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3:2 beim MSV

Bayern besiegeln Duisburgs Abstieg

Auch im zweiten Spiel als feststehender Deutscher Meister 2008 hat der FC Bayern nichts anbrennen lassen. Beim MSV Duisburg gewann die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld hochverdient mit 3:2 (3:0) und besiegelte damit auch den Abstieg der „Zebras“, die nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen.

Vor 31.500 Zuschauer in der ausverkauften MSV-Arena lagen die Bayern nach 20 Minuten durch Tore von Andreas Ottl (3.) und einem Doppelpack von Lukas Podolski (18., 20.) komfortabel mit 3:0 in Führung. Nach einer kurzen Phase Münchner Unkonzentriertheiten unmittelbar nach dem Seitenwechsel kamen die Duisburger durch Tararache (48.) und Markus Daun (53.) auf 2:3 heran. In der Endphase des Spiels verpassten es die Bayern dann mehrfach, das Ergebnis klarer zu gestalten.

Schlaudraff erstmals in der Startelf

Im letzten Auswärtsspiel dieser Saison musste Hitzfeld mit Toni, Ribéry, Lucio, Klose und Altintop fünf Stammkräfte ersetzen. Auch deshalb gab es gegenüber dem 2:0 am Mittwoch gegen Bielfeld sechs Änderungen in der Startelf. So kam Jan Schlaudraff zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Gemeinsam mit Lukas Podolski sollte der zukünftige Hannoveraner für die nötigen Tore sorgen.

Und Schlaudraff war es auch, der die erste Chance des Spiels hatte. Nach einem Traumpass von Willy Sagnol köpfte er aber knapp am Tor vorbei (2.). Die Bayern-Fans in der MSV-Arena konnten aber schon wenige Sekunden später die Führung ihrer Mannschaft bejubeln. Nach einem verunglückten Klärungsversuch von Tararache zog Ottl aus über 20 Metern ab und traf unhaltbar für Duisburgs Keeper Tom Starke genau neben den Pfosten - das 1:0 in der 3. Minute.

Podolski schnürt den Doppelpack

Es war gleichzeitig das 500. Tor für Ottmar Hitzfeld als Bayern-Coach. Mit einem Ballverlust am Mittelkreis leitete Ottl nur drei Minuten später eine gute Ausgleichgelegenheit für den MSV ein. Tararache scheiterte nach Steilpass aber aus halblinker Position im Strafraum mit dem Versuch, den Ball über den herauskommenden Oliver Kahn zu lupfen. Es war die einzige brenzlige Situation, die der FCB im ersten Abschnitt überstehen musste.

Dass die Duisburger um ihre letzte Chance spielten, doch noch die Klasse zu halten, war jedenfalls kaum zu sehen. Die Bayern dominierten das Geschehen fast nach Belieben und bauten die Führung durch einen Doppelpack von Podolski auf 3:0 aus. Mit seinem ersten Kopfballtreffer in der Bundesliga machte der Nationalstürmer in der 18. Minute das 2:0. Nur zwei Minuten darauf erzielte „Poldi“ sein fünftes Saisontor. Sosa scheiterte zunächst noch an Starke, den Nachschuss verwandelte Podolski sicher ins fast leere Tor.

Tararache verkürzt

Das Spiel war damit eigentlich schon entschieden, zumal beim MSV zu dieser Phase kein Aufbäumen gegen den drohenden Abstieg zu erkennen war. In der 31. Minute hatte Marcell Jansen sogar das 4:0 auf dem Fuß, als er sich mit energischem Nachsetzen den Ball erkämpfte, dann aber am gut reagierenden Starke scheiterte. So blieb es bis zur Pause beim 3:0.

Die zweite Hälfte war noch keine drei Minuten alt, als sich der MSV zurück meldete. Nur halbherzig von den Bayern attackiert lief Tararache durchs Mittelfeld und zog dann aus 25 Metern mit links ab. Der Ball landete unhaltbar für Kahn fast an gleicher Stelle wie bei Ottls 1:0 im ersten Abschnitt.

Daun mit viel Glück zum 2:3

In der 53. Minute hätten die Bayern den alten Abstand wieder herstellen können. Zunächst verhindert Starke mit einem sensationellen Reflex Schlaudraffs erstes Saisontor, auch Podolskis Nachschuss fand nicht ins Ziel. Mehr Glück im Abschluss hatte Daun auf der Gegenseite. Mit einem Billardtreffer erzielte der MSV-Stürmer den 2:3-Anschlusstreffer.

Die „Zebras“ schöpften nun neuen Mut und versuchten, den FCB unter Druck zu setzen. Dies gelang ihnen aber kaum. Die Bayern hatten weiter mehr Spielanteile und auch die klar besseren Chancen. Bastian Schweinsteiger und Podolski scheiterten in der 74. Minute innerhalb weniger Sekunden beide an Starke, dem besten Duisburger an diesem Nachmittag.

Starke verhindert klareren Sieg

Auch in der Schlussphase waren die Bayern dem vierten Treffer viel, viel näher als der MSV dem Ausgleich. In der 83. Minute wurde Podolski nach feinem Zuspiel des eingewechselten Lells im letzten Moment geblockt. Drei Minuten darauf brachte es José Ernesto Sosa fertig, den Ball nach perfektem Zuspiel unbedrängt aus fünf Metern am vollkommen leeren Tor vorbeizusetzen. Auch der eingewechselte Kroos macht es kurz darauf nicht viel besser, als er frei vor Starke scheiterte.

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