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Nur Ekici trifft

FCB verliert T-Home-Supercup an den BVB

Der T-Home-Supercup wandert nicht in die Pokalvitrinen an der Säbener Straße. Der FC Bayern verlor am Mittwochabend bei Borussia Dortmund mit 1:2 (0:2) und hat nach drei klaren Siegen gegen unterklassige Mannschaften die erste Niederlage in der Vorbereitung auf die neue Saison kassiert. Dem BVB hingegen gelang die Revanche für die 1:2-Niederlage im Pokalfinale vor knapp drei Monaten.

Vor 47.100 Zuschauern im gut gefüllten Dortmunder Sigal-Iduna-Park erzielten Blaszczkowski (29.) und Hajnal (33.) die Tore zur 2:0-Pausenführung des BVB. Nach dem Seitenwechsel gelang dem eingewechselten Mehmet Ekici (73.) lediglich noch der Anschlusstreffer für den Rekordmeister.

Borowski feiert Debüt

23 Tage vor dem Bundesliga-Start gegen den Hamburger SV musste Klinsmann im ersten Härtetest auf Philipp Lahm (Trauerfall) und Marcell Jansen (Infekt) verzichten. Auch Franck Ribéry, der nach seinem Syndesmosebandriss erst im September mit seinem Comeback rechnet, fehlte. Zudem standen die beiden Olympioniken Breno und Jose Sosa sowie Zé Roberto (Trauerfall) nicht zur Verfügung.

Mit dabei war aber Tim Borowski, der nach seinem Wechsel von Werder Bremen erstmals im Bayern-Trikot auflief. Von den EM-Fahrern standen zudem Luca Toni, Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Hamit Altintop in der Startelf. „Man sieht an der Aufstellung, dass Jürgen Klinsmann die Aufgabe sehr ernst nimmt. Es wird hier schon zur Sache gehen“, sagte Manager Uli Hoeneß kurz vor dem Anpfiff.

Klose vergibt die Führung

Beiden Teams war aber zunächst der noch frühe Zeitpunkt der Vorbereitung anzusehen. Sowohl der BVB als auch die Bayern hatten Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden. Besonders im Spiel nach vorne war dies deutlich anzumerken. Eine Ausnahme in der siebten Minute, als Toni nach Borowski-Flanke zum Kopfball kam und das Tor nur knapp verfehlte. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 23. Minute, ehe Nelson Valdez mit einem Kopfball erstmals die neue Nummer eins des Rekordmeisters prüfte, aber Michael Rensing war auf dem Posten.

Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel dann flotter, gerade die Westfalen kamen jetzt immer besser zurecht. Hajnal mit einem sehenswerten Fallrückzieher verpasste aus spitzem Winkel nur knapp (26.). Praktisch im Gegenzug hätte Miroslav Klose die Bayern in Führung bringen müssen. Nach feinem Zuspiel von Borowski versetzte er BVB-Schlussmann Weidenfaller, brachte dann aber den Ball im fast leeren Tor nicht unter.

Fünf Wechsel nach der Pause

Statt sich über die Führung freuen zu können, mussten die Bayern nur kurz nach dieser Szene den Rückstand verkraften. Nach einem langen Pass schlug Christian Lell am Ball vorbei, Blaszczkowski nutzte dies aus und verwandelte frei vor Rensing, der zudem noch ausrutschte, zum 1:0 (29.). Doch damit nicht genug. Nur vier Minuten später zirkelte Hajnal einen Freistoß aus 22 Metern genau ins Kreuzeck - das 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Pause.

Mit fünf frischen Kräften gingen die Bayern in die zweite Hälfte. Klinsmann baute zudem von 4-4-2 auf 3-5-2 um. Seine Mannschaft hatte nun klar mehr Ballbesitz als die Elf von Jürgen Klopp, doch mit dem Herausspielen von klaren Torchancen taten sich die Münchner weiter schwer. Der eingewechselte Kroos (47.) und Lell (55.) kamen zumindest mal zum Abschluss, ohne aber Weidenfeller ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Ngwenya hat Ausgleich auf dem Fuß

Noch mal spannend machte es dann der jüngste im Bayern-Kader an diesem Abend. Nach glänzender Vorarbeit von Kroos behielt der unmittelbar zuvor eingewechselte Mehmet Ekici die Nerven und verkürzte frei zum 1:2 (73.). Gastspieler Joseph Ngwenya hatte in der 89. Minute sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß, aber Weidenfaller rettete seiner Mannschaft mit einer Glanzparade den Sieg.

Die Chance zur Revanche bietet sich Klinsmann & Co. schon in knapp vier Wochen, wenn Bayern am zweiten Bundesliga-Spieltag schon wieder in Dortmunder zu Gast ist.

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