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Müller und Ekici treffen

FCB II startet mit Sieg in die Dritte Liga

Start geglückt! Dank zweier Treffer von Thomas Müller und des überragenden Mehmet Ekici ist die zweite Mannschaft des FC Bayern am Sonntagnachmittag mit einem Sieg in die neu eingeführte Dritte Liga gestartet.

Vor rund 3.300 Zuschauern im Grünwalder Stadion, darunter Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß sowie mehrere FCB-Profis, gewann der FC Bayern II gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:1 (0:0). Thomas Müller (49.) und Mehmet Ekici (76.) trafen für die „kleinen“ Bayern, die klar die bessere Mannschaft waren. Nach dem Anschlusstreffer durch Shergo Biran (78.) mussten sie in der Schlussphase aber noch einmal um den Erfolg zittern.

Gerland zufrieden

„Ich bin sehr zufrieden, ich hatte ein schönes Wochenende“, strahlte Trainer Hermann Gerland nach dem Auftaktsieg. „Wir hatten die größeren Chancen und hätten den Sieg früher perfekt machen müssen“, monierte der „Tiger“ nur die Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Wir müssen weiterhin sehr zielgerichtet arbeiten und aus unseren Fehlern lernen.“ Ein Sonderlob hatte Gerland für Ekici übrig: „Er hat heute gezeigt, dass er ein Großer werden wird, wenn er gesund bleibt.“

Neben Ekici und Müller, die aus der eigenen Jugend stammen, stand mit Linksverteidiger Oliver Stierle auch ein echter Neuzugang der „kleinen“ Bayern in der ersten Elf des FCB II. Manuel Duhnke saß hingegen zunächst nur auf der Bank. Als Kapitän führte erstmals Georg Niedermaier die Mannschaft an.

Beide Keeper auf dem Posten

Die Partie begann ohne großes Abtasten. Beide Mannschaften versuchten vom Anpfiff weg, erste Akzente in der Offensive zu setzen, wobei sich die Bayern schnell als spielstärker, ballsicherer und zweikampfstärker erwiesen. Schon in der vierten Minute gab Ekici einen ersten Warnschuss Richtung Gäste-Tor ab, allerdings noch zu hoch.

Trotz Überlegenheit der Münchner hatten die Berliner die erste gute Torgelegenheit, als Marco Gebhardt zehn Meter vor dem FCB-Tor frei zum Schuss kam, Thomas Kraft im FCB-Tor war aber auf seinem Posten (14.). Wenig später hatten dann die Münchner die Chance zur Führung. Deniz Yilmaz eroberte im Mittelkreis den Ball, spielte weiter zu Müller, der Sikorski rechts im Strafraum sah - den Schuss des FCB-Angreifers parierte Union-Keeper Jan Glinker (16.).

Torlos zur Halbzeit

Nur zwei Minuten später wäre dann beinahe Yilmaz zum Abschluss gekommen. Nach Ekicis Freistoßflanke war der Türke am zweiten Pfosten aber zu überrascht, an den Ball zu kommen, und beförderte die Kugel am Tor vorbei. Dies war zunächst die letzte Tormöglichkeit auf beiden Seiten.

Mitte der ersten Halbzeit verflachte die Partie zusehends, der rote Faden im Spiel des FCB riss. Die Berliner, die nur mit einer nominellen Spitze angetreten waren, standen jetzt sicherer und erhöhten etwas den Druck aufs FCB-Tor. Kleinere Chancen durch Biran (42.) und Karim Benyamina (44.) kurz vor dem Halbzeitpfiff waren die Folge, zur Pause blieb es aber beim 0:0.

Müller per Kopf

Bei Wiederanpfiff hatte Gerland seine Mannschaft umgestellt. Müller spielte fortan im Sturm, Sikorski wechselte ins rechte Mittelfeld - und dies sollte sich bald auszahlen. Zunächst hatte aber Yilmaz die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch zunächst aus nächster Nähe an Union-Keeper Glinker, seinen Nachschuss blockte Daniel Göhlert mit letztem Einsatz ab (48.).

Nur eine Minute später zappelte der Ball aber schließlich im Berliner Tor. Eine Freistoß-Flanke von Ekici landete maßgerecht am ersten Pfosten bei Müller, der die Kugel ins Tor verlängerte - 1:0 (49.)! Auch nach der Führung ließ der Druck der Bayern nicht nach. Yilmaz' Kopfball ging über das Tor (54.), dann lief Müller allein auf Gäste-Schlussmann Glinker zu, wurde im letzten Moment aber von Göhlert noch vom Ball getrennt (58.).

Beste Chancen für die Bayern

Die Berliner lockerten nun etwas ihren Defensivverbund, zu Chancen kamen sie aber zunächst nur nach zwei Eckbällen in der 62. und 64. Minute, als zunächst Kraft am Ball vorbeisegelte und dann Younga-Mouhani zum Kopfball kam - die Bayern hielten sich aber schadlos und hätten in der Folgezeit ihre Führung weiter ausbauen müssen.

Sikorski, Badstuber (beide 67.), der eingewechselte Duhnke (68.) und Yilmaz (70.) konnten aber selbst beste Möglichkeiten nicht im Tor unterbringen. Das hätte sich beinahe gerächt, als Benyamina aus 19 Metern zum Schuss kam - Kraft parierte glänzend (72.). Dann stellte Ekici die Weichen endgültig auf Sieg. Nach einem Solo über das halbe Spielfeld traf er allein vor Union-Keeper Glinker sicher zum 2:0 (76.).

Dauerdruck zum Schluss

Wer dachte, die Partie sei jetzt entschieden, wurde schnell eines Besseren belehrt. Biran stand in der 78. Minute am zweiten Pfosten völlig frei und verwandelte eine Flanke aus spitzem Winkel zum 1:2-Anschlusstreffer für die Berliner. Es folgte eine hektische Schlussphase mit Dauerdruck der Gäste - am Ende aber ohne Folgen. Es blieb beim verdienten 2:1 für die „kleinen“ Bayern.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Nikolaus Heindl

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