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Erste Heimpleite

FCB II verzweifelt an Braunschweig

Das erste Heimspiel nach der Winterpause endete für die zweite Mannschaft des FC Bayern mit der ersten Saisonniederlage vor eigenem Publikum. Am Dienstagabend verlor das Team von Trainer Hermann Gerland eine Nachholpartie vom 23. Spieltag gegen Eintracht Braunschweig mit 0:1 (0:1), bleibt aber auf dem neunten Rang der Dritten Liga.

Vor 800 Zuschauern waren die Rollen klar verteilt. Die Münchner machten das Spiel, hatten mehr Ballbesitz, in der Offensive fehlte ihnen aber die Durchschlagskraft. Die Gäste verteidigten ihr Tor aufopferungsvoll und kamen durch ein Kontertor zum Sieg. Dennis Kruppke erzielte in der 13. Minute den entscheidenden Treffer.

„Wir haben über 90 Minuten Defensivarbeit verrichtet, und zwar sehr gut“, sagte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht, der zufrieden die Heimreise antrat. FCB-Coach Gerland haderte mit seiner Mannschaft. „Wir haben ordentlich gespielt, aber ohne uns klare Chancen zu erarbeiten“, lautete sein Fazit, „insgesamt war es eine verdiente Niederlage.“

Mit Butt und Müller

Im Duell gegen den Tabellenzwölften konnte Gerland erneut auf Profi-Leihgabe Hans Jörg Butt zurückgreifen, der wie vier Tage zuvor in Bremen den verletzten Thomas Kraft im Tor vertrat. Auch Thomas Müller, zuletzt zu den Profis abgestellt, stand diesmal zur Verfügung und kehrte auf seine Position im rechten Mittelfeld zurück. Björn Kopplin musste für den erfolgreichsten FCB-Torjäger Platz machen und rutschte auf die Ersatzbank.

Schon nach wenigen Sekunden hatten die Münchner ihre erste Chance. Aus 14 Metern konnte Daniel Sikorski aufs leere Tor schießen, nachdem Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic im Gewühl die Orientierung verloren hatte - Jan Schanda schlug den Ball von der Torlinie (1.). Wenig später verfehlte Holger Badstuber aus 25 Metern nur um Zentimeter den Torwinkel (8.).

Überlegen, aber chancenlos

Die Bayern begannen also stürmisch, sie machten das Spiel. Die Eintracht hielt mit Kampfgeist und Laufbereitschaft dagegen, das Offensivspiel der Gäste beschränkte sich auf schnelle Gegenstöße. Und dieses Rezept ging auf. Nach einem unnötigen Ballverlust des FCB im Mittelfeld spielte Fait-Florian Banser den Ball Kruppke genau in die Gasse und der Eintracht-Stürmer ließ Butt mit einem platzierten Außenristschuss keine Abwehrchance - 0:1 (13.).

Es folgte eine Druckphase der Münchner, in der die Braunschweiger nur noch sporadisch aus ihrer eigenen Spielhälfte herauskamen. Was den Bayern jedoch bei aller Feldüberlegenheit fehlte, waren Chancen. Immer wieder blieben sie in der vielbeinigen Eintracht-Deckung hängen, hohe Bälle waren eine sichere Beute für die großgewachsene Innenverteidigung der Gäste. Ein ungefährlicher Müller-Kopfball (28.) nach einer Standardsituation blieb die einzige nennenswerte Strafraumszene des FCB bis zur Pause.

Butt auf dem Posten

Mit einem viel zu hoch angesetzten Kopfball von Müller (47.) begann auch die zweite Halbzeit, in der das Spiel des FCB weiter wie festgefahren wirkte. Die Münchner hatten mehr Ballbesitz, fanden aber kein Rezept, um das gegnerische Bollwerk zu knacken. Nach einer Stunde waren sogar die Braunschweiger dem nächsten Tor näher als die Gastgeber. Tim Danneberg (60.) und Deniz Dogan (63.) scheiterten aber am gut aufgelegten Butt.

Auf der Gegenseite schoss Diego Contento aus 18 Metern über das Tor (64.), und auch danach wurde es für Gäste-Keeper Fejzic kaum mehr brenzlig. Die „kleinen“ Bayern versuchten bis zum Schlusspfiff, wenigstens zum Ausgleich zu kommen, an diesem Abend jedoch fehlte ihnen in der Offensive die Entschlossenheit. Schon am kommenden Sonntag gegen Paderborn (14 Uhr) haben sie die Möglichkeit, es besser zu machen.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Nikolaus Heindl

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