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0:0 im Derby

FCB II teilt Punkte mit Unterhaching

Es bleibt dabei: Die zweite Mannschaft des FC Bayern hat offenbar das Gewinnen verlernt. Am elften Spieltag der Dritten Liga verbuchte das Team von Trainer Hermann Gerland das sechste sieglose Spiel in Folge und rutschte in der Tabelle vom sechsten auf den siebten Platz. Das Derby gegen die SpVgg Unterhaching endete 0:0.

Vor 2.250 Zuschauern im Grünwalder Stadion, darunter Bastian Schweinsteiger, verpassten es die „kleinen“ Bayern vor allem in der ersten Halbzeit, Kapital aus ihren Chancen zu schlagen. Zudem wurden ihnen zwei Tore wegen Abseits aberkannt. In den zweiten 45 Minuten war Unterhaching das bessere Team, präsentierte sich im Angriff aber zu harmlos. Am Ende war die Punkteteilung leistungsgerecht, beide Mannschaften waren einmal an der Querlatte gescheitert.

'Ein 0:0 der besseren Sorte'

„Wir haben ein 0:0 der besseren Sorte gesehen“, sagte Hachings Trainer Ralph Hasenhüttl, „beide Mannschaften wollten bis zum Schluss gewinnen, aber man hat auch gesehen, woran es bei beiden hapert: Der Ball will einfach nicht über die Linie.“ Gerland attestierte seiner Elf „ein ordentliches Spiel“, trauerte aber den vergebenen Tormöglichkeiten nach. „Bei unseren Chancen hätten wir gewinnen müssen. Wir betreiben viel Aufwand, erzielen aber keine Tore. Da müssen wir uns schon Gedanken machen“, meinte der FCB-Trainer.

Marco Stier anstelle von Stephan Fürstner war Gerlands einzige Änderung in der Startformation im Vergleich zum 1:1 bei Fortuna Düsseldorf eine Woche zuvor. Deutlich anders präsentierten sich die Münchner aber spielerisch. Hatte der FCB-Trainer die Leistung seiner Mannschaft in Düsseldorf noch stark kritisiert, konnte er mit der Anfangsphase gegen Unterhaching zufrieden sein.

Beste Chancen für die Bayern

Schon nach fünf Minuten hätten die „kleinen“ Bayern führen können. Deniz Yilmaz hatte allerdings Pech, dass sein Schuss aus elf Metern an der Unterkante der Latte landete und von dort auf die Torlinie sprang. Danach hätten Stier (8.) und Thomas Müller (23.) durchaus mehr aus ihren Möglichkeiten machen können. Nach einer knappen halben Stunde rettete zudem Darius Kampa vor dem einschussbereiten Daniel Sikorski (27.) und auch bei Ekicis Freistoß (35.) war der Hachinger Keeper auf dem Posten.

Die SpVgg war zunächst vor allem bei Standardsituationen gefährlich und fand erst gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Schweinsteigers Schuss aus halblinker Position (38.) war allerdings die einzig nennenswerte Möglichkeit der Gäste in der ersten Hälfte. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Das Aluminium rettet

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer Chance für Yilmaz (47.), danach war allerdings Unterhaching aktiver und verbuchte mehrere Distanzschüsse. Im Tor zappelte der Ball jedoch auf der anderen Seite nach einem Ekici-Freistoß (63.). Schiedsrichter Michael Kempter gab den Treffer wegen einer Abseitsstellung aber nicht.

Mehr vom Spiel hatte weiterhin die SpVgg, wobei die Partie aber Mitte der zweiten Halbzeit verflachte. Die beste Möglichkeit der Gäste resultierte nicht zufällig aus einem Freistoß, den Anton Fink an die Querlatte setzte (73.). Erst in der Schlussphase der Partie war auch wieder mehr von den Bayern zu sehen. Weckruf war ein weiteres Abseitstor, diesmal durch den eingewechselten Vitus Nagorny (79.). Wenig später scheiterte Holger Badstuber knapp mit einem Kopfball (82.).

Die letzten Minuten der Partie gehörten wieder den Gästen. FCB-Keeper Thomas Kraft rettete mit einer Fußabwehr nach einem weiteren Fink-Freistoß das 0:0 (85.), Thomas Rathgeber (86.) und Steegmann (90.+2) trafen nur das Außennetz. Es blieb somit beim torlosen Unentschieden.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Nikolaus Heindl

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