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1:0 gegen Erfurt

Duhnke erlöst den FC Bayern II

Die schwarze Serie des FC Bayern II ist gerissen. Nach neun sieglosen Spielen in Folge feierte das Team von Trainer Hermann Gerland am Samstag einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Rot-Weiß Erfurt, überholte die Thüringer damit in der Tabelle und verbesserte sich vom achten auf den sechsten Rang der Dritten Liga.

Vor 1.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion war Manuel Duhnke der Erlöser der „kleinen“ Bayern. In der 53. Spielminute erzielte der Mittelfeldspieler den Siegtreffer, der in einer umkämpften und ausgeglichenen Partie bis zum Schlusspfiff hielt.

„Ich bin glücklich, aber das Spiel hätte genauso gut umgekehrt ausgehen können“, sagte Gerland nach dem Spiel. Nicht gefallen hatte dem FCB-Trainer lediglich, dass
seine Mannschaft nicht schon in der ersten Halbzeit „zielstrebiger“ vor dem Tor agiert hatte. Gäste-Trainer Karsten Baumann sprach von einer „etwas unglücklichen Niederlage“ für seine Mannschaft.

RWE mit ersten Chancen

Eine Woche nach dem 1:1 bei Erzgebirge Aue änderte Gerland seine Aufstellung nur auf einer Position. Linksverteidiger Oliver Stierle kehrte in die erste Elf zurück, dafür fehlte Stephan Fürstner. Bei den Gästen, die in der Abwehr zwei gelb-gesperrte Akteure ersetzen mussten, saß Angreifer Massimo Cannizzaro überraschend auf der Bank. Mit Albert Bunjaku lief bei den Erfurtern aber der Führende der Torschützenliste auf. Beim 3:4 von RWE in der ersten DFB-Pokalrunde gegen die Profis des FCB hatte dieser zwei Mal getroffen.

Selbstbewusst und druckvoll starteten die Thüringer auch gegen die „kleinen“ Bayern in die Partie. Denis Wolf (3.) scheiterte mit einem Fernschuss schon kurz nach dem Anpfiff an FCB-Keeper Thomas Kraft, Rockenbach da Silva (4.), Thorsten Judt (7.) und Samil Cinaz (15.) zielten knapp am Tor vorbei. Bei den Bayern häuften sich zu Beginn hingegen Missverständnisse und Ungenauigkeiten, nur schwer fanden sie ins Spiel.

Pfosten und Latte

Dennoch wäre der FCB beinahe in Führung gegangen. Zunächst fand Manuel Duhnke - nach Traumpass von Mehmet Ekici - seinen Meister im reaktionsschnellen RWE-Keeper Dirk Orlishausen (15.), nur eine Minute später traf Thomas Müller aus 17 Metern den Pfosten (16.) - dies war endgültig der Weckruf für den FCB, der jetzt endlich auf Betriebstemperatur kam und die Partie ausgeglichen gestalten konnte.

Chancen der Münchner, die sich viele Fehlpässe leisteten, blieben in der verbleibenden ersten Halbzeit allerdings Mangelware. Beinahe hätten sie den Ball sogar im eigenen Tor untergebracht: Nach Martin Hauswalds Flanke lenkte Innenverteidiger Georg Niedermaier die Kugel aus fünf Metern an die Querlatte (21.). Erfurt blieb das gefährlichere Team und hatte durch Wolf noch zwei guten Gelegenheiten vor der Pause: Erst zielte der Stürmer aber knapp (29.) vorbei, dann scheiterte er am herausstürmenden Kraft (44.).

Nur Duhnke trifft

Marco Stier für Ekici hieß die Änderung, die Gerland in der Kabine vornahm - und die sollte schnell fruchten. Einen Schuss von Holger Badstuber konnte Orlishausen nur nach außen abklatschen, Stier flankte nach innen und am zweiten Pfosten stand Duhnke goldrichtig - 1:0 (53.)! Die Bayern waren danach am Drücker und hatten durch Daniel Sikorski (56.) und Deniz Yilmaz (59.) zwei gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen, Orlishausen rettete jeweils für RWE.

Die Erfurter stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Schon kurz nach der Pause war ein Abseitstor von Bunjaku nicht anerkannt worden (47.), in der 57. Minute wechselte Trainer Baumann mit Cannizzaro einen dritten Stürmer ein. Die Partie nahm Tempo auf, es ging hin und her, die beiden Torhüter waren allerdings kaum gefordert. In der 77. Minute machte Gerland endgültig dicht und wechselte mit Maximilian Haas einen weiteren defensiven Mittelfeldspieler für Angreifer Sikorski ein. Der Sieg der Bayern kam so nicht mehr in Gefahr.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Nikolaus Heindl

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