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2:0 beim Meister

Ribery führt FCB ins Ligacup-Finale

Der FC Bayern steht wie schon im Vorjahr im Finale des Ligapokals. Am Mittwochabend gewann die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld beim Deutschen Meister VfB Stuttgart souverän mit 2:0 (1:0) und kann nun am Samstag in Leipzig den ersten Titel der Saison einfahren. Dort treffen die Münchner auf den FC Schalke 04, der am Vorabend sein Vorschlussrundenspiel bei Pokalsieger 1. FC Nürnberg mit 4:2 (3:1) gewonnen hatte.

Vor 45.500 Zuschauern im gut gefüllten Gottlieb-Daimler-Stadion war Franck Ribery Wegbereiter des Erfolgs. Schon nach acht Minuten hatte er die Bayern mit 1:0 in Führung gebracht. Auch am 2:0 von Nachwuchsstürmer Sandro Wagner (65.) war der Franzose maßgeblich beteiligt. Nach den Siegen gegen Bremen (4:1) und Stuttgart können die Bayern nun innerhalb einer Woche auch den dritten Club schlagen, der in der für sie enttäuschenden Vorsaison vor ihnen gelandet war.

Sommergrippe stoppt Klose

Ottmar Hitzfeld veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Sieg gegen Bremen auf drei Positionen. Miroslav Klose konnte aufgrund einer Sommergrippe nicht auflaufen, für ihn kam Wagner als einzige Spitze zum Zug. Daniel van Buyten rückte für Martin Demichelis auf die zweite Innenverteidigerposition neben Lucio. Und Michael Rensing kam für Stammkeeper Oliver Kahn zum Einsatz. Die Nummer 2 des Rekordmeisters sollte im Südderby Spielpraxis sammeln.

Hitzfelds Pendant Armin Veh musste nach eigener Aussage auf zehn Spieler verzichten, „die für die Anfangself in Betracht kommen.“ Darunter Nationalstürmer Mario Gomez, die beiden Mexikaner Osorio und Pardo sowie Millionen-Neuzugang Ciprian Marica. Der Wechsel des rumänischen Nationalspielers wurde erst am Spieltag perfekt gemacht. „Die Partie kommt für uns eigentlich zu früh“, meinte Veh.

Ribery überrascht Schäfer

Zumindest in den Anfangsminuten war davon aber nichts zu spüren. Der VfB begann schwungvoll und offensiv, die Bayern waren zunächst bemüht, Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen. Gleich mit der ersten gelungen Offensivaktion gingen die Gäste in Führung. Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen zog Franck Ribery aus 22 Metern mit links ab und überraschte damit Stuttgarts Schlussmann Rapahel Schäfer (8.).

Die Bayern übernahmen jetzt klar das Kommando, ließen den Ball immer wieder lange in den eigenen Reihen laufen, um dann irgendwann gezielt nach vorne zu spielen. Dem VfB blieb in dieser Phase oft nur das Nachsehen. Schäfer musste sich über zu wenig Arbeit jedenfalls nicht beklagen. Zwei Mal brachte er bei Distanzschüssen von Hamit Altintop gerade so noch die Finger an den Ball (17., 25.). Beim zweiten Versuch des türkischen Nationalspielers stand ihm der Pfosten als Pate zur Seite.

Ruhige erste Hälfte für Rensing

Ein zweiter Bayern-Treffer wäre auch in der 29. Minute möglich gewesen. Nach einer scharfen Hereingabe von Marcell Jansen rutschte Klose-Ersatz Wagner mit dem langen Bein in den Ball, erwischte ihn aber nicht richtig und Schäfer konnte parieren. Es war die letzte nennenswerte Aktion bis zur Pause vor beiden Toren. Rensing musste in den ersten 45 Minuten nicht einmal ernsthaft eingreifen.

Nach dem Seitenwechsel derselbe Auftakt wie zu Spielbeginn. Die Schwaben zunächst schwungvoller und diesmal auch mit einer guten Gelegenheit - Cacau zwang Rensing in der 50. Minute mit einem strammen 20-Meter-Schuss zu einer guten Parade - doch dann bestimmten die Münchner wieder Tempo und Rhythmus.

Wagner macht sein Tor

Zunächst verpasste Schweinsteiger die Vorentscheidung, als er in der 52. Minute nach Vorarbeit von Jansen aus wenigen Metern knapp am Tor vorbeizielte. Doch 13 Minuten später passte dann alles. Wagner schloss eine tolle Kombination über Ribery und Jansen zum 2:0 ab. Der 19-Jährige ließ Schäfer aus acht Metern keine Abwehrchance.

Souverän und abgeklärt brachten die Bayern das Ergebnis abschließend über die Runden. Wagner wäre beinahe noch das 3:0 gelungen, doch sein Schlenzer aus halblinker Position ging an die Latte (82.). Auch beim Schuss des eingewechselten Ottls fehlte nicht viel (85.). Am Ende freuten sich die Spieler des Rekordmeisters über ein hochverdientes 2:0.

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