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18:0 gegen Gern

Torreiches Debüt für Ribéry und Toni

Mit einem Torfestival gegen die FT Gern haben Luca Toni und Franck Ribéry ein umjubeltes Debüt im Trikot des FC Bayern gefeiert. Die beiden populärsten Neuzugänge des deutschen Rekordmeisters ließen am Freitagabend beim 18:0 (9:0)-Sieg des FC Bayern im Benefizspiel gegen den Heimatverein von Philipp Lahm mehrals ihre Klasse aufblitzen und trugen sich jeweil zweimal in die Torschützenliste ein. Aber auch Jose Ernesto Sosa gelangen seine ersten Treffer für den FCB.

Erfolgreichster Torschütze vor 10.000 Zuschauern im Münchner Dantestadion war Miroslav Klose (4), gefolgt von Toni, Ribéry, Sosa, Martin Demichelis, Mats Hummels (jeweils 2), Mark an Bommel, Lahm und Sandro Wagner (jeweils 1). Zudem lenkte Gerns Keeper Günter Pasta den Ball einmal ins eigene Tor. Als Gewinner gingen aber auch die Gastgeber vom Platz. Dank der Einnahmen aus der Partie kann der Kreisligist nun mit dem dringend benötigten Kabinen-Ausbau beginnen.

Ehre für Vater Lahm

Gegen die Freie Turnerschaft bot FCB-Chefcoach Ottmar Hitzfeld sowohl Toni und Ribéry in der ersten Elf auf. Toni bildete zusammen mit Miroslav Klose erstmals den neuen „Traumsturm“ (Uli Hoeneß) des FC Bayern, Ribéry spielte im linken Mittelfeld. Lahm startete gegen seinen Heimatverein wie gewohnt als linker Verteidiger, in der zweiten Halbzeit trug er zudem die Kapitänsbinde des FCB.

Den ersten großen Auftritt im Dantestadion, wo normalerweise die Munich Cowboys zum American Football antreten, hatte aber Philipps Vater Roland, der den symbolischen Anstoß der Partie durchführte. Danach übernahmen wie erwartet die Bayern das Kommando - auch in Gestalt von Philipp Lahm, dessen erste Flanke gleich zum frühen 1:0 durch Sosa führte (7.).

Toni vom Elfmeterpunkt

Damit war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen. Klose (11., 12.), Demichelis (14., 24.), Toni (18.), der einen durch Florian Königsbauer an Sosa verursachten Foulelfmeter zu seinem Premieren-Treffer für den Rekordmeister nutzte, und Sosa (19.) bauten die Führung innerhalb von einer knappen Viertelstunde auf 7:0 aus.

Auch danach bot sich den Bayern noch eine Reihe bester Tormöglichkeiten, bei denen sich Gern-Keeper Serdar Cakmacki mehrmals auszeichnen konnte. Toni (33.) und Klose (34.) gelangen vor der Halbzeit aber noch zwei weitere Treffer zum 9:0-Pausenstand. Oliver Kahn war in den ersten 45 Minuten praktisch nicht gefordert. Erst in der 42. Spielminute musste er den Ball in die Hand nehmen - bei einer Kopfballrückgabe von Daniel van Buyten.

Kein Pardon in Halbzeit zwei

„Es ist unheimlich viel Tempo drin. Sie spielen viel direkt, der Ball läuft schnell durch die Reihen“, war FCB-Manager Uli Hoeneß zur Pause sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Bayern. Angesichts des Konkurrenzkampfes in der Mannschaft konnte er der FT Gern für Halbzeit zwei keine Hoffnung auf Gnade machen. „Jeder wird dem Trainer zeigen wollen, wie gut er ist. Deswegen wird es wahrscheinlich kein Pardon geben.“

Tatsächlich machten die Bayern nach Wiederanpfiff da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Erst traf Van Bommel (48.), dann boxte Gerns neuer Schlussmann Pasta - die Gastgeber hatten ihre Elf zur Pause komplett gewechselt - eine Flanke von Lahm ins eigene Tor (52.). Ribéry traf erstmals in der 58. Minute nach sehenswertem Sololauf über den halben Platz, zehn Minuten später konnte er zum zweiten Mal jubeln (68.).

Stürmische Fans

Klose (59.), Lahm (65.) sowie die eingewechselten Hummels (78., 84.) und Wagner (82.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Als der Schiedsrichter die Partie schließlich abpfiff stand es 18:0 und die Zuschauer stürmten den Platz. Der Stadionsprecher gab ihnen mit auf den Weg: „Bitte passen Sie auf die Spieler des FC Bayern auf. Die waren teuer.“

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