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2:0 gegen Karlsruhe

FC Bayern enteilt der Konkurrenz

Der FC Bayern hat einen weiteren großen Schritt Richtung 21. Meistertitel gemacht. Am 23. Spieltag besiegte die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld den Aufsteiger Karlsruher SC mit 2:0 (1:0) und baute mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg seit November 2007 ihre Tabellenführung weiter aus. Dabei profitierte der FCB vom Stuttgarter 6:3-Sieg gegen Werder Bremen, das nun schon sieben Punkte Rückstand hat.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena brachte Luca Toni seine Mannschaft kurz vor der Halbzeitpause mit seinem 14. Saisontreffer in Führung. Franck Ribéry (64.) erhöhte nach dem Seitenwechsel mit einem sehenswerten Tor auf 2:0 und sicherte damit Ottmar Hitzfeld den 150. Sieg als Trainer des FC Bayern.

Sechs Änderungen zu Anderlecht

Wie schon in den letzten beiden Partien gegen Schalke 04 und den RSC Anderlecht gab es auch gegen den KSC sechs Änderungen in der Startformation. Oliver Kahn, Christian Lell, Lucio, Marcell Jansen, Franck Ribéry und Miroslav Klose rückten in die Mannschaft, Michael Rensing, Willy Sagnol, Philipp Lahm, Andreas Ottl, Lukas Podolski und der ohnehin gesperrte Mark van Bommel blieben draußen.

Und wie in den letzten beiden Spielen übernahm der FCB von Beginn an die Initiative und versuchte, ein frühes Tor zu erzielen. Doch der KSC machte ab der Mittellinie die Räume geschickt eng und ließ den Gastgebern wenig Platz zum Kombinieren. Hinzu kam, dass die Bayern zwar Spiel bestimmend waren, vor dem Karlsruher Tor aber die letzte Zielstrebigkeit vermissen ließen.

Immer wieder Miller

So dauerte es bis zur 15. Minute, ehe Hamit Altintop den ersten Warnschuss aus rund 18 Metern abgab, doch der türkische Nationalspieler zielte zu hoch. Wenig später hatte Klose (25.) nach einem Ribéry-Freistoß die Führung auf dem Fuß, doch der Nationalstürmer scheiterte aus kurzer Distanz am aufmerksamen KSC-Torhüter Miller, der eine Minute später bei einem 16-Meter-Schuss von Ribéry nicht eingreifen musste.

Auch in der Folgezeit blieb der Karlsruher Schlussmann gegen nun immer stärker werdende Bayern im Blickpunkt. In der 30. Minute war Miller erst gegen Toni und dann auch gegen Klose zur Stelle, fünf Minuten später parierte er auch einen Ribéry-Freistoß von der Strafraumgrenze mit Bravour. Bei einem Schuss von Altintop (36.) war Miller dagegen nicht gefordert.

Toni zum 14. Mal

Von den Gästen war bis dahin im Spiel nach vorne nicht viel zu sehen. Der KSC beschränkte sich weitgehend auf die Defensivarbeit, deutete aber bei seinen gelegentlichen Kontern an, warum er als Aufsteiger auf Platz fünf rangiert. Vor allem wenn es über die linke Seite und den agilen Iashvili nach vorne ging, wurde es gefährlich, wie in der 20. Minute, als Van Buyten eine scharfe Hereingabe des Georgiers zur Ecke lenkte. In der 37. Minute versuchte es Mutzel mit einem Distanzschuss, verzog aber deutlich.

Anders die Münchner, die mit zunehmender Spielzeit immer dominanter und in der 41. Minute endlich belohnt wurden. Toni nahm ein Zuspiel von Lell auf, drehte sich gekonnt um seinen Bewacher Maik Franz und schoss dann aus halbrechter Position den Ball ins lange Eck. Das hoch verdiente und überfällige 1:0 für die Münchner, zugleich auch der Halbzeitstand.

Unwiderstehlicher Ribéry

Mit Beginn der zweiten Halbzeit legte der KSC seine Zurückhaltung ab und selbst den Vorwärtsgang ein, bis auf einen abgefälschten Torschuss von Porcello (53.) sprang aber nichts Zählbares dabei heraus. Die Bayern agierten zu diesem Zeitpunkt zu passiv und abwartend, sehr zum Unmut von Hitzfeld, der immer wieder lautstark von der Seitenlinie Kommandos an seine Spieler gab.

Diese brauchten knapp eine Viertelstunde, um die Kontrolle über die Partie zurück zu gewinnen. Altintop (59.) hatte nach schöner Kombination über Lell und Klose die nächste Chance, aber Stoll rettete kurz vor der Torlinie. Besser macht es kurz darauf Ribéry, der von der linken Seite zu einem unwiderstehlichen Solo ansetzte, fünf Karlsruher aussteigen ließ und von der Strafraumgrenze zum 2:0 traf (64.).

Die Null steht

Das war die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren, die durch Toni (69.), Jansen (73.), den eminent fleißigen aber glücklosen Klose (79.) sowie den eingewechselten Sosa (83.) weitere Treffer hätten erzielen können. Die nie aufsteckenden Karlsruher hatten noch eine Chance durch Hajnal (72.), doch Kahn hielt seinen Kasten zum 203. Mal in der Bundesliga sauber.

Für fcbayern.de in der Allianz Arena: Carsten Zimmermann

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