präsentiert von
Menü
5:1 in Jakarta

Schlaudraff trifft dreifach gegen Indonesien

Auch in Fernost setzt der FC Bayern seine Siegesserie fort. Im ersten von zwei Freundschaftsspielen im Rahmen seiner Asienreise gewann der ohne zahlreiche Stammspieler angetretene Rekordmeister am Mittwoch in Jakarta eine Partie gegen die Nationalmannschaft Indonesiens klar mit 5:1 (3:0).

Vor 70.000 Zuschauern im „Gelora Bung Karno Stadium“ sorgten Breno (21. Minute) und Jan Schlaudraff (23., 34.) bis zur Halbzeitpause für einen komfortablen Vorsprung des Double-Gewinners. Im zweiten Durchgang verkürzten die Gastgeber durch Bambang Pamungkas (61.) auf 1:3, doch in der Schlussphase trafen Schlaudraff (83.) und Toni Kroos (88.) zum 5:1-Endstand.

Drei U19-Spieler

„Es war ein sehr schöner Abend“, sagte Schlaudraff, der angesichts extremer äußerer Bedingungen, bei Spielbeginn um 18 Uhr Ortszeit herrschten 30 Grad und über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, mehr mit der Klimaumstellung als mit den gegnerischen Abwehrspielern zu kämpfen hatte. „Man bekommt kaum noch Luft. Schon in der Halbzeit merkt man, dass der Akku langsam zu Ende geht. Wenn man das Klima bedenkt, haben wir ein gutes Spiel gemacht.“

Gegen den 131. der FIFA-Weltrangliste war Trainer Ottmar Hitzfeld in seinem vorletzten Spiel auf der Bayern-Bank gezwungen, zu improvisieren. Andreas Ottl bildete mit Breno die Innenverteidigung, davor agierten Zé Roberto, Mark van Bommel, José Sosa und Toni Kroos. Einzige Sturmspitze war Schlaudraff. Mit Uwe Schlottner und Diego Contento verteidigten zwei U19-Akteure auf den beiden Außenbahnen, dazu kam noch Victor Bopp im linken Mittelfeld.

Breno eröffnet den Trreigen

Trotz der ungewohnten Formation übernahm der FCB gleich die Kontrolle und kam sogleich zu einigen guten Möglichkeiten. Es dauerte jedoch bis zur 21. Minute, ehe Breno noch Freistoßflanke von Sosa mit einem wuchtigen Kopfball zur 1:0-Führung traf. Eine Minute später hatte Schlaudraff das 2:0 auf dem Fuß, doch der Angreifer schoss aus elf Metern drüber. Besser machte er es keine 60 Sekunden später, als er nach Zuspiel des starken Kroos traf.

Auch beim 3:0 in der 34. Minute leistete Kroos die Vorarbeit, als er bei einem Freistoß eine Unachtsamkeit der indonesischen Abwehr nutzte und mit seinem Anspiel erneut Schlaudraff fand, der gekonnt einnetzte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Zé Roberto per Abstauber gar auf 4:0, doch der klare Treffer des Brasilianers fand wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung keine Anerkennung.

Ohne Durchschlagskraft

Von den Gastgebern war in der Offensive wenig zu sehen. Zwar waren sie stets bemüht, im Spiel nach vorne für Gefahr zu sorgen, ließen dabei aber die nötige Durchschlagskraft vermissen. Die besten Chancen hatten Pamungkas (28.), der am herauseilenden Kahn scheiterte, und Eboy (44.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze.

Nach dem Seitenwechsel schaltete der FCB, bei dem Michael Rensing nun für Kahn im Spiel war, einen Gang zurück, was den Gastgebern die eine oder andere Chance ermöglichte. In der 48. Minute konnte Schlottner noch auf der Linie retten, in der 61. Minute aber verkürzte Pamungkas auf 1:3 aus Sicht der Indonesier.

Lob von Hoeneß

Doch der FCB behielt stets die Kontrolle über das Geschehen und legte in der Schlussphase noch einmal zu. Zunächst traf Schlaudraff (83.) nach Kroos-Vorarbeit zum 4:1, fünf Minuten später bediente der dreifache Torschütze Kroos, der zum 5:1-Endstand einschob.

Bayern-Manager Uli Hoeneß freute sich nach dem Schlusspfiff über eine „unglaubliche Stimmung im Stadion“ und lobte ausdrücklich die Leistung der Spieler. „Die Mannschaft hat sich nach den Reisestrapazen und der Klimaumstellung wunderbar angestrengt.“

Weitere Inhalte