präsentiert von
Menü
0:0 gegen Duisburg

FCB verspielt vorzeitige Herbstmeisterschaft

Die Entscheidung im Kampf um die Herbstmeisterschaft ist auf den letzten Vorrunden-Spieltag vertagt worden. Im letzten Bundesliga-Heimspiel vor der Winterpause kam der FC Bayern trotz deutlicher Dominanz nicht über ein 0:0 gegen den MSV Duisburg hinaus, baute aber vor dem letzten Spieltag die Tabellenführung vor Werder Bremen, das bei Hannover 96 mit 3:4 unterlag, von einem auf zwei Punkte aus.

In einer von Beginn an überlegen geführten Begegnung versäumte es der Rekordmeister, gegen den über weite Strecken harmlosen Tabellenvorletzten Kapital aus seinen spielerischen Vorteilen zu schlagen. Zwar hatte die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld wieder zahlreiche gute Tormöglichkeiten, ließ aber im Abschluss vor dem Duisburger Tor die letzten Prozent Entschlossenheit vermissen.

Sosas Startelf-Debüt

Wie erwartet änderte Hitzfeld seine Startformation im Vergleich zum 1:0-Erfolg in der Vorwoche bei Arminia Bielefeld nur auf einer Position. Anstelle von Youngster Toni Kroos rückte José Ernesto Sosa auf die rechte Mittelfeldseite, für den Argentinier war es das Startelf-Debüt in der Allianz Arena. Bastian Schweinsteiger stand nach überstandener Kniereizung erstmals seit vier Wochen wieder im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena entwickelte sich von Beginn an eine unterhaltsame Partie. Der FCB übernahm schnell das Kommando und hatte bereits nach 80 Sekunden die erste Torchance, als Toni nach einer scharfen Klose-Hereingabe am Ball vorbeirutschte. Aber auch die Gäste von der Wedau versteckten sich trotz eines kompakten 4-2-3-1-Systems nicht und hatten durch Idrissou (2.) eine Chance, die Kahn vereitelte.

FCB-Innenverteidiger am gefährlichsten

Nur fünf Minuten später verpasste Demichelis nach präziser Freistoßflanke von Sosa per Kopf nur um Zentimeter die mögliche Führung für den FCB. Danach jedoch verflachte die Partie zusehends. Die Duisburger verteidigten geschickt in der eigenen Hälfte und versuchten, mit sporadischen Angriffen für Gefahr zu sorgen. Die Münchner hingegen agierten zu statisch, um die eng gestaffelte aber keineswegs sattelfeste MSV-Deckung ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

So dauerte es bis zur 28. Minute, ehe ein 20-Meter-Schuss von Van Bommel für etwas Torgefahr sorgte, doch MSV-Torwart Starke parierte sicher. Die beste Chance aus Münchner Sicht vergab kurz vor der Halbzeitpause Daniel van Buyten, der nach Freistoßflanke von Ribéry den Ball aus sechs Metern über das Tor schoss. So blieb es nach den ersten 45 Minuten trotz deutlicher Dominanz der Bayern beim torlosen Remis.

Duisburger Tor wie vernagelt

Unverändert nahmen beide Mannschaften die zweite Halbzeit auf, in der der FCB weiter auf das Führungstor drängte. In der 52. Minute verpasste erneut Van Buyten nach Ribéry-Flanke knapp, dann fand ein Treffer von Demichelis (55.) wegen Abseitsstellung des Argentiniers zu Recht keine Anerkennung. Zuvor hatte Toni mit der Hacke Starke zu einer Glanzparade gezwungen.

Die Bayern blieben am Drücker, ließen aber vor dem gegnerischen Tor weiterhin die letzte Entschlossenheit vermissen. Und auch durch Distanzschüsse, wie bei Ribéry (67./69.), war der gute Starke im Duisburger Tor nicht zu bezwingen.

Joker stechen nicht

Hitzfeld reagierte und brachte Mitte der zweiten Halbzeit mit Willy Sagnol, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski drei frische Kräfte, Lell, Zé Roberto und Toni mussten dafür weichen. Kaum im Spiel hatte Podolski (78.) die Führung nach Ribéry-Flanke auf dem Kopf, doch der Nationalspieler brachte nicht genügend Druck hinter den Ball.

Zwei Minuten später sah Duisburgs-Angreifer Idrissou nach einer Tätlichkeit gegen Oliver Kahn die Rote Karte, doch auch mit einem Mann mehr auf dem Platz wollte der Ball nicht den Weg ins Duisburger Tor finden. Filipescu (82.) köpfte das Leder bei einem Abwehrversuch knapp am eigenen Torwinkel vorbei, dann verpasste auch Klose (85.) knapp per Kopf und in der Nachspielzeit schoss Podolski aus elf Metern knapp vorbei.

Für fcbayern.de in der Allianz Arena: Carsten Zimmermann

Weitere Inhalte