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4:2 gegen die Urawa Reds

Bayern setzen ein Ausrufezeichen

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV hat der FC Bayern ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Im Rahmen seiner Asienreise gewann der Rekordmeister das Freundschaftsspiel bei seinem Partnerklub Urawa Red Diamonds mit 4:1 (3:0) und zeigte sich im vorletzten Test vor dem Pflichtspielstart bereits in bester Spiellaune.

Vor rund 30.000 Zuschauern im Saitama-Stadion sorgten Miroslav Klose (16. Minute), Bastian Schweinsteiger (21.) und Lukas Podolski (43.) bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel war erneut Podolski (63.) für den FCB erfolgreich, Tsukasa Umesaki (57.) und Yuki Abe (80.) trafen im Spiel um den „Saitama City Cup 2008“ anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Saitama“ für die Gastgeber.

Sagnol muss passen

Klinsmann musste gegen den asiatischen Champions-League-Sieger etwas improvisieren. Neben den ohnehin fehlenden Ribéry, Demichelis, Toni, Borowski, Butt, Sosa und Breno sagte kurzfristig auch Willy Sagnol seinen Einsatz wegen Achillessehnenbeschwerden ab. Für ihn spielte Christian Lell rechts hinten, Philipp Lahm rückte auf die linke Seite. Das Angriffsduo bildeten Podolski und Klose.

Doch auch trotz der fehlenden Stammkräfte und des Jetlags legte der amtierende Double-Gewinner munter los und setzte die Gastgeber von Beginn an unter Druck. Bereits in der 2. Minute hatte Zé Roberto nach feinem Doppelpass mit Klose das 1:0 auf dem Fuß, doch der Brasilianer vergab ebenso wie Podolski im Nachsetzen.

Klose trifft zur Führung

Mit schnellen Direktkombinationen in die Spitze zeigten die Münchner in der Anfangsphase, was Klinsmann in der kommenden Spielzeit von seiner Elf erwartet. Urawa kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus, eigene Angriffe blieben in der ersten halben Stunde Mangelware.

Mark van Bommel (12.) hatte die nächste Chance für den FCB, doch seine Direktabnahme aus 20 Metern ging weit über das Tor. Kurz darauf war es dann aber soweit: Nach tollem Zuspiel von Zé Roberto brauchte Klose den Ball aus kurzer Distanz nur noch zur 1:0-Führung einschieben (16.).

Rensing kaum geprüft

Der FCB blieb auch danach Spiel bestimmend und kam zu weiteren Chancen. Zwei Minuten später scheiterte Altintop aus 18 Metern an Urawa-Torwart Tsuzuki, der aber weitere drei Minuten machtlos war, als Schweinsteiger Podolski in Szene setzen wollte, der Ball aber immer länger wurde und zum 2:0 ins Tor trudelte (21.).

Danach nahmen die Münchner etwas das Tempo heraus, ohne jedoch die Kontrolle über das Spielgeschehen abzugeben. Urawa kam nun sporadisch vor das Münchner Tor, sorgte dabei aber kaum einmal für Gefahr. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Edmilson mit einem 35-Meter-Schuss Michael Rensing prüfte.

Podolski erfolgreich

Die Gastgeber versuchten nun vermehrt, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen, die Tore jedoch fielen auf der Gegenseite. Zunächst hatte Schweinsteiger Pech, als sein Schlenzer von der Strafraumgrenze knapp das Ziel verfehlte (42.), doch eine Minute später erhöhte Podolski nach feiner Vorarbeit von Klose auf 3:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verhinderte Tsuzuki gegen Altintop einen weiteren Gegentreffer.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte der FCB an die Leistung der ersten Halbzeit an, auch wenn sich die Red Diamonds nun wesentlicher zielstrebiger und einsatzfreudiger präsentierten. So machte Rensing in der 54. Minute mit zwei tollen Reflexen eine Doppelchance von Tulio und Escudero zunichte.

Rummenigge hoch zufrieden

In der 57. Minute verkürzte Umesaki zwar auf 1:3, doch Podolski stellte nur sechs Minuten später mit einem sehenswerten Volleyschuss den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Beide Teams lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch, wobei Urawa die etwas besseren Torchancen hatte. Abe (74.) traf zunächst aus 20 Metern nur das Außennetz, ehe er in der 80. Minute mit einem sehenswerten Fallrückzieher den 2:4-Endstand besorgte.

„Es war ein tolles, munteres Spiel. Von Anfang an hat unsere Mannschaft sehr aktiv gespielt und wenn man vier Tore schießt, kann man hoch zufrieden sein“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der Partie. „Das war sicherlich das beste Spiel, das wir bisher in der Vorbereitung gespielt haben“, ergänzte er.

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