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1:2 gegen Karlsruhe

Bayerns U19 kassiert unnötige Heimniederlage

Die A-Junioren des FC Bayern haben im vierten Saisonspiel bereits die zweite Niederlage kassiert. Am Sonntagmorgen unterlag der letztjährige Finalteilnehmer auf eigenem Platz der U19 des Karlsruher SC mit 1:2 (1:1) und bleibt damit vorerst im Mittelfeld der Bundesligastaffel Süd/Südwest stecken.

„Das war eine unnötige Niederlage“, meinte Coach Kurt Niedermayer nach dem Schlusspfiff im Stadion an der Grünwalder Straße. Die Bayern waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft, ließen aber einmal mehr zu viele Einschussmöglichkeiten ungenutzt. „Wir haben unsere klaren Torchancen einfach nicht verwandelt und bei den Gegentoren hinten dumme Fehler gemacht. Da darf man sich nicht wundern, wenn als Verlierer vom Platz geht“, so Niedermayer.

Simari mit einem Sonntagsschuss

Falls einer beim Bayern-Nachwuchs noch nicht richtig wach gewesen sein sollte zu dieser frühen Tageszeit, dann war er dies nach zwei gespielten Minuten ganz bestimmt. Christoph Bieber köpfelte nämlich eine Freistoßflanke von der linken Seite an die Querlatte. FCB-Keeper Ferdinand Oswald wäre ohne Abwehrchance gewesen.

Die Gäste hatten also die erste Großchance des Spiels, das erste Tor machten aber die Hausherren. In der sechsten Minute fasste sich Gianluca Simari aus gut und gerne 25 Metern ein Herz und traf unhaltbar für den Karlsruher Keeper Jens Bodemer genau unter die Latte.

Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff

Die Bayern waren in der Folgezeit die Spiel bestimmende Mannschaft und hatten durch Thomas Müller in der 15. Minute eine gute Gelegenheit, auf 2:0 erhöhen, als dessen Kopfball vom Karlsruher Patrick Nonnenmann kurz vor der Linie per Kopf geklärt werden konnte. Sieben Minuten später verfehlte Holger Badstuber mit seinem Schlenzer aus zehn Metern das Ziel nur ganz knapp.

Anschließend gab es einen kleinen Bruch im Spiel der Bayern. Der KSC kam nun ein ums andere Mal gefährlich vor das gegnerische Tor. So wie in der 41. Minute, als Mittelstürmer Bieber frei vor Oswald den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Dominik Rohracker erlitt nach Traumpass des starken Mehmet Ekici im Gegenzug dasselbe Schicksal. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Badenser dann doch noch zum nicht mal unverdienten Ausgleich. Daniel Egles ließ Oswald mit einem wuchtigen Kopfball keine Chance (44.).

Oswalds Fehler beim 1:2

Nach Wiederanpfiff taten sich beide Teams zunächst schwer, zu klaren Aktionen vor dem gegnerischen Tor zu kommen. Hüben wie drüben gab es viele Abspielfehler und unnötige Ballverluste. Den ersten guten Angriff von seiner Mannschaft sah Niedermayer in der 61. Minute, als Simari nach einer guten Kombination über Diego Contento und Müller aus spitzem Winkel den Ball an den Pfosten „schnibbelte“.

Beim Führungstreffer des KSC fünf Minuten darauf gab FCB-Schlussmann Oswald keine gute Figur ab. Nach einem weiten Schlag aus der Karlsruher Hälfte stürmte er raus bis an die Strafraumgrenze, aber der kurz zuvor eingewechselte Sahin Aygünes kam vor ihn mit dem Kopf an den Ball und beförderte das Runde in das Eckige. „Das muss Ferdinand auf seine Kappe nehmen, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren“, meinte Niedermayer, „schade ist nur, dass wir den Fehler nicht mehr korrigieren konnten. Chancen dazu hatte wir genug.“

Schiedsrichter ahndet Handspiel nicht

In der Tat. Die Bayern antworteten mit wütenden Angriffen und hatten Pech, als Schiedsrichter Petersen in der 70. Minute ein klares Handspiel eines Karlsruhers im eigenen Strafraum übersah. „Das war eine klare Torverhinderung. Da muss ich mich schon fragen, warum der Schiedsrichter das anders gesehen hat“, haderte Niedermayer. Seine Mannschaft erhöhte anschließend noch mal das Tempo, ließ aber immer wieder die letzte Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit in der Offensive vermissen. So wie Simari in der 72. Minute, als sein Heber über den rauskommenden Bodemer von einem Abwehrspieler noch abgelaufen werden konnte.

Gefährlich wurde es immer, wenn Ekici am Ball. Der Junioren-Nationalspieler scheiterte zwei Mal mit gefährlichen Distanzschüssen (68. und 82). Rohracker vergab in der 85. Minute aus aussichtsreicher Position den Ausgleich. Die letzte Möglichkeit ließ dann Badstuber in der Nachspielzeit ungenutzt verstreichen. Niedermayers Schlussfazit: „Wir haben in dieser Saison einfach Probleme, Tore zu erzielen. Unsere Spitzen sind unheimlich eifrig und bemüht, aber es fehlt oft ein Schuss Abgeklärtheit.“ Nächste Chance es besser zu machen haben die Bayern in zwei Wochen beim Spiel in Offenburg.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Dirk Hauser

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