scheiterte Demichelis an Gospodarek.

Bopp feiert Debüt

Nachdem beide Mannschaften weitere Auswechslungen vornahmen - beim FCB feierte dabei Nachwuchstalent Viktor Bopp sein Debüt in der Profi-Mannschaft - verflachte die Partie ein wenig, echte Torchancen blieben lange Zeit Mangelware. Erst in der Schlussphase kam noch ein wenig Torgefahr auf.

Erst versuchte sich Zé Roberto mit einem Solo gegen drei Gladbacher (80.), kurz danach zirkelte der Brasilianer einen Freistoß über das Tor (83.). Den Schlusspunkt setzte die Borussia in Person von Gohouri, der mit der Hacke die Latte traf. Am Ende blieb es beim 2:1-Erfolg für die Gladbacher gegen eine stark durcheinandergewürfelte Bayern-Elf.

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