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3:1 nach 0:1

Toni schnürt Doppelpack zum Sieg

Der FC Bayern wahrt den Vorsprung von zehn Punkten auf Verfolger Werder Bremen in der Bundesliga und kann mit breiter Brust zum DFB-Pokalendspiel nach Berlin reisen. Durch die Treffer von van Buyten (60.) und Luca Toni (74./85.) gewinnt der deutsche Rekordmeister bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 und zeigte vor allem im zweiten Abschnitt, einen bärenstarken Auftritt. Für die Gastgeber traf Ioannis Amanatidis in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Commerzbank-Arena zur zwischenzeitlichen Führung.

Wie erwartet warf Hitzfeld kräftig die Rotationsmaschine an. Dass Michael Rensing den leicht angeschlagenen Oliver Kahn im Tor ersetzen würde, war bereits bekannt. Im Vergleich zum Spiel gegen Dortmund rutschen weiterhin Lucio, José Ernesto Sosa und Toni Kroos in die Anfangsformation. Die vielleicht größte Überraschung war allerdings, dass der unter Woche leicht angeschlagene Superstar Franck Ribéry von Anfang an dabei war. Somit änderte der „General“ sein Team auf fünf Positionen.

Frankfurt mit gutem Auftakt

Die Eintracht startete furios. In der dritten Minute tauchte Ioannis Amanatidis am Fünfmetereck frei vor Rensing auf, doch die zukünftige Nummer eins im Kasten der Bayern verkürzte den Winkel und konnte mit der Hand die Wucht des Schusses abbremsen. Der bis auf die Torlinie zurückgeeilte Lucio konnte den Ball gerade noch ins Feld zurückspielen.

Damit hatten die Hessen allerdings zunächst ihr Pulver verschossen. Der FC Bayern übernahm nach und nach das Heft des Handelns, ohne allerdings selbst wirklich Torgefahr auszustrahlen. Zwar kontrollierten Ribéry und Co. weitestgehend Ball und Gegner doch mehr als die Schüsse von Kroos (16.) und Toni (18.) aus jeweils etwa 13 Metern sprang nicht heraus. Während Kroos knapp am Tor vorzielte, fand der italienische Nationalstürmer, der als einzige nominelle Spitze von Beginn an auf dem Platz stand, in Markus Pröll seinen Meister.

Ochs bereitet Treffer vor

Fast aus dem Nichts heraus dann der Führungstreffer für die Gastgeber. Ex-FCB-Amateur Patrick Ochs zirkelte eine knallharte Flanke über den Fünfmeterraum hinweg auf den zweiten Pfosten. Dort lauerte Benjamin Köhler und konnte an Rensing vorbei zum 1:0 einköpfen (29.).

Mit der Führung im Rücken wurde Frankfurt in der Folgezeit etwas mutiger. Vor allem Amanatidis entwickelte Zug zum Tor. Der Grieche war es auch, der unmittelbar vor der Pause die bis dato größte Chance des Spiels vergab. Nachdem Fenin, der bereits Rensing überlaufen hatte, den Ball von der Torauslinie zurück auf Amanatidis spielte, verzog der Grieche frei aus kurzer Distanz (45.). So blieb es beim knappen Rückstand aus Sicht der Bayern.

Engagierter Start nach der Pause

Trainer Hitzfeld verstärkte im zweiten Spielabschnitt die Offensive und brachte mit Lukas Podolski für Kroos eine zweite echte Spitze. In der Folgezeit entwickelte sich ein rassiges Spiel. Bereits in der 49. Minute musste sich Pröll bei einem Schuss von Ribéry ganz lang machen, um den Flachschuss des Franzosen gerade noch zur Ecke lenken zu können. In der 54. Minute hatte Toni nach einer tollen Ballstafette den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Weltmeister traf die Kugel nicht richtig.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Während Amanatidis aus dem Gewühl eine Chance vergab (58.) und Rensing einen Fenin-Kracher an die Latte lenken konnte (59.) gelang dem FC Bayern im Gegenzug der Ausgleich. Eine Schweinsteiger-Ecke köpfte Daniel van Buyten aus sechs Metern unhaltbar für Pröll ins lange Eck (60.).

Toni schnürt den Doppelpack

Mit dem Ausgleich gaben sich die Bayern aber nicht zufrieden. Nach einen couragierten Schweinsteiger-Dribbling konnte Toni aus kurzer Distanz zum 2:1 für die „Roten“ einnetzen (74.). Der für Ribéry eingewechselte Schlaudraff legte Toni kurz vor Schluss sogar noch das 3:1 mustergültig auf (85.). Es war der 20. Saisontreffer des Italieners, der damit seinem Trainer Hitzfeld den 100. Auswärtssieg in der Bundesliga bescherte.

Für fcbayern.de in der Commerzbank-Arena Thomas Tamberg

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