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2:0 gegen Bielefeld

Meister-Bayern geben sich keine Blöße

Der FC Bayern hat Wort gehalten und auch nach dem vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft keinen Schlendrian einziehen lassen. Am 32. Bundesligaspieltag kam die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld zu einem ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimspieg gegen Arminia Bielefeld und leistete damit auch dem bayrischen Nachbarn 1. FC Nürnberg Schützenhilfe im Abstiegskampf.

In einer unterhaltsamen, aber auch sehr einseitigen Partie brachte Franck Ribéry den frisch gebackenen deutschen Meister vor 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena in der 26. Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lukas Podolski (47.) auf 2:0 und sorgte so für einen standesgemäßen Sieg des Rekordmeisters.

Defensive Gäste

Gegenüber der Partie in Wolfsburg änderte Hitzfeld seine Anfangsformation auf sechs Positionen. Die zuletzt angeschlagenen Oliver Kahn, Lucio, Ribéry und Zé Roberto kehrten ebenso in die Startelf zurück wie die geschonten Philipp Lahm und Christian Lell. Dafür blieben Rensing, Sagnol, Jansen, Demichelis und Ottl draußen, Bastian Schweinsteiger musste wegen muskulärer Probleme passen.

Die Bayern übernahmen von Beginn an die Initiative und ließen den Ball gefällig in den eigenen Reihen laufen, ohne dabei das Bielefelder Tor in Gefahr zu bringen. Das lag vor allem an der dicht gestaffelten Defensive der abstiegsbedrohten Gäste, die sich in die eigene Hälfte zurückzogen und mit zwei Viererketten und einem „Sechser“ dem FCB kaum Platz für den entscheidenden Pass in die Spitze ließen.

Ribéry bricht den Bann

Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe die Münchner erstmals gefährlich vor das Tor der Ostwestfalen kamen. Nach feinem Doppelpass mit Lahm kam Ribéry aus halblinker Position zum Schuss, aber Fernandez war bei dem versuchten „Tunnel“ auf der Hut und konnte den Ball parieren. Kurz darauf wurde Van Buyten nach langem Zuspiel von Ribéry vom Bielefelder Bollmann klar mit beiden Händen gestoßen, doch Schiedsrichter Dr. Drees verweigerte einen Strafstoß.

Das Spiel der Münchner nahm immer mehr an Fahrt auf, die nächste Chance hatten aber die Gäste. Nach einem Kopfball von Mijatovic klärte Zé Roberto auf der Linie, Bollmann traf im Nachsetzen per Kopf nur den Außenpfosten (25.). Im direkten Gegenzug setzte Toni Ribéry sensationell in Szene, und diesmal traf der kleine Franzose durch die Beine von Fernandez zur 1:0-Führung (26.).

Kahn kaum beschäftigt

Auch nach dem Tor änderte sich nichts am Spielverlauf. Der FCB kontrollierte das Geschehen und suchte die Lücke im Bielefelder Abwehrbollwerk, die Arminia beschränkte sich auf sporadische Konter, die Kahn in seinem 555. Bundesligaspiel jedoch nicht in Bedrängnis brachten.

Anders die Bayern. In der 32. Minute zappelte der Ball erneut im Bielefelder Tor, doch Tonis Treffer fand wegen eines vorangegangenen Handspiels des Italieners zu Recht keine Anerkennung. Wenig später hatte Podolski das 2:0 auf dem Fuß, aber der Nationalspieler scheiterte in aussichtsreicher Position an Fernandez.

Toni ohne Abschlussglück

Besser machte es Podolski kurz nach der Halbzeitpause, als er nach Ribéry-Zuspiel aus von der Strafraumgrenze abzog und mit einem satten Schuss auf 2:0 erhöhte (47.). Das war zugleich die Vorentscheidung für die Bayern, die vor Spielfreude nur so strotzten und nun vor allem darauf aus waren, Toni die Bälle einschussbereit aufzulegen. Doch entweder fehlte dem letzten Pass die nötige Präzision oder der Italiener stand knapp im Abseits.

Auch in der Folgezeit war die Partie ein einziges Schaulaufen des Rekordmeisters. Sosa (70.) scheiterte nach tollem Zusammenspiel mit Lell und Ribéry an Fernandez, kurz darauf vergab Toni (73.) nach präziser Lahm-Flanke freistehend vor dem Bielefelder Schlussmann. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg der Münchner.

Für fcbayern.de in der Allianz Arena: Carsten Zimmermann

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